Presse

Judith Huemer
aus der Serie: "wornout 1997–2012", 2016, "wornout 2010" Pigment-Print, 120 x 115 cm
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Judith Huemer
aus der Serie: "wornout 1997–2012", 2016, "wornout 2004" Pigment-Print, 120 x 115 cm
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Hermes Payrhuber
aus der Serie: "Rien-Larache", 2016 C-Print, 213 x 152 cm
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Hermes Payrhuber
aus der Serie: "Rien-Larache", 2016 C-Print, 213 x 152 cm
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Elizaveta Podgornaia
aus der Serie: "Ochre, Canvas, Focus, Loop: Ohne Titel (Venus I)", 2017 Digitaler C-Print, 90 x 70 cm
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Hessam Samavatian
aus der Serie: "Gipstafeln", 2018 Fotoemulsion auf Gips, 24 x 18 cm
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Hessam Samavatian
aus der Serie: "Gipstafeln", 2018 Fotoemulsion auf Gips, 24 x 18 cm
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Ozan Turkkan
Still aus: "Animum Fractum", 2018 VR- & Video-Installation, Stereo-Sound, 03:04 min., Loop
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Sophia Uckmann
"CYANOTYPES (Back)", 2018 Reproduktion der Vorder- und Rückseite einer 24 x 18 cm großen Cyanotypie auf 300 g/m2 Aquarellpapier
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Sophia Uckmann
"CYANOTYPES (Front)", 2018 Reproduktion der Vorder- und Rückseite einer 24 x 18 cm großen Cyanotypie auf 300 g/m2 Aquarellpapier
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Patrick Winkler
aus der Serie: "Documentary of a well-known object becoming a sculpture", 2018 C-Print, 45 x 30 cm
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Ausstellungsansicht Fotogalerie Wien
Foto: Michael Michlmayr
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Ausstellungsansicht Fotogalerie Wien
Foto: Michael Michlmayr
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Ausstellungsansicht Fotogalerie Wien
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Ausstellungsansicht Fotogalerie Wien Kino
Foto: Michael Michlmayr
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ABSENT

26.03.2019

ABSENT

JUDITH HUEMER (AT), HERMES PAYRHUBER (AT/US), ELIZAVETA PODGORNAIA (RU/AT), HESSAM SAMAVATIAN (IR/AT), OZAN TURKKAN (TK/AT), SOPHIA UCKMANN (DE/AT), PATRICK WINKLER (AT)

Eröffnung: Mittwoch, 24. April 2019 um 19.00 Uhr
Einführende Worte: Petra Noll-Hammerstiel
Ausstellungsdauer: 25.04.–25.05.2019

sponsored by: BKA Österreich; MA7-Kultur; Cyberlab
 
Transformatorische Prozesse, die einhergehen mit der Auflösung oder der Abstrahierung bzw. Mutation von Form, um daraus neue Formgebungen zu gewinnen, bestimmen die Arbeiten der ausstellenden KünstlerInnen. Die „abwesende Form“ ist oftmals der Körper, von dessen Präsenz nur noch Spuren, Abdrücke, Fragmente zeugen, aus denen wiederum Bilder von minimalistisch-skulpturaler Qualität entstehen. Die KünstlerInnen bewegen sich in den Bereichen zwischen Materialität und Immaterialität, Fläche und Raum, innen und außen, positiv und negativ. Neben der Beschäftigung mit Form-Nichtform liegt den Transformationen die Auseinandersetzung mit der Existenz – deren Charakteristikum und Triebkraft die Unbeständigkeit, die ständige Veränderung ist – wie auch mit sozialen, künstlerischen und nicht zuletzt fotografischen Prozessen zugrunde.  
 
