Presse

LEVI VAN VELUW
Still aus "The Collapse of Cohesion", Archive, 2014 Full HD-Video, 08:35 min., ohne Ton
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Hund & Horn
Still aus "Apnoe", 2011 HD-Video, 10:00 min., Loop
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Claudia Rohrauer
"Twin sun rising", 2016/2018 Reproduktion eines Farbsofortbildes, digitaler C-Print auf Alu, 120 x 152 cm
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KEVIN KIRWAN
aus "Heavyside": Untitled, 2015 S/W Silbergelatin-Print, 39 x 30 cm
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Viktoria Schmid
"Ich floh davor ins Kino, wo die Farben besser waren als in der Realität", 2018 Installation, drei 16 mm-Projektoren mit Farbfilter, 3 Projektionsebenen, 16 mm-S/W-Film
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Jana Müller
"Jane Doe", 2015 Glas, Textil, Glas bedruckt, 110 x 86 x 7 cm, 6-teilig
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ANTYE GUENTHER
aus "Prosthesis – Simulation kit of externalised human brain tissue", 2017 (ergänzendes fotografisches Material)
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DOMINIK BUDA
aus "Vollzeit", 2017, Künstlerbuch
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MIRO MONDO

30.10.2018

DOMINIK BUDA, ANTYE GUENTHER, HUND & HORN, KEVIN KIRWAN,
JANA MÜLLER, CLAUDIA ROHRAUER, VIKTORIA SCHMID, LEVI VAN VELUW

Eröffnung
: Montag, 26. November 2018, 19.00 Uhr
Einführende Worte: Petra Noll-Hammerstiel
Dauer: 27. November 2018 – 19. Jänner 2019
sponsored by: BKA Österreich; MA7-Kultur; Cyberlab

Die KünstlerInnen der Ausstellung Miro Mondo eröffnen wunderliche, mysteriöse, manchmal surreal-fantastische Welten, die unser vorgeprägtes Bild von Welt irritieren. Zum einen sind Situationen inszeniert bzw. mit Versatzstücken der Realität zu neuen, ungewöhnlichen Bildwelten montiert. Dies geschieht beispielsweise durch die Negierung physikalischer Gesetze wie der Schwerkraft sowie vorgeprägter Definitionen von Raum, wodurch Gleichgewicht und Ordnung ins Wanken gebracht werden. Zum anderen gibt es Bilder aus der (manchmal nächtlichen) Wirklichkeit, die durch bestimmte Lichtereignisse mystisch wirken, oder auch von seltsamen Orten, die zwar existieren, aber niemals oder selten gesehen werden oder scheinbar das Leben auf dem Mars beweisen. Ebenso führt das Rätselhafte, das kriminalistischen Fällen eigen ist, zu assoziationsreichen Arbeiten zwischen Realität und Fiktion. Auch mit (pseudo-)wissenschaftlichen Verfahren, speziellen Bildtechniken und performativen Interventionen werden irritierende Situationen geschaffen. Es stellt sich die (fotografische) Frage: Was ist Realität und was Inszenierung – und ist die Inszenierung nicht auch Realität?


Dominik Buda zeigt in seinem Künstlerbuch Vollzeit zwölf in mondlosen Nächten entstandene Bilder von leuchtenden Turmuhren in Wien. Vom richtigen Standpunkt aus fotografiert, erinnern einige aufgrund ihrer hohen Position an einen Vollmond. Es entsteht – auch durch die bewusst gewählte Technik der Schwarz-Weiß-Kopie, die die Bildqualität stark vermindert – die Illusion einer glaubhaften Situation, einer romantischen Vollmondnacht, die vor allem im letzten Bild aufgeht. Buda verweist hiermit auch auf die auf Zeitungspapier gedruckten Pressefotos, die ohne beschreibenden Kontext oft nicht deutlich erkennbar sind. Zudem enthalten diese Bilder zwischen Realität und Fiktion zahlreiche Verweise auf den Mond, der durch seine Zu- und Abnahme selbst Zeitanzeiger ist sowie als beeinflussender Faktor des irdischen Lebens gilt, was ihn wiederum zu einem Bilderdruck bei Vollmond veranlasst hat. Die Auflage von 40 Stück entspricht der  üblichen „vollen“ Arbeitszeit, also 40 Stunden pro Woche.

