Presse

STEPHANIE KIWITT
"Capital Decor", 2011 Künstlerbuch, Kodoji Press, Baden (CH)
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IOSIF KIRÁLY
aus: "Reconstructions: Oltenita", Turnu Severin, Tournai and other places, 2002–2018 Mixed Media-Installation
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TIM SHARP
aus: "Capital Offence", 2014/2018 Fotoinstallation; Tapete, Lambda-Prints, Größe variabel
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BERNHARD HOSA
"Auf der Suche nach dem richtigen Bild", 2012 Inkjet-Prints auf Canon Baryta, kaschiert auf Karton und Sperrholz, Klammern 39,5 x 29,5 cm, gerahmt Courtesy Galerie Raum mit Licht, Wien
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PETRA JANSOVÁ
aus: "Andere Dimensionen der Schönheit", 2016 Installation mit Fotografien und Collagen
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TANJA DEMAN
Still aus: "Abode of Vacancy", 2011 Videoinstallation, S/W, ohne Ton, 6:55 min., Loop
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BROOMBERG & CHANARIN
aus: "Holy Bible", 2013 Künstlerbuch, Hrsg.: MACK und AMC – Archive of Modern Conflict, London 2013
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TIM SHARP- Ausstellungsansicht Fotogalerie wien
Foto: Michael Michlmayr
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IOSIF KIRÁLY- Ausstellungsansicht Fotogalerie wien
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IOSIF KIRÁLY - Ausstellungsansicht Fotogalerie wien
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BERNHARD HOSA - Ausstellungsansicht Fotogalerie wien
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BERNHARD HOSA - Ausstellungsansicht Fotogalerie wien
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PETRA JANSOVÁ - Ausstellungsansicht Fotogalerie wien
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PETRA JANSOVÁ - Ausstellungsansicht Fotogalerie wien
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PETRA JANSOVÁ - Ausstellungsansicht Fotogalerie wien
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STEPHANIE KIWITT - Ausstellungsansicht Fotogalerie wien
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STEPHANIE KIWITT - Ausstellungsansicht Fotogalerie wien
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BROOMBERG & CHANARIN - Ausstellungsansicht Fotogalerie wien
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BROOMBERG & CHANARIN - Ausstellungsansicht Fotogalerie wien
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TANJA DEMAN - Ausstellungsansicht Fotogalerie wien
Foto: Michael Michlmayr
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TANJA DEMAN - Ausstellungsansicht Fotogalerie wien
Foto: Michael Michlmayr
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COLLAGE III

Thema

09.02.2018

COLLAGE III – Thema

BROOMBERG & CHANARIN (ZA/UK), TANJA DEMAN (HR)
BERNHARD HOSA (AT), PETRA JANSOVÁ (CZ), IOSIF KIRALY (RO)

STEPHANIE KIWITT (DE), TIM SHARP (UK/AT)

Eröffnung: Montag, 12. März, 19.00 Uhr
Einführende Worte: Katharina Manojlović
Ausstellungsdauer: 13. März  – 14. April  2018

sponsored by: BKA Kunst; MA7-Kultur; Cyberlab; thanks to: Anja Manfredi, Mihai Şovăială, Miha Colner, Lisl Ponger and Gabriele Rothemann

Den revolutionärsten Moment in der Entwicklung der Malerei nannte der Dadaist und Dichter Tristan Tzara die Erfindung der Collage und meinte damit den fundamentalen Bruch mit etablierten Formen künstlerischer Repräsentation. In den die Collage bestimmenden technischen Verfahren, im Kleben (frz. coller), Kratzen, Schneiden, Reißen, Falten, Montieren, Assemblieren, Dekomponieren usw. steckt ein radikales Potential. Speisten sich die Papiers collés der Kubisten aus Gebrauchtem, Verworfenem und dem vermeintlich Banalen, umschwärmen uns heute die vielfach reproduzierten, reformatierten und re-editierten Kopien eines beständig anwachsenden digitalen Debris. Der aktuelle Schwerpunkt der Fotogalerie Wien präsentiert in vier Ausstellungen ein breites Spektrum an Methoden und Verfahrensweisen der Collage in der zeitgenössischen Foto- und Videokunst. Sichtbar werden dabei die erzählerischen und autopoetischen Stärken dieser Kunstform ebenso wie ihre Innovationskraft als grundlegender, gerade im Einsatz neuer Technologien oder in räumlich-skulpturalen Erweiterungen zutage tretender Wesenszug. Stets lenken die Bilderdrifts auch anarchische, von Zufall und Spiel getriebene Energien.