Judith Huemer präsentiert die work-in-progress-Fotoserie wornout. Textile Arbeiten sind von Anfang an in ihrem feministisch geprägten Werk von großer Bedeutung. Für diese Serie hat sie farbige Strümpfe und Strumpfhosen, die von ihr über Jahre getragen und aussortiert wurden, zu einem stetig wachsenden Knäuel gewickelt und die einzelnen Stadien der Transformation bzw. des Wachstums fotografisch festgehalten. Es ist nicht nur eine Auseinandersetzung mit Skulpturalität im zweidimensionalen Bild sowie mit malerischen Aspekten, sondern auch mit verstreichender (Lebens-)Zeit. „Wie Jahresringe an einem Baum legt sich eine Schicht um die nächste, bewahrt die darunterliegende – so wie sich Erlebtes festsetzt und eine Persönlichkeit prägt“ (Nina Schedlmayer). Der Körper der Künstlerin ist abwesend; nur an wenigen Stellen sind Abdrücke ihrer Füße wahrnehmbar. Dennoch beinhaltet jedes der Strumpfknäuel etwas von ihrem gelebten Leben und von ihrer Identität.

Mit Arbeiten aus seiner großformatigen Serie von Digitaldrucken, Rien-Larache, geht Hermes Payrhuber an die Grenzen des Existentiellen. Die Prints zeigen die extrem vergrößerten Oberflächen von klebrigem Papier eines Kleiderfusselrollers mit Haaren, winzigen farbigen Fäden, Haut- und Staubteilchen sowie anderen mikrokosmischen Rückständen. Durch die Materialisierung dieser „überflüssigen“, ephemeren Abfälle der Reinigung von Kleidung verweist Payrhuber unmittelbar auf die Existenz bzw. auf den abwesenden Menschen. Payrhuber geht wie ein Forensiker vor, aber auch mit viel Ironie in Bezug auf die formale Methode. Durch die fotografische Transformation der Rückstände, die für das Auge nicht sofort sichtbar sind, in einen Makrobereich stimuliert er im Unterbewusstsein liegende Emotionen. Die abstrakt-expressiv wirkenden Bilder eröffnen eine Welt zwischen Ästhetik/Sinnlichkeit und Ekel, Leben und Vergänglichkeit, Präsenz und Absenz. „Eine Fotografie“, so Payrhuber, „kann uns zeigen, was unsere Augen nicht sehen können (…), kann ein Ereignis herstellen und Bedeutung erzwingen (…). Sie kann verführen oder abstoßen.“ 

In der fotografischen Serie Ochre, Canvas, Focus, Loop beschäftigt sich Elizaveta Podgornaia mit fotografischen Prozessen in Verbindung zu anderen Medien. Mit Objekten, Stoff und Farbe schafft sie neue Konstruktionen und Räume, die fotografisch in die Zweidimensionalität überführt werden. Sie ist demnach zuerst Bildhauerin, die die Konstruktionen baut, dann Malerin, die die Farbe aufträgt und zuletzt Fotografin, die das Licht setzt sowie Auswahl, Ausschnitt und Größe des Fotos bestimmt. Die Fotografien werden nicht digital nachbearbeitet. Ihre Arbeitsweise ist die der Mutation von Form, die Transformation realer, alltäglicher Materialien, aus denen abstrahierte, ästhetische Kompositionen entstehen. In diesen sind die Materialität bzw. die Strukturen der Stoffe und die aufgetragene Farbe sichtbar, aber das Bild als solches ist nicht eindeutig zuzuordnen. Podgornoia setzt sich mit der menschlichen Wahrnehmung in unserer Welt der Bilderflut auseinander und untersucht das Verhältnis von Realität und fotografischem Bild.
 
Hessam Samavatian zeigt mit Fotoemulsion beschichtete und in einem eigens entwickelten Verfahren belichtete sowie teilweise auch bemalte Gipstafeln. Es geht ihm, was die Motive auf den Tafeln anbelangt – Fotografien aus dem Besitz seines Großvaters –, um die Auseinandersetzung mit seiner Biografie, aber auch sehr stark um Form und Negativform, Präsenz und Absenz sowie um die Transformation von Materie von einem Zustand in den anderen. Als Negativform für die Gipstafeln dienten Fotoschachteln. Das Interessante am Gips, einem beliebten Material für Abgüsse und Negativformen, sind für Samavatian dessen konträre Zustände: Anfangs ist Gips geschmeidig, nach dem Aushärten jedoch spröde und zerbrechlich. Als Träger für autobiografische Aufzeichnungen geht Hessam Samavatian von diesen beiden Eigenschaften aus. Er sieht eine Parallele zum fotografischen Lichtabdruck, der konkrete Erlebnisse aufzeichnen kann. Und er vergleicht die Brüchigkeit des Materials mit der Entwicklung von Leben, das ebenso von durchgehenden Linien wie Brüchen gekennzeichnet ist. 
 