Prosthesis – Simulation kit of externalised human brain tissue von Antye Guenther setzt sich mit dem zeitgenössischen Verlangen nach Hirnleistungssteigerungen aus semi-faktischer Perspektive auseinander und hinterfragt mögliche Konsequenzen, die eine Erhöhung der Hirnfunktion sowohl für den Einzelnen als auch für (zukünftige) Gesellschaften nach sich ziehen könnte. Das Narrativ einer südkoreanischen Forschungsgruppe, die begonnen hat, mit der Externalisierung von zur Proliferation angeregter Hirnsubstanz zu experimentieren — basierend auf der Annahme, dass neuronale Regeneration, Proliferation und Konnektivität in der neurowissenschaftlichen Literatur umfangreich beschrieben wurden — wird innerhalb einer Performance-Lecture aufgefaltet. Diese wird sich auch mit externalisierter Hirnmasse als Modeerscheinung und den Problemen, die das zunehmende Auftreten von chinesischen Bootleg-Versionen nach sich ziehen werden, beschäftigen. Wenn wir unsere Körper so einfach verändern können wie wir unsere Kleidung wechseln, was sollte uns davon abhalten, genau dies dann auch zu tun?

In ihren Filmen führen Harald Hund und Paul Horn lustvoll räumliche Verhältnisse, physikalische Gesetze und die gängige Vorstellung von Normalität ad absurdum. Das zehnminütige Video Apnoe – Teil der „Wohnserie“, in der sie aufwändig Alltagsstiuationen von Menschen unter absurden Bedingungen inszeniert haben –, beschreibt vordergründig den Tagesablauf einer „normalen“ Familie. Diese ist jedoch geänderten Schwerkraftbedingungen unterworfen und hat somit große Probleme bei der Bewältigung ihrer alltäglichen Tätigkeiten wie Essen, Zähneputzen oder Frühstücken. Das Familiengefüge gerät allmählich ins Wanken und vorgeprägte Muster und Verhaltensweisen beginnen sich aufzulösen. "Hund & Horn entwerfen mit dem Film eine Art Mikrodrama, das mittels Absurdität und Slapstick und vor allem ohne Belehrung den Schorf der vermeintlich heilen Welt abkratzt“ (Irene Müller).

Die Arbeiten von Jana Müller basieren auf systematisch von ihr angelegten Bildarchiven von Objekten, wobei durch ihre künstlerische Bearbeitung eine zunehmende Abspaltung des Abbildes von der Realität eintritt. „Stattdessen treten Bilder als Zeichen auf, die parallel oder gemeinsam mit den Dingen im beengten Milieu aquarienhafter Kuben oder zwischen Glasscheiben wie Proben unterm Mikroskop präsentiert werden“ (Susanne Prinz). Jana Müller scheint sich zu den dunkelsten Seiten des Menschen und der Gesellschaft hingezogen zu fühlen, ebenso wie zu allen Manifestationen des Unbewussten und Unheimlichen, besonders wenn sie hinter der Fassade der Normalität lauern. Die in der FOTOGALERIE WIEN präsentierte Installation, auf der Basis von Fotografien eines Pressearchivs aus Los Angeles, führt den Besucher in einen hypothetischen Tatort, in dem Objekte und Bilder als rätselhafte Indizien erscheinen; Spuren, die den Betrachter auffordern, sich bei der Suche nach der Wahrheit, die real oder mutmaßlich ist, frei in Beziehung zu setzen.
 
