Presse

ANAHITA ASADIFAR
Still aus:" A student kept herself busy learning about photography whilst not doing photography", 2018 HD-Video, Ton, 05:10 min
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GAŠPER KUNŠIČ
aus: "ENTHUSIASTIC GAZE", 2018 Künstlerbuch, DIN A4, 36 Seiten, Auflage 50
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MARIYA VASILYEVA
Still aus: "Altar", 2018 Einkanalvideo, Ton, 06:15 min., Loop
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ANGELIKA WIENERROITHER
aus: "Es wird dagewesen sein", 2017 Fine Art-Print, 45 x 30 cm
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LIM JANG
"우리들을 무찌르자 (DEFEAT US); uoaea", 2019 Digitale Collage, DIN A0
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JOJO GRONOSTAY
aus: "Dead White Men’s Clothes", fortlaufende Serie seit 2017
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TOBIAS IZSÓ
"Etwas Tot-Denken", 2018 Pigment-Prints, PVC-Boden, Holzpsyche
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SUCHART WANNASET
Still aus: "HERRSCHAFT", 2017/2018 Video aus Super 8- und Normal 8-Found Footage-Filmen, digitalisiert, Ton, 08:00 min
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JOACHIM BŘGEDAL
aus: "Stream of Consciousness", 2018 C-Prints, je 90 x 72 cm
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MORITZ MATSCHKE
aus: "Zug Vogel Mensch", 2018/19 Fotografien, Video und Objekt
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ERLI GRÜNZWEIL
aus: "Mundane Confusion Constant Mystification", fortlaufende Serie seit 2018
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PROPELLER

KUNSTSTUDIERENDE IN ÖSTERREICH

10.05.2019

PROPELLER  - KUNSTSTUDIERENDE IN ÖSTERREICH

NAHITA ASADIFAR, JOACHIM BØGEDAL, JOJO GRONOSTAY,  ERLI GRÜNZWEIL, TOBIAS IZSÓ, LIM JANG, GAŠPER KUNŠIČ, MORITZ MATSCHKE, MARIYA VASILYEVA, SUCHART WANNASET, ANGELIKA WIENERROITHER

Eröffnung: Montag, 3. Juni 2019, 19.00 Uhr
Einführende Worte: Johan Nane Simonsen
Ausstellungsdauer: 4. Juni – 6. Juli 2019

Begleitprogramm:
Videoscreening am Freitag, 28. Juni, 19.00 Uhr
Teilnehmende KünstlerInnen:
Anna Barbieri, definite security, 2019
Viktoria Bayer, I didn’t come here to perform, 2018
Adina Camhy, Mensch Maschine Or Putting Parts Together, 2019
Pille-Riin Jaik, Still of a house, 2018/2019
Gašper Kunšič, Awkward Silence, 2019
Hyeji Nam, 파리 PA RI, 2018
Anna Watzinger, living image_deleted, 2018

sponsored by: BKA Österreich; MA7-Kultur; Cyberlab

Die Ausstellung Propeller (von lateinisch propellere „vorwärts treiben“) zeigt eine Auswahl von Werken Studierender an österreichischen Kunsthochschulen. Die Fotogalerie Wien möchte so einerseits ihre Arbeit für ein breiteres Publikum sichtbar machen und ihnen weiters die Möglichkeit geben, den Ausstellungsbetrieb besser kennenzulernen. Wie arbeiten junge Kunstschaffende heute in den Bereichen Fotografie und Neue Medien? Für diese Generation sind digitale Bilder ebenso selbstverständlich wie gattungsübergreifendes Arbeiten – und auch der analoge Papierabzug scheint nichts von seiner Magie verloren zu haben. Die hier gezeigten Werke tragen dieser Vielfalt und Vielschichtigkeit Rechnung, sie sind dokumentarisch und manipuliert, appropriiert und inszeniert. Fotografie ist mehr als nur ein Medium, sie ist Material, Strategie und Pose.

Das Video A student kept herself busy learning about photography whilst not doing photography zeigt Anahita Asadifars Versuch, den Prozess des Fotografierens in einem erweiterten Sinn zu beschreiben. Bei Auftragsarbeiten stellt sich die Frage, wie ein unmittelbarer Umgang mit der Fotografie möglich bleibt. Die Wahl einer Wärmebildkamera bietet Asadifar einen willkommenen Perspektivenwechsel: So wie man mit der Fotokamera Licht aufnimmt, kann man hier kontrollieren, welches Spektrum von Wärmestrahlung aufgenommen wird. Das ermöglicht jenes Spiel mit Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit, welches auch dem Medium der Fotografie inhärent ist. Für ihre Videoarbeit entkontextualisiert sie Zitate großer AutorInnen der Kunst und Kunsttheorie, eignet sie sich an und verleiht so ihren Gedanken zur Fotografie Ausdruck.