Ozan Turkkan konzentriert sich in seiner Arbeit auf experimentelle Medien und digitale Künste mit Fokus auf Virtual Reality-Erfahrungen und interaktiver Kunst. Bewegte Bilder und Bewegung versteht er als Spiegelung einer unbeständigen Existenz. Im Kino zeigt er die Virtual Reality-Installation Animum Fractum, die mit generativen 3D-Fraktalbildern unter Verwendung neuronaler Daten hergestellt wurde. Fraktal ist ein Begriff des Mathematikers Benoît Mandelbrot (1975), der bestimmte natürliche oder künstliche Gebilde oder geometrische Muster bezeichnet. Vereinfacht gesagt, ist eine fraktale Figur eine geometrische Figur, die in allen Teilen das gleiche Muster wiederholt. Das heißt, je näher man der Figur kommt, desto mehr sieht man die Wiederholung derselben Figur. Die Figur ähnelt sich selbst und wiederholt sich unendlich oft. In der Installation wird der Mensch diesem Phänomen ausgesetzt. Er befindet sich durch die 3D-Animation mitten im Geschehen und ist dennoch außerhalb davon.

Bei Sophia Uckmanns Werkgruppe Cyanotypes handelt es sich um gefaltete Cyanotopie-Unikate, die als Objekte präsentiert werden. Obwohl üblicherweise bei Cyanotypien meist nur die Vorderseite beschichtet und belichtet wird, sensibilisiert Uckmann beide Seiten des Trägermaterials und ist somit in der Lage, eine dreidimensionale Fotografie, die ihren gesamten Umraum aufnimmt, anzufertigen. Im Falle der Cyanotypes bearbeitet sie das Papier nach der Sensibilisierung und formt es zum Objekt. Durch die Entwicklung im Sonnenlicht wird das Trägermaterial somit gleichsam zum Bildinhalt und zum eingeschriebenen Objekt selbst. Uckmann geht es um eine Befragung des fotografischen Materials, um die Fotografie an sich. Aus der materialbasierten Abstraktion, die sie vornimmt, erarbeitet sie ein neues Bild, eine spezifische Form, die auch auf die Herstellung verweist. Versteht man die Abstraktion als Konzentration auf das Wesentliche, verbleiben Licht, lichtsensibles Papier und Zeit als mögliche Parameter der künstlerischen Handlung.

In der seit 2012 stetig wachsenden Fotoserie Documentary of a well known object becoming a sculpture ent- und verwirft Patrick Winkler Raumkonzepte auf der Basis einer Auseinandersetzung mit Form bzw. Nicht-Form. Das jeweils im Zentrum der Fotos abgebildete Objekt, ein Fundstück aus dem öffentlichen Raum, in dem es entsorgt oder als temporäre Schlafstätte genutzt wird, entwickelt sich nach diversen transformatorischen Eingriffen – wie der Manipulation der sichtbaren Kanten – zu einer skulpturalen abstrakten Form. Der reale Hintergrund der Fotos wurde in einen schwarzen Raum verwandelt – ein „Nicht-Raum“ jenseits unserer Wahrnehmung von Perspektive. Die Arbeit versteht sich als Dokumentation eines plastischen Prozesses, aus dem ein neues räumliches Gefüge hervorgeht. Die Spuren auf der Oberfläche der Objekte verweisen auf die Abwesenheit des Körpers und lassen einen sozialen Hintergrund assoziieren. Durch das Abbild aber wird das Objekt auch von seinen Inhalten befreit und kann als Skulptur wirken.