Im Fokus der dritten Schau des Schwerpunkts 2017/18 stehen Arbeiten, die ein jeweils spezifisches Thema oder Motiv aufgreifen und ins Zentrum ihrer Reflexion stellen. Deutlich wird dabei das Vermögen der Collage, Alltägliches so zu verfremden und Wirklichkeiten so zu verdichten, dass sichtbar wird, was jenseits von Abbild und Repräsentation liegt und außerhalb gewohnter Sehweisen. Räume entstehen, die eigenen Gesetzen gehorchen; visuelle Konstellationen, die abstrakt bleiben und zugleich dokumentarischen Charakter entfalten, weil sie explizit auf das Reale verweisen, Vorhandenes aufgreifen, Zeugnis ablegen. Ihr kritisches Potential ergibt sich nicht zuletzt daraus, dass sie aus dem Wirklichen schöpfen, um es zu zerlegen, zu überzeichnen und zu verrücken. So lassen sie die Dinge erscheinen, wie sie nie waren – und zeigen dennoch, wie sie sind. Die künstlerische Dekonstruktion, die verfremdende Aneignung von vorgefundenem Bildmaterial und seinen Mechanismen, legt offen, wie Bilder funktionieren und welche Ideologien sie transportieren.

Das von Adam Broomberg & Oliver Chanarin konzipierte und vom Londoner MACK-Verlag gemeinsam mit dem dort ansässigen "Archive of Modern Conflict" herausgegebene Künstlerbuch Holy Bible (2013) präsentiert sich, in schwarzes Leder gebunden und mit in Gold geprägtem Titel, auf den ersten Blick als antiquarische Bibelausgabe. Tatsächlich handelt es sich um eine exakte Reproduktion der King James-Bibel (1604–1611), jedoch ergänzt um Fotografien des Archivs zu Krieg und Gewalt, die den Text überlagern und vage Bezug auf darin rot markierte Textpassagen nehmen. Der Hypothese des israelischen Philosophen Adi Ophir folgend, wonach Gott sich vorwiegend durch Katastrophen offenbaren würde, untersucht das Künstlerduo, wie Gewalt visuell Evidenz erlangt. Holy Bible kann als Fortführung ihres Künstlerbuches War Primer II (2011) gelesen werden: Dieses wurde von Bertolt Brechts Kriegsfibel (1955) inspiriert, in der der Autor Fotos aus Zeitungsausschnitten zum Zweiten Weltkrieg mit eigenen Gedichten kombinierte.

In Tanja Demans Videoinstallation Abode of Vacancy (2011) werden modernistische Architekturen als Idee und Utopie ins Bild gesetzt – eine „nicht-narrative Fiktion“ (Deman), die die Künstlerin aus einer Serie von Tableaus konstruiert hat. Ihr Interesse gilt dem Raumerleben und der kollektiven Erinnerung und Wahrnehmung (ererbter) architektonischer Strukturen. Subtile Bewegungen unterlaufen den sich anfänglich einstellenden Eindruck, es handle sich um Standbilder; sie sind Teil der Inszenierung und Illusion eines autonomen Gebäudes. Demans Komposition von Einstellungen lässt uns in leerstehende Gebäude und Wüstenlandschaften eintauchen. Tatsächlich handelt es sich um Ausschnitte aus Küstenlandschaften Kroatiens und der Niederlande. Die Leere als Bleibe oder Behausung – so lässt sich der Titel des Videos verstehen. Umso deutlicher erscheinen die Bewegungen der Natur: von Bäumen im Wind, von Schatten ...

Historisches Bildmaterial und die Rolle der Fotografie als Disziplinierungswerkzeug untersucht Bernhard Hosa in seiner Serie Auf der Suche nach dem richtigen Bild (2012). Für die vom französischen Kriminalisten und Anthropologen Alphonse Bertillon (1853–1914) entwickelte Methode zur Personenidentifizierung anhand von Körpermaßen, die sogenannte Bertillonage, wurde das damals neue Medium mit Gewinn eingesetzt. Zur Annahme, Charakter und Identität eines Menschen ließen sich durch die Vermessung äußerer Merkmale bestimmen, war es nicht mehr weit. Hosa dekonstruiert die reproduzierten Portraits – historische Fahndungsfotos (Mugshots) – durch Faltungen, um sie neu zusammenzusetzen. Klammern halten die Bildränder zusammen und erinnern dabei an die zusammengeflickten Körperteile operierter oder obduzierter Menschen; monströs erscheinen die fragmentarischen, zerstückelten Gesichter. Was im Ausgangsbild der Typisierung dient, um das „Subjekt“ zu definieren (und letztlich zu stigmatisieren), verschwindet.