Die Serie Untitled (Stream of Consciousness) von Joachim Bøgedal ist an die Erzähltechnik des Bewusstseinsstroms angelehnt, an den Versuch, die Art, wie die menschlichen Gedanken fließen, in geschriebener Form wiederzugeben. Das ungeordnete Hin- und Herspringen zwischen Wahrnehmung, Gefühlen, Erinnerungen und Reflexionen wurde von ihm in eine visuelle Form übersetzt, die diesem Spannungsverhältnis von großer Freiheit und gleichzeitiger Kontinuität Rechnung trägt. Verschiedene Orte, verschiedene visuelle Qualitäten und Stufen der Manipuliertheit kommen in einer zusammenhängenden „Geschichte“ in einer Serie zusammen. Fast alle Bilder sind mit einer analogen Großformatkamera auf Schwarzweißfilm aufgenommen und in der Dunkelkammer entwickelt worden.

DEAD WHITE MEN´S CLOTHES (DWMC) ist ein transdisziplinäres Fashion-Label von Jojo Gronostay. Die Kleidung von DWMC wurde auf dem Kantamanto Markt von Accra in Ghana gekauft. Dieser Markt ist einer der größten Sammelstellen für Secondhandkleidung weltweit. Die oft gespendeten, aus Asien, Europa, Nordamerika und Australien stammenden Kleidungsstücke werden hier wieder dem Kreislauf des Kapitalismus zugeführt. Die gebrauchte Kleidung wird in Ghana als „Obroni Wawu“ bezeichnet, was sich als „Kleidung toter weißer Männer“ übersetzen lässt. Als in den 1970er-Jahren zum ersten Mal Secondhandkleidung importiert wurde, konnten die GhanaerInnen nicht glauben, dass jemand so schöne Kleidung verschenken würde und gingen davon aus, dass die Kleidung von Verstorbenen stammte.

Mit der Serie Mundane Confusion Constant Mystification versucht Erli Grünzweil, den nichtlinearen Weg eines Jungen, der sich von seinem Herkunftsmilieu entfremdet hat, zu (re-)konstruieren. Es ist die Suche nach der eigenen Haltung und zeigt Konflikte, Gegensätze und Unsicherheiten verschiedener sozialer Milieus. Grünzweil eröffnet eine Welt, die so abstrakt und fragmentarisch ist, dass sich der/die BetrachterIn in das Bild- und Sound-Universum projizieren kann. Linsenbasierte und nicht linsenbasierte Bilder treffen aufeinander und verschwimmen. Manipuliertes erscheint glaubhaft, nicht Manipuliertes wirkt surreal. Die Fotos thematisieren die Bewältigung von verdrängter Vergangenheit, verträumter Gegenwart und verfluchter Zukunft hin zum entfernten Ziel eines glücklichen und zufriedenen Lebens.

Auch Tobias Izsó ist auf der Suche nach einer Form der Repräsentation von Gedanken. Ausgangspunkt für Etwas Tot-Denken ist eine ca. DIN A3 große Collage „aus sechs unabhängig voneinander geborenen, zusammengewürfelten Zufällen“. Durch den Zwang, die geschaffene Situation zu reflektieren und logisch zu erfassen, beginnt der Prozess der Elimination der Situation: das Tot-Denken. Das rätselhafte Bild entpuppt sich als Keimzelle für einen ganzen Werkzyklus, für eine scheinbar unkontrollierbare Dynamik der semiotischen Bezugnahmen und der medialen Vervielfältigungen. Das Spiel mit dem Bild-im-Bild-im-Bild, mit Spiegelungen und nicht zuletzt mit der Fotografie wird immer verschachtelter und ist erst recht nicht zu Ende, wenn der/die BesucherIn vor dieser raumgreifenden Installation steht und sich fragt, was hier eigentlich zu sehen ist.

Die digitale Collage 우리들을 무찌르자 (DEFEAT US); uoaea von Lim Jang betont die Eingebundenheit des Bildes in einen (medialen) Kontext. Dieser ist nie neutral und beeinflusst unsere Auffassung des präsentierten Inhalts. Jangs Themen sind das Ineinandergreifen von Politischem und Privatem, die staatliche Kontrolle über Entscheidungsfreiheit und Körper von Frauen, aber auch allgemein das wechselseitige Konfliktverhältnis zwischen Individuum und Gesellschaft. Das verwendete Foto ist das Destillat aus einem früheren Performance-Video. Der Bildausschnitt treibt die Sexualisierung von Frauen auf die Spitze, die rasierte Bikinizone verweigert sich aber der Perfektion: spitze Stoppeln bohren sich durch den Badeanzug – poetischer Widerstand der Körperbehaarung.