Petra Noll-Hammerstiel, im Namen des Kollektivs

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VORSCHAU
 
PROPELLER
Kunststudierende in Österreich

Eröffnung: Montag, 3. Juni 2019 um 19.00 Uhr
Einführende Worte: Johan Simonsen
Ausstellungsdauer: 4.6.–6.7. 2019
 
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Wir freuen uns, folgende Teilnahme und Ausstellung anzukündigen:
 
Festival Musrara Mix 2019
und Ausstellung WHISPERS, New Gallery, Musrara, Jerusalem
28.–30.5.2019 (Festival) – 28.5–26.6.2019 (Ausstellung)
 
WHISPERS
Alexandra Baumgartner, Miriam Bajtala, Christiane Peschek,
Ozan Turkkan, Eva Würdinger, Anna Vasov
kuratiert von: Susanne Gamauf und Johan Nane Simonsen
 

MUSRARA
The Naggar Multidisciplinary School of Art and Society
9 Haayin Het st. P.O.B. 32356, Jerusalem, Israel
www.musrara.org
 
Dank an: Musrara und das Österreichische Kulturforum Tel Aviv

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ABSENT

JUDITH HUEMER (AT), HERMES PAYRHUBER (AT/US), ELIZAVETA PODGORNAIA (RU/AT), HESSAM SAMAVATIAN (IR/AT), OZAN TURKKAN (TK/AT), SOPHIA UCKMANN (DE/AT), PATRICK WINKLER (AT)

Opening: Wednesday, 24 April at 7 p.m.
Introduction: Petra Noll-Hammerstiel
Duration: 25 April – 25 May 2019

sponsored by: BKA Österreich; MA7-Kultur; Cyberlab

The exhibiting artists’ works are defined by a concern with transformational processes relating to the dissolution, abstraction or mutation of form so as to elicit new formal principles. The “absent form” is often a physical body the presence of which is only in evidence in traces, impressions or fragments and it is from these that pictures are created that display minimalist sculptural qualities. The artists act in regions situated between the tangible and the intangible, surface area and three dimensional space, within and without, positive and negative. Alongside the occupation with form and its absence, the transformations are based on an engagement with the existence, whose characteristics and motive power are volatility and the continuous change, as well as on social, artistic and (not least) photographic processes.
 
Judith Huemer is presenting the work-in-progress photo series, wornout. Right from the beginning textile works have been crucially important in her oeuvre that is strongly influenced by feminism. For this series she made a ball of coloured stockings and tights she had worn and discarded over the years, photographically recording its continuous growth at different points in its transformation. This is not only an investigation of sculptural form in a two-dimensional image and painterly aspects but also of the passing of (a life) time. “Like the annual rings of a tree, layer is placed upon layer, preserving the previous ones, similar to experience settling into and influencing a personality” (Nina Schedlmayer). The artist’s body is absent; the impressions of her actual feet only perceptible in a few places. Nevertheless, every part of the ball of stockings embodies something of her life and her identity.

With the works from his large format series of digital prints, Rien-Larache, Hermes Payrhuber pushes against the limits of existence. The prints show the greatly enlarged surface of the adhesive paper of a lint roller with hairs, tiny coloured threads, skin and dust particles as well as other microscopic residues. By materialising this “superfluous”, ephemeral waste matter from cleaning clothes, Payrhuber makes a direct reference to the existence (or absence) of the human being. He proceeds like a forensic investigator but also with a considerable amount of irony in relation to the formal methodology. His photographic transformation on a macro-level of the residues, which are not immediately visible to the naked eye, stimulates subconscious emotions. The abstract and expressive images open up a world between aesthetics/sensuousness and disgust, life and ephemerality, presence and absence. “A photograph,” says Payrhuber, “can show us what our eyes cannot see (. . .) can create an event and impose meaning (. . .). It can seduce or repel.”

In the photo series, Ochre, Canvas, Focus, Loop Elizaveta Podgornaia is concerned with the photographic process in connection with other mediums. With objects, fabrics and colour she creates new constructions and spaces that are transposed into two dimensions. Accordingly, she is first a sculptor who makes constructions, then a painter who applies colour and finally a photographer who sets the lighting and determines the selection, framing and size of the photographs. The photographs do not undergo postproduction digital manipulation. Her way of working mutates form, transforming real, everyday materials from which abstract, aesthetic compositions are created. The materiality or the structures of the fabric and the paint she applies to them are visible, though the picture itself cannot be unequivocally assigned. Podgornaia engages with human perception in a world flooded by images and examines the relationship between reality and the photographic image.