In Petra Jansovás Serie Andere Dimensionen der Schönheit (2015) stehen die in der (historischen) Werbung der Kosmetikindustrie propagierten Schönheitsideale und -maßnahmen im Zentrum. Einige der gezeigten Arbeiten gleichen Stillleben, Arrangements, die von der Vergänglichkeit („always“, so der Titel einer Arbeit) erzählen und historische Vanitas-Motive zitieren. Die im Bild konservierte Feuchte erinnert an das Versprechen von Körpercremes und erzählt von der Angst vor Verfall und Austrocknung. Vieles wirkt maskenhaft, das Gesicht steht als Palimpsest im Zentrum: es wird gewaschen, geschabt, gesalbt und gerieben. Die Sichtbarmachung anderer Bildebenen, etwa der Rasterung der reproduzierten Werbesujets, und die gewählten Bildausschnitte lassen das Dargestellte ins Surreale kippen: Rituale und Gesten werden unheimlich. In der Betrachtung jener von Petra Jansová vorgenommenen Zurichtungen am (fotografischen) Objekt aktualisiert sich auch unsere Wahrnehmung.

Iosif Királys Arbeiten untersuchen die Beziehung zwischen Raum, Zeit, Wahrnehmung und Erinnerung, so auch das im Jahr 2000 begonnene Projekt Reconstructions und „[…] machen auf die Verbindungen und Synchronisierungen aufmerksam, die manchmal unter Menschen, Dingen und Ereignissen auftreten können“. (Kiraly) Den Mitteln, die hier zum Einsatz kommen, haftet etwas Provisorisches an. Es gibt Verbindungslinien, die nachzuzeichnen nicht unbedingt zu eindeutigen Ergebnissen führt, jedoch Fragen aufwirft, Imaginationsräume eröffnet und zeigt, dass die Dinge sich, wenn wir sie erinnern, nicht so einfach abstecken lassen, wie Fotografien es suggerieren. Wie etwa gehen das Persönliche und das kollektiv Erinnerte zusammen? War hier einmal etwas anders – und für wen? Auch der panoramatische Blick bietet nur Ausschnitte einer bestimmten Perspektive und erweist sich schließlich als Illusion.

Stephanie Kiwitt interessiert die alltägliche urbane Lebenswelt, ihre Beschaffenheit und Strukturen, insbesondere aber auch die Architektur von Orten heutiger Konsumkultur mit ihrem Warenfetischismus. Die Raum- und Formensprache von Discountern untersucht sie in dem Buchprojekt Capital Decor (2011), einem 12,73 m langen Leporello, für das die Innenansichten von Supermärkten nahtlos aneinandergefügt wurden – für die Künstlerin ein „fotografischer Bildraum, der bei höchstmöglicher Abbildhaftigkeit eine zugleich künstliche Anordnung  hervorbringt“. Ende und Anfang verschwimmen, Architekturen, Werbesprache und Verpackungsdesign verwandeln sich in eine Art Endlosschleife, in einen stark verdichteten Raum. Die Aufbereitung des Bildmaterials, seine Angleichung durch das Schwarz-Weiß und die Rasterung verleihen ihm einen gleichförmigen Rhythmus und eine Monotonie, die in der Soundarbeit zum Buchobjekt nochmals akzentuiert wird: Dafür hat Kiwitt die in den Fotografien fragmentarisch dokumentierte Schrift – Slogans, Produktnamen etc. – notiert und durch einen Sprecher verlesen lassen.

Ausgangspunkt von Tim Sharps Fotoinstallation Capital Offence (2014/2018) sind die prekären Bedingungen traditioneller Landwirtschaft im Kontext neoliberaler Verwerfungen und der Bedrohung durch das Freihandelsabkommen NAFTA und globalen Landraub. Die in der Arbeit abgebildeten Umzäunungen aus Dosenblech werden von Bauern in ländlichen Gebieten Südmexikos aufgestellt, um kleine kommunale Parzellen abzugrenzen: Großindustrie und Kleinbauerntum prallen hier aufeinander. Sharp versteht Capital Offence nicht als „Statement, sondern als visuelle Umsetzung eines diskursiven Netzes mit mannigfaltigen Knotenpunkten und Verbindungsfäden“. Auf dem vom Künstler – als Hintergrund für die gerahmten Fotografien der Umzäunungen – entworfenen Wallpaper setzen sich bestimmte Motive der Nahrungsmittelindustrie fort. Die darauf abgedruckten Ikonen der Konsumkultur und industriellen Massenproduktion sowie des politischen Widerstands gehen neuerlich in Architektur über. Der Rückverweis auf Demokratisierungsprozesse im Wohnraumdekor, der Mittel- und Arbeiterschichten einst die Tapete brachte, kehrt die Ambivalenzen eines globalisierten Wirtschaftsraums hervor. 

