Exhibitions




WERKSCHAU XXIII

SABINE BITTER & HELMUT WEBER

von 16.10.2018 bis 17.11.2018

Sabine Bitter, Helmut Weber

Eröffnung und Katalogpräsentation: Montag, 15. Oktober, 19.00 Uhr
Einleitende Worte: Reinhard Braun, Camera Austria, Graz
Werkstattgespräch: Dienstag, 6. November 2018, 19.00 Uhr

sponsored by: BKA Kunst; MA7-Kultur; Cyberlab


WERKSCHAU XXIII ist die Fortsetzung der seit über 20 Jahren jährlich stattfindenden Ausstellungsreihe der FOTOGALERIE WIEN, in der zeitgenössische KünstlerInnen präsentiert werden, die wesentlich zur Entwicklung der künstlerischen Fotografie und neuen Medien in Österreich beigetragen haben. Gezeigt wurde bisher ein Querschnitt durch das Schaffen von Jana Wisniewski, Manfred Willmann, VALIE EXPORT, Leo Kandl, Elfriede Mejchar, Heinz Cibulka, Renate Bertlmann, Josef Wais, Horáková + Maurer, Gottfried Bechtold, Friedl Kubelka, Branko Lenart, INTAKT – Die Pionierinnen (Renate Bertlmann, Moucle Blackout, Linda Christanell, Lotte Hendrich-Hassmann, Karin Mack, Margot Pilz, Jana Wisniewski), Inge Dick, Lisl Ponger, Hans Kupelwieser, Robert Zahornicky, Ingeborg Strobl, Michael Mauracher, PRINZGAU/podgorschek, Maria Hahnenkamp und Robert F. Hammerstiel. Für die diesjährige Werkschau konnten wir das Künstlerpaar Sabine Bitter & Helmut Weber gewinnen.

Die seit 1993 gemeinsam arbeitenden Künstler*innen Sabine Bitter und Helmut Weber nehmen von Beginn an eine besondere Position innerhalb der österreichischen – und mittlerweile auch seit langem der internationalen – künstlerischen Praktiken mit Fotografie ein. So stehen früh – und bis heute – die gesellschaftlichen Transformationsprozesse am Übergang von der Moderne in einen neoliberalen Globalismus im Mittelpunkt ihrer Projekte. Diese untersuchen sie exemplarisch im Feld von Architektur, Städtebau und Urbanismus, wobei es ihnen nicht um die Repräsentation dieser Transformationen allein geht. Fotografie ist für sie das Feld einer Praxis, die Bildkonventionen und die Ideologien von fotografischen Bildern analysiert und diese dabei unterschiedlichen Interventionen unterzieht: fotografische Verfahren (wie die Solarisation), digitale Überarbeitung, die Erzeugung von Bildern aus Texten, die skulpturale Erweiterung der Präsentation und verschiedene Montageverfahren lassen die Bilder kaum jemals unangetastet. Architekturfotografie wird durch einen fototechnischen Eingriff zur Repräsentation der politischen Geschichte von Architektur; die digitale Montage einer Menschenmenge verdeutlicht den Umstand, dass Bilder uns einen Platz zuweisen; das Ausblenden der Architekturen aus den Bildern lenkt unsere Aufmerksamkeit auf Aneignungsformen von Stadträumen und kehrt ihre Bedeutung als politisches Forum der Verhandlung von Gesellschaft heraus; schließlich verdeutlichen die Montagen zugleich Verflüssigung des Stadtraumes und seiner Funktionen als auch die potenziell jederzeit mögliche Intervention und damit die permanente Präsenz von Macht in diesem post-urbanen Raum. Fotografie wird zum Schauplatz, an dem Erkennen und Wissen, Kontexte und Geschichte, Politik und kulturelle Praktiken aufeinandertreffen, um die Bilder selbst zu verändern, um andere Bilder und letztlich eine andere Gegenwart denkbar werden zu lassen. Doch sind die Bilder dabei nicht nur das Resultat von Forschung, Analyse oder Kritik: Die Politik ihrer Bilder, wenn man es so nennen will, findet im und als Bild selbst statt.

Aus diesem Grund ist die Werkschau nicht als Überblick oder Auswahl gedacht, sondern als Überprüfung ihrer Praxis als ästhetische Produktion, die die Impulse der Bilder selbst in den Vordergrund rückt. Für die FOTOGALERIE WIEN wird eine spezifische Dramaturgie entwickelt, die aus dem Zueinander und Miteinander von Bildern ein Feld von Beziehungen anlegt, das die Verschiebungen und Verrückungen offenlegt, die sie an den Bildern vornehmen und diese Offenlegung mit den Besucher*innen der Ausstellung teilen.
 
 
Zur Ausstellung erscheinen:

WERKSCHAU-FOTOEDITION Nr.17, 2018

SABINE BITTER & HELMUT WEBER
 
aus der Serie: Concrete Utopias, 2018, 
Pigment-Print auf Fine Art Baryta, 30 x 45 cm
Auflage:  30, handsigniert und fortlaufend nummeriert
Preis: € 250,- (exkl. Versandspesen)
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WERKSCHAU XXIII – FOTOBUCH 60/2018
SABINE BITTER & HELMUT WEBER

Hg.: FOTOGALERIE WIEN
Text: Reinhard Braun
A4, 40 Seiten, Farbabbildungen, Deutsch/Englisch
Preis: € 15,- (exkl. Versandspesen)
ISBN: 978-3-902725-45-5

Reinhard Braun und Petra Noll-Hammerstiel

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VORSCHAU
 
MIRO MONDO

Dominik Buda, Antye Guenther, Hund & Horn, Kevin Kirwan, Jana Müller,
Claudia Rohrauer, Viktoria Schmid, Levi van Veluw
Eröffnung: 26. November 2018, 19.00 Uhr
Einführende Worte: Petra Noll-Hammerstiel
Ausstellungsdauer: 27.11.2018 – 19.1.2019
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FOTOGALERIE WIEN AUF DER PARALLEL VIENNA 2018
Lassallestr. 1, 1. Stockwerk, Raum 1.22, 1020 Wien

Eröffnung: Dienstag, 25. September, 17–22 Uhr
Öffnungszeiten: 26.9.–30.9., 12–19 Uhr 
 
Die FOTOGALERIE WIEN präsentiert auf der PARALLEL VIENNA einen wichtigen Pfeiler ihres Ausstellungsprogramms,
den sogenannten „Schwerpunkt". 2017/2018 war dieser dem Thema COLLAGE gewidmet, wobei in der letzten
Schau mit dem Untertitel Raum eine raumgreifende Installation von KLAUS PAMMINGER gezeigt wurde.

Auf der PARALLEL VIENNA wird es eine Präsentation seiner Arbeiten geben, auch werden der frisch erschienene COLLAGE-Katalog präsentiert
und allgemeine Informationen der FOTOGALERIE WIEN aufliegen.
KLAUS PAMMINGER (AT) lebt und arbeitet in Wien. Sein Werk umfasst medienübergreifend fotografische, filmische und skulpturale Arbeiten,
die oft als räumliche Inszenierung zusammengeführt werden.
Ein zentrales Thema des Künstlers ist die Auseinandersetzung mit dem
Raum inarchitektonischer, sozialer und virtueller Hinsicht.