Die Serie Heavyside von Kevin Kirwan bezieht sich auf einen Krater auf der Rückseite des Mondes. Dieses Andere, die unsichtbare, bedrohliche Seite von etwas sonst Vertrautem zieht sich durch die gesamte Serie, bestehend aus Fotos, Video und Objekt, und erzeugt eine melancholische Spannung. Diese findet sich ähnlich in den meditativen, vielseitig interpretierbaren Landschaftsaufnahmen von Heavyside. Viele der in den Fotografien und auch in dem Video Cathedral Rock gezeigten Orte sind ruhig und kontemplativ: von einem mit Flechten bedeckten Friedhof in der Nähe eines buddhistischen Tempels in Japan bis zu einem Zierbau aus dem 19. Jahrhundert im Park eines Vororts von Dublin. Diese monochromatischen Szenarien erinnern an Bilder aus der Horrorliteratur des 20. Jahrhunderts, die ihre Wurzeln in der örtlichen Historie und Psychogeografie haben und leise mit den an der Oberfläche kaum sichtbaren, geisterhaften Spuren der jüngsten Geschichte mitschwingen.

Claudia Rohrauer interessiert sich für den scheinbaren Beweischarakter, der dem Sofortbild wohl aufgrund der Unmittelbarkeit der Bildentstehung in besonderem Maße zugeschrieben wird. Als Basis ihrer Arbeiten (Evidence, Twin Sun) dienen ihr persönliche Reisebilder. Jene eigentümliche Aura, die der Sofortbild-Ästhetik anhaftet, verselbstständigt sich während der Entwicklungszeit: Solarisationen und Fehlfarben, chemische Manipulationen durch den Hersteller und handwerkliche Fehlgriffe, wie unbeabsichtigte Doppelbelichtungen, transformieren den klassischen Reiseschnappschuss weg von der Abbildung eines tatsächlich existierenden Ortes. Der ursprüngliche Eindruck wird derartig verfremdet, dass im Zusammenspiel mit der Imagination fast schon automatisch utopisch-dystopische Vorstellungen provoziert werden. Die Sofortbilder werden zu un-möglichen Dokumenten, die jegliches Bedürfnis nach einem Wahrheitsversprechen der Bilder ins Absurde führen. Und dennoch könnte für den Bruchteil einer Sekunde das "Es-ist-so-gewesen" – ein Hauch von Realität – blitzartig auftauchen und im selben Moment wieder verschwinden.

In ihrer filmischen Installation Ich floh davor ins Kino, wo die Farben besser waren als in der Realität rekonstruiert Viktoria Schmid das Verfahren des Physikers James Clerk Maxwell, mit dem 1861 das erste Farbfoto auf Basis des additiven Farbmischverfahrens entstand. Schmids Arbeit überträgt das frühe fotografische Farbfilmverfahren als Filminstallation in den Raum. Der gleiche Bildausschnitt wird dreimal hintereinander in derselben, fixen Kameraeinstellung durch je einen grünen, blauen und roten Farbfilter auf 16mm-Schwarz-Weiß-Film belichtet. Dadurch weicht jede Aufnahme zeitlich voneinander ab und resultiert in einer Abweichung der herkömmlichen Farbdarstellung. Die Filme werden als Loops durch den jeweils entsprechenden farbigen Filter projiziert und in unterschiedlichen Stadien des Überlappens auf drei Projektionsebenen sichtbar. Beim Erkunden des Installationsraums erläutert sich das Verfahren den BesucherInnen. Durch ihre Interpretation des wissenschaftlichen Farbfilmverfahrens erschafft Schmid einen wundersamen Raum, indem das Wasser in Farben fern von der Alltagswahrnehmung glitzert.

The Collapse of Cohesion ist eine Kurzfilmserie von Levi van Veluw auf der Basis von Zeichnungen; eine davon zeigt einen Raum mit extrem hohen Regalen, in denen mehr als 1500 Ikosaeder platziert sind. Das gesamte Gefüge wird durch die Regalkonstruktion und die Schwerkraft zusammengehalten, wobei ein ständiger Urkampf zwischen dem Wunsch nach Ordnung und den Kräften der Natur stattfindet. Plötzlich wird dieses Gleichgewicht gestört und die Regale beginnen zu kippen. Die symmetrischen Formen der Ikosaeder geraten außer Position, die Schwerkraft übernimmt, die Ordnung wird zum Chaos. In Zeitlupe gefilmt wird der nur wenige Sekunden dauernde Moment zu einem minutenlangen Schauspiel und schafft eine neue Realität. Die Ikosaeder schweben rotierend durch die Luft, das Glitzern des Lichts, das auf ihren Flächen reflektiert wird, enthüllt deren Symmetrie in ihrer ultimativen Form – völlig frei, auf der Suche nach einer neuen Ordnung.