Katharina Manojlović

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VORSCHAU

HUMAN
Linda Bournane (NO), Amina Handke (DE/AT), Roland Icking (DE/AT),
Simon Lehner (AT), Christiane Peschek (AT), Anna Vasof (GR/AT)

Eröffnung: Montag, 23. April, 19.00 Uhr

Dauer: 24.4.–26.5.2018

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COLLAGE III – Subject

 

BROOMBERG & CHANARIN (ZA/UK), TANJA DEMAN (HR)
BERNHARD HOSA (AT), PETRA JANSOVÁ (CZ), IOSIF KIRALY (RO)

STEPHANIE KIWITT (DE), TIM SHARP (UK/AT)

Opening: Monday, 12 March at 7 p.m. 
Introduction: Katharina Manojlović
Duration: 13 March – 14 April 2018

sponsored by: BKA Kunst; MA7-Kultur; Cyberlab; thanks to: Anja Manfredi, Mihai Şovăială, Miha Colner, Lisl Ponger and Gabriele Rothemann

Dadaist and poet Tristan Tzara called the invention of the collage the most revolutionary moment in the development of painting and meant by that the fundamental break with established forms of artistic representation that it symbolised. Implicit to the technical processes of what comprises collage — gluing  (Fr. coller), scratching, cutting, tearing, folding, mounting, assembling and de-composing etc. is the potential for radicality. While the papiers collés of the Cubists drew their sustenance from used, discarded and apparently banal sources, we are surrounded today with multiply reproduced, re-formatted and re-edited copies of constantly accumulating digital debris. The current focus of the Fotogalerie Wien will present four exhibitions and includes a wide spectrum of methods and processes used in collage in contemporary photo and video art. This renders the narrative and autopoietic strengths of this art form visible along with its innovatory energy as one of its fundamental and most evident characteristics, especially in relation to new technologies or spatial and sculptural expansions. The drift of the images is also always guided by energies that are anarchistic, driven by chance and play.

The focus of the third show of the 2017/18 special topic consists of works which take up a specific subject area or motif and place it at the centre of a process of reflection. This makes clear how collage has the ability to render the familiar unfamiliar and so to compress reality that what is beyond depiction and representation and outside habitual ways of seeing is rendered visible. Domains are created that follow their own rules; visual constellations remain abstract while simultaneously unfolding their documentary character through their explicit references to reality, picking up the pre-existing, bearing witness. Their critical potential derives in no small way from the fact that they draw on reality in order to dissect it, to draw over and displace it. And so they show things as they never were but yet as they really are. Artistic deconstruction, the alienating appropriation of found image material and its mechanisms, lays open how images function and the ideologies that are transported through them.


The artist book, Holy Bible (2013), by Adam Broomberg & Oliver Chanarin, published by MACK and the Archive of Modern Conflict in London, is bound in black leather with its title stamped in gold. The presentation suggests an antiquarian edition of the bible and, in fact, it is an exact reproduction of the King James Bible (1604–1611) but supplemented by photographs relating to war and violence from the Archive of Modern Conflict. These are superimposed on the text and vaguely refer to passages marked in red. The artist duo examines how violence is visually manifested, influenced by the hypothesis of Israeli philosopher Adi Ophir, that God is predominantly revealed through catastrophes. Holy Bible can be read as a continuation of their artist book, War Primer II (2011), which was inspired by Bertold Brecht’s Kriegsfibel [War Primer](1955), in which the author combined newspaper cuttings about the Second World War with his own poems.

In Tanja Deman’s video installation, Abode of Vacancy (2011), modernist architecture as both concept and utopia takes centre stage – a ‘non-narrative fiction’ (Deman) that the artist has constructed from a series of tableaux. Her interest lies in the spatial experience and collective memory and perception of (inherited) architectural structures. Subtle movements subvert the initial impression that we are dealing with still images; they are part of the staging and illusion of an autonomous building. Deman’s composition of the takes allows us to immerse ourselves in empty buildings and desert landscapes. In fact, we are dealing with stretches of coastal landscapes in Croatia and the Netherlands. Emptiness as a shelter or dwelling – one way of reading the title of the video. This makes the movements in nature all the more emphatic: of trees in the wind, of shadows ...