Das Künstlerbuch Enthusiastic Gaze ist Ergebnis von Gašper Kunšičs laufender Recherche und Materialsammlung zur Ästhetik des sozialistischen Realismus, öffentlicher Skulptur und Ornamenten aus Zentral- und Osteuropa. Die Objekte werden in einer fragmentierten und dekonstruierten Form präsentiert, neu miteinander kombiniert und unter einem Farbschema zusammengefasst. Leitthemen sind der Kontrast zwischen den starken, unversehrten Körpern der Skulpturen und den gescheiterten politischen Systemen, die sie hervorgebracht haben. Das Buch nimmt die historischen Elemente auf und versucht, sie von ihren ideologischen Rollen zu befreien und sich stattdessen auf die ästhetischen Qualitäten zu konzentrieren. Kunšič untersucht das Verhältnis zur eigenen Identität, zum öffentlichen Raum, zur Geschichte und jenem Gesellschaftssystem, das die jungen Generationen zwar nicht miterlebt haben, dessen Echo aber immer noch spürbar ist.

Moritz Matschkes Projekt Zug Vogel Mensch basiert auf einer parametrischen Reise mit einem Zugvogel für die Dauer eines Wanderzyklus’ im Jahre 2018. Sowohl Storch als auch Mensch waren mit einem GPS-Logger ausgestattet und über ein telemetrisches Signal miteinander verbunden. Ziel und Route der Reise wurden vom Vogel festgelegt. Moritz Matschke experimentiert mit verschiedenen Formen möglicher Sichtbarkeit der Beziehung Mensch-Storch. Die Fotografien erzählen zum einen von unterschiedlichen Nähe- und Distanzverhältnissen zwischen beiden. Zum anderen sind es Fotografien, die über gegenständliche und nicht-gegenständliche Artefakte des „Animal Tracking“ berichten. Hier liegt das Augenmerk auf der Fülle an AkteurInnen und ihren persönlichen Weisen, sich in den Apparatus einer praktizierten Ornithologie einzuschreiben.

Eine wichtige Referenz für die Videoarbeit Altar von Mariya Vasilyeva ist das Gemälde "Der Garten der Lüste" von Hieronymus Bosch: Der tableauartige Bildraum wird von vielen kleinen Akteurinnen bevölkert, die erst bei näherer Betrachtung das groteske Thema dieser Arbeit offenbaren. Schlüsselfigur ist die „Prolapskugel“, für die ein Pornofilm als Vorlage dient, welcher einen Rektumprolaps zeigt, einen Vorfall des Enddarms infolge harter analer Penetration – ein neuartiger Trend in der Mainstream-Pornografie. Vasilyeva versucht, den Fetischismus der pornografischen Bildsprache in einer dekonstruktiven Persiflage überzuaffirmieren – bis zu dem Punkt, an dem sie in ihr Gegenteil umschlägt: Fragmentierte Körperteile, ja sogar das Körperinnere gewinnen ein Eigenleben und werden zu Protagonisten des Geschehens.

Suchart Wannaset hat aus gefundenen Super8- und Normal8-Filmen den eindringlichen Film Herrschaft montiert. Den Bildern haftet eine seltsame Nostalgie an, ohne dass man mit Sicherheit sagen kann, aus welcher Zeit das gezeigte Material tatsächlich stammt. Die immersive Tonspur lädt dazu ein, in dieser seltsamen, überzeitlichen Welt zu versinken. Dem Titel entsprechend geht es um das scheinbar zutiefst menschliche Streben nach Macht und Kontrolle – nicht nur über andere Menschen, sondern auch über die Natur und die Elemente. „Und am Ende steht man doch im Stau in den Massen mit den Autos“, wie der Künstler anmerkt.

Die Auseinandersetzung mit Zeit ist die treibende Kraft in Angelika Wienerroithers fotografischer Arbeit. Sie gibt ein Setting vor und überlässt es dem Leben, die Fotografien zu machen. Hinter jedem Bild der 16-teiligen Serie liegt ein individueller und analoger Entstehungsprozess; das fertige Werk ist Dokument einer Langzeitbelichtung. Acht Stunden lang tropft etwa Regenwasser auf ein unbelichtetes Negativ. Der Film speichert, was in dieser Nacht passiert. In 35 Stunden und 30 Minuten reist die Künstlerin 18.612 Kilometer; das Negativ fliegt in einer Dose voll Sand im Koffer mit – und jedes Ruckeln hinterlässt Spuren in der sensiblen Oberfläche.