Petra Noll-Hammerstiel, im Namen des Kollektivs

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VORSCHAU
THE POETICS OF SCIENCE
Internationale Gruppenausstellung
Eröffnung: Montag, 28.01.2019
Ausstellungsdauer: 29.01.–2.03.2019

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DOMINIK BUDA, ANTYE GUENTHER, HUND & HORN, KEVIN KIRWAN,
JANA MÜLLER, CLAUDIA ROHRAUER, VIKTORIA SCHMID, LEVI VAN VELUW

Opening
: Monday, 26 November at 7 p.m.
Introduction: Petra Noll-Hammerstiel
Duration: 27 November 2018 – 19 January 2019

sponsored by: BKA Österreich; MA7-Kultur; Cyberlab


The artists of the Miro Mondo exhibition open up whimsical, mysterious, sometimes surreal and fantastical worlds which irritate our preconceived picture of the world. On one hand there are staged scenes or set pieces of realities which are montaged into new and unfamiliar visual worlds. This comes about when, for example, physical laws such as gravity or preconceived notions of space are negated, destabilising balance and order. On the other hand there are images from (sometimes nocturnal) reality which appear mystical because of particular light incidents or because they show strange places that actually exist but are never (or only rarely) seen or which apparently prove the existence of life on Mars. Equally, the baffling quality inherent in criminal cases leads to richly associative works situated between reality and fiction. Furthermore, (pseudo) scientific procedures, special imaging techniques and performative interventions generate irritating situations. This raises the (photographic) question: what is reality and what is staged – and is a staged situation not reality too?

In his artist’s book, Vollzeit Dominik Buda presents twelve pictures of illuminated clock towers in Vienna taken on moonless nights. Photographed from the right place, some of them are reminiscent of a full moon because of their elevated position. The illusion is created – also by the consciously chosen technique of the black and white copying that produces low quality images – of a plausible situation, a romantic night with a full moon on the rise, especially in the final image. Here, Buda makes reference to the press photos on newsprint which are often not clearly recognisable without their descriptive captions. In addition these images situated between reality and fiction contain numerous references to the moon which, with its cycle of waxing and waning, is a clock in itself as well as being an influential factor on life on earth. That, in turn, has led the artist to print the images during a full moon. The edition of 40 prints corresponds with the ‘full’ working week of 40 hours.

In Prosthesis – Simulation kit of externalised human brain tissue Antye Guenther deals with the possibilities of brain alteration from a semifactual perspective and questions the implications brain enhancements might have on the individual as well as (future) societies. The narrative of a South Korean research team, that experiments with externalising human brain matter, based on the assumption of widely described successful attempts to increase neurone proliferation and connectivity, will be unfolded and extended within a performative lecture to also talk about brain extensions as fashion items and the issues that will raise from the increasing occurrence of Chinese bootleg versions. If you can change your body as easily as you change your clothes, why wouldn’t you?

In their films Harald Hund and Paul Horn take great pleasure in carrying spatial relationships, physical laws and conventional ideas of normality to the point of absurdity. The ten minutes video, Apnoe – part of the Wohnserie in which they staged complex everyday situations with people under absurd conditions – superficially follows the daily routine of a “normal” family. This, however, is subject to altered gravitational conditions and thus presents significant problems in carrying out such everyday activities as eating, teeth cleaning or having breakfast. The structure of the family gradually begins to waver and predetermined patterns and behaviours begin to dissolve. “With their film Hund & Horn sketch out a micro-drama that uses absurdity and slapstick, scratching open the scab on an allegedly ideal world and, above all, doing so without being pedantic.” (Irene Müller)