Bernhard Hosa, in his series, Auf der Suche nach dem richtigen Bild [Searching for the right picture](2012), examines historical images and the role of photography as a tool of discipline. Using the methods developed by the French criminologist and anthropologist, Alphonse Bertillon (1853–1914), the new medium was profitably employed for identifying people on the basis of their body measurments (Bertillonage). The assumption that the character and identity of a person could be determined by the measurment of physical features was not far off. Hosa deconstructs the reproduced portraits – ‘mugshots’ – by folding them and reconstructing them anew. The staples that hold the edges of the pictures together are reminiscent of parts of the body that have been operated on or autopsied: these fragmentary, dismembered faces appear monstrous. What in the original picture serves to identify a type, to define and, in the end, to stigmatise the ‘subject’, disappears.

In Petra Jansová’s series, Andere Dimensionen der Schönheit [Other Dimensions of Beauty](2015) the core is provided by ideal beauty and the measures to be adopted to achieve it as propagated in (historical) cosmetic industry images. Some of the works being shown are like still lifes, arrangements that talk of transience – Always, runs the title of one of the works – and quote historical vanitas motifs. The conserved moisture in the picture reminds one of the promises of moisturising cream and talks of fears of decline and dessication. Much of it conveys a mask-like impression, the face at the centre is a palimpsest to be washed, scraped, creamed and rubbed. The rendering visible of other pictorial levels such as the raterisation of the reproduced advertising subject and the selection of cropped sections allow what is depicted to tip over into the surreal – rituals and gestures become mysterious. Viewing Petra Jansová´s finishing touches of the (photographic) objects also recalibrates our perception.

Iosif Király’s works examine the relationship between space, time, perception and memory – as is the case with the Reconstructions project begun in 2000 – and ‘draw attention to the linkages and synchronicity that can, at times, occur between humans, things and events.’ (Kiraly) The means employed here have something provisional about them. There are connective lines which, when followed, do not necessarily lead to unequivocal results but do raise questions, open up imaginative spaces and show that things remembered are not as easily defined as photography might suggest. For example, how do personal and collective memories fit together? Was something different here, and for whom? Even the panoramic view offers only a section of a particular perspective and in the end proves to be an illusion.

Stephanie Kiwitt is interested in everyday urban life, its qualities and structures but, in particular, the architectures of places concerned with contemporary consumer culture and its commodity fetishism. In the book project, Capital Decor (2011) – a 12.73 metre-long fold-out – she examines the spatial and formal language of discount stores using a chain of abutted interior views of supermarkets. For the artist this is a ‘photographic picture space with the greatest amount of pictorial density which generates an artificial order at the same time’. End and beginning merge; architecture, advertising language and packing design are transformed into an endless loop, in a highly compressed space. The preparation of the photographic material, its harmonisation through the use of black and white and the rasterisation lend it a uniform rhythm and a monotony that is further accentuated in the sound work that accompanies the book object. For this purpose Kiwitt noted the fragments of writing in the photographs – slogans, product names, etc. – and had a speaker read them.

The point of departure for Tim Sharp’s photo installation, Capital Offence (2014/2018), is the precarious condition of traditional agriculture in the context of neo-liberal upheavals and the threats implicit in the NAFTA (free trade) agreement and on-going global land appropriation. The works depict enclosures made by farmers in rural areas of Southern Mexico using tin can blanks to mark out their small communally-owned parcels of land: a clash between agro-industry and ‚Campesinos’. Sharp does not understand Capital Offence as a ‘statement but as the visual realisation of a discursive net with multiple nodes and strings of association’. The artist-designed wallpaper, the background to the framed photos, continues with motifs related to the food industry – icons of consumer culture, industrial production as well as political resistance  segue once again into architecture. The reference to the historical democratisation process in the decoration of living space that once gave the middle and working class wallpaper now evokes the ambivalence of globalised economy.
 
Katharina Manojlovic

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PREVIEW

HUMAN
Linda Bournane (NO), Amina Handke (DE/AT), Roland Icking (DE/AT),
Simon Lehner (AT), Christiane Peschek (AT), Anna Vasof (GR/AT)

Opening: Monday, 23 April at 7 p.m.
Duration: 24 April – 26 May 2018

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