Hessam Samavatian is showing plasterboard panels which have a layer of photo emlsion and have been exposed according to a process he personally developed. They are also partially painted. As for the subject matter of the panels – photos owned by his grandfather – he is concerned with issues of his biography but is also strongly engaged with form and negative form, presence and absence and the transformation of material from one state into another. Photo boxes served as the negative form for the plasterboard panels. For Samavatian, the interesting thing about plaster, one of the most popular materials for casts and moulds, is the inherent paradox of states: initially plaster is smooth and pliable but after it has hardened it becomes fragile and brittle. Hessam Samavatian employs both these characteristics as an appropriate support for his autobiographical chronicle. He sees parallels with photographic prints which can record concrete experiences and compares the fragility of the material to the development of life which is equally marked by lines of continuity and fractures.

In his work Ozan Turkkan concentrates on experimental media and digital art with a focus on virtual reality experiences and interactive art. He considers moving images and movement as the mirror of the impermanence of existence. In the gallery cinema he is showing the virtual reality installation, Animum Fractum, that was made with generative 3D fractal images using neuronal data. Fractal is a term invented by the mathematician Benoît Mandelbrot (1975) and defines certain natural or artificial forms or geometric patterns. Put simply, a fractal is a geometric form in which all parts replicate the same pattern. This means that the closer one comes to the figure, the more one sees the repetitions of the same figure. The figure resembles itself and repeats itself to infinity. In the installation the viewer is subjected to this phenomenon. The 3D animation places him/her in the middle of events but it is nevertheless external to them.

Sophia Uckmann’s group of works, Cyanotypes, consists of unique, folded cyanotypes which are presented as objects. Although cyanotypes are normally coated and exposed on one side only, Uckmann sensitises both sides of the substrate and is therefore in the position of being able to make three-dimensional photographs that enclose their whole surroundings. In the case of the cyanotypes she works with the paper after it has been sensitised and forms it into an object. By developing it in sunlight the substrate material becomes a substantive part of the image and an inscribed object itself. Uckmann is concerned with interrogating the photographic material and with the essence of photography. She generates a new image from the material-based abstraction she undertakes, a specific form that references the process of production. If one understands abstraction as the concentration on what is essential, then light, light-sensitive paper and time become the possible parameters of artistic action.

Since 2012, Patrick Winkler has been involved with his ever growing photo series, Documentary of a well-known object becoming a sculpture in which, on the basis of his concern with form and non-form, he composes and decomposes spatial concepts. The depicted object at the centre of his photos was found in public space, having been discarded or used as a temporary sleeping place. Following diverse transformational interventions – the manipulation of its visible edges, for example – it develops into an abstract sculptural form. The real background of the photographs has been transformed into a black space – a non-space outside of our perceptions of perspective. The work can be understood as the documentation of a plastic process that results in a new spatial structure. Traces left on the surface of the object are references to the absence of a body and allow associations with a social background. Becoming an image also frees the object of its substantive character enabling it to emerge as a sculpture.

Petra Noll-Hammerstiel, for the collective

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PREVIEW
 
PROPELLER
Art Students in Austria

Opening: Monday, 3 June 2019 at 7 p.m.
Introduction: Johan Simonsen
Duration: 4 June –6 July 2019
 
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We are pleased to announce the following participation and exhibition: 
 
Festival Musrara Mix 2019
and exhibition WHISPERS, New Gallery, Musrara, Jerusalem
28–30 May 2019 (festival) – 28 May–26 June 2019 (exhibition)
 
WHISPERS
Alexandra Baumgartner, Miriam Bajtala, Christiane Peschek,
Ozan Turkkan, Eva Würdinger, Anna Vasov
curated by: Susanne Gamauf and Johan Nane Simonsen
 

MUSRARA
The Naggar Multidisciplinary School of Art and Society
9 Haayin Het st. P.O.B. 32356, Jerusalem, Israel
www.musrara.org
 
thanks to: Musrara and the Austrian Culture Forum, Tel Aviv

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