Kevin Kirwan´s series Heavyside, consisting of photographs, a video and objects, takes its title from a crater on the far side of the moon. This sense of the other, the unseen side of something so familiar and looming creates a melancholy tension that runs through the work. The pensive landscapes presented in Heavyside share a similar language and offer multiple readings of place. As also in the looping video Cathedral Rock, many of the locations portrayed in the photographs are quiet, contemplative spaces, from a lichen-covered graveyard near a Buddhist temple in Japan, to a 19th century folly located in the grounds of a suburban Dublin park. These monochromatic scenarios echo images conjured in 20th century horror literature, rooted in local events and psychogeography, quietly resonating with the spectral traces of recent history barely visible on surfaces.

Jana Müller’s works are based on a picture archive of objects she has systematically created. During the process of her reworking of them, the images undergo an increasing divorce from reality. “Instead, the images perform as signs in parallel or together with things in a limited environment of aquarium-like cubes or between sheets of glass as if they were specimens to be seen under a microscope” (Susanne Prinz). Jana Müller appears to be attracted by the darkest aspects of humans and society as well as to all the manifestations of the unconscious and uncanny, especially those that lurk behind the facade of normality. The installation being presented at the FOTOGALERIE WIEN is based on photographs of a Los Angeles press archive and leads the visitor into a hypothetical crime scene where there are enigmatic pieces of evidence in the form of objects and pictures, clues that invite the viewer to freely relate to the search for truth that may be real or putative.

Claudia Rohrauer is interested in the apparently evidential nature of instant pictures which, because of the immediate picture generation, is ascribed to them in a large measure. Personal travel images form the basis for her works (Evidence, Twin Sun). The typical aura of instant picture aesthetics comes into its own during developing time: solarisation and colour errors, chemical manipulation by the producer and manual manipulation mistakes such as unintended double exposures transform the classic travel snapshot out of being the depiction of an actually existing place. The original impression is so distorted that when interacting with the imagination, it almost automatically provokes a utopian/dystopian mental image. The instant pictures become im-possible documents which take any longing for a promise of truth to absurd lengths. But nevertheless a split-second “that’s-how-it-was” – a hint of reality – flashes into being only to instantly disappear.

In her filmic installation, Ich floh davor ins Kino, wo die Farben besser waren als in der Realität Viktoria Schmid reconstructs the process employed by physicist James Clerk Maxwell in 1861 when he made the first colour photograph using additive colour mixing procedures. Schmid’s work transfers the early photographic colour film process into the gallery space as a film installation. The identically framed subject is exposed three times using fixed camera settings and green, blue and red colour filters for consecutive exposures on 16mm black and white film. This means that the individual exposure  differs in time and that results in a divergence from a standard colour depiction. The films are projected as loops through the corresponding colour filter and are visible on three levels of projection, in differing states of overlapping. Exploring the room with the installation explains the process to the visitor. By interpreting the science of the colour film process Schmid creates a miraculous room in which water shimmers in colours far removed from everyday perceptions.

The Collapse of Cohesion is a series of short films by Levi van Veluw, based on drawings. One of the drawings presents an image of an archive room, filled with large structures of cabinets containing more than 1500 neatly arranged icosahedrons. The whole arrangement is held in place by the very structure of the cabinets and the force of gravity, in a fundamental and continuous on-going struggle between the desire for order and the forces of nature. An unknown cause upsets this equilibrium and the cabinets are made to topple over. The symmetrical forms are no longer held in place, gravity takes over, order is turned into chaos. The time of the event is stretched; the moment measured in seconds becomes a minute-long occurrence and forms a new reality. The icosahedrons float through the air, rotating, the glistening of the light that reflects on their 20 faces reveals their symmetry in its ultimate form - entirely free, in search of a new order.

Petra Noll-Hammerstiel, for the collective

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PREVIEW
THE STARS LOOK SO DIFFERENT TONIGHT

Anthony Carr (UK), Nikolaus Gansterer (AT),
William Mokrynski (UK), Andreas Müller (AT),
Sheung Yiu (HK)
Opening: Monday, 28 January 2019 at 7 p.m.
Duration: 29 January – 2 March 2019