Kuratiert von Brigitte Konyen, Johan Nane Simonsen und Patrick Winkler
 
Johan Simonsen und Petra Noll-Hammerstiel, im Namen des Kollektivs

 
VORSCHAU

SCHWERPUNKT 2019/ 2020: RITUALE 
Rituale I – Internationale Gruppenausstellung
Eröffnung: Montag, 2. September, 19.00 Uhr
Einführende Worte: Petra Noll-Hammerstiel
Ausstellungsdauer: 3.9.–5.10.2019

 

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PROPELLER - ART STUDENTS IN AUSTRIA

NAHITA ASADIFAR, JOACHIM BØGEDAL, JOJO GRONOSTAY,  ERLI GRÜNZWEIL, TOBIAS IZSÓ, LIM JANG, GAŠPER KUNŠIČ, MORITZ MATSCHKE, MARIYA VASILYEVA, SUCHART WANNASET, ANGELIKA WIENERROITHER

Opening: Monday, 3 June 2019 at 7 p.m.
Introduction: Johan Nane Simonsen
Duration: 4 June – 6 July 2019

Accompanying program:
Videoscreening: Friday, 28 June at 7 p.m.
Participating artists:
Anna Barbieri, definite security, 2019
Viktoria Bayer, I didn’t come here to perform, 2018
Adina Camhy, Mensch Maschine Or Putting Parts Together, 2019
Pille-Riin Jaik, Still of a house, 2018/2019
Gašper Kunšič, Awkward Silence, 2019
Hyeji Nam, 파리 PA RI, 2018
Anna Watzinger, living image_deleted, 2018

sponsored by: BKA Österreich; MA7-Kultur; Cyberlab

The Propeller exhibition, the title of which derives from the Latin propellere – “to drive forwards” is showing a selection of works by students of Austrian art academies and colleges. On the one hand, the Fotogalerie Wien would like to expose their work to a wider public and, on the other, provide the opportunity for them to get to know exhibition-making more intimately. How do today’s young artists work in the disciplines of photography and new media? For this generation digital imaging is just as axiomatic as interdisciplinary work – and  the analogue paper enlargement seems to have lost none of its magic either. The works on display here show this diversity and complexity – they are documentary and manipulated, appropriated and staged. Photography is more than a medium, it is material, strategy and posture.

The video, A student kept herself busy learning about photography whilst not doing photography, shows Anahita Asadifar’s attempt to to describe the process of photographing in an expanded sense. As to commissioned work, the question arises as to how a spontaneous use of photography remains possible. Choosing a thermal image camera gives Asadifar a welcome change of perspective: just as a photo camera deals with registering light, the thermal imaging camera allows control in capturing part of the thermal spectrum. This allows one to play the same visibility and invisibility game inherent in the medium of photography. For her video work Asadifar de-contextualises quotations by well-known authors writing about art and art theory, appropriates them, and in this way expresses her thoughts on photography.

The series, Untitled (Stream of Consciousness), by Joachim Bøgedal is inspired by the stream of consciousness writing technique in which the attempt is made to give a written form to the way in which human thoughts flow. The disordered back-and-forth between perception, feelings, memories and reflections has been transposed by him into a visual form that  takes into account the tensions between extreme freedom and simultaneous continuity. Various places, various visual qualities and levels of manipulation come together in a series with a coherent “story”. Almost all the images have been created with a large format analogue camera using black and white film and developed and enlarged in the darkroom.

DEAD WHITE MEN´S CLOTHES (DWMC) is a transdisciplinary fashion label by Jojo Gronostay. The clothes from DWMC were bought at Kantamanto market in Accra, Ghana. This market is one of the biggest collection points for second-hand clothes in the world. The clothes, often donations from Asia, Europe, North America and Australia, are re-introduced into the capitalist cycle from here. The used clothing is known as “Obroni Wawu” in Ghana – “dead white men’s clothes”. When the second-hand clothes were first imported in the 1970s, the Ghanaians could not believe that people would give away such nice clothes and assumed that they were the clothes of the dead. 

With the series, Mundane Confusion Constant Mystification, Erli Grünzweil makes an attempt at (re)constructing the non-linear pathway of a young boy alienated from his original milieu. It is the quest for finding one’s own position and shows the conflicts, contradictions and insecurities of various social milieus. Grünzweil opens up a world that is so abstract and fragmentary that the viewers are able to project themselves into the pictorial and sound universe. Lens-based images are mixed with those that are non-lens-based so that they collide and blur. Manipulations appear credible, unprocessed images seem surreal. The photos have overcoming a repressed past, a dreamy present and a doomed future. They move to the point of the far-off goal of a happy and fulfilled life as their subjects.

Tobias Izsó is also searching for a form to represent thoughts. The point of departure for Etwas Tot-Denken is an approximately A3-sized collage of “six coincidences born independently and thrown together”. The compulsion to reflect on the situation and to make logical order out of it is also the beginning of the process of eliminating it – the title’s “thinking something dead”. The puzzling picture emerges as the seed for a whole cycle of works, for an apparently uncontrollable dynamism of semiotic references and medium duplications. The game of picture-within-a-picture-within-a-picture, with reflections and not least with photography itself becomes evermore convoluted and it is certainly not concluded when the visitors stand in front of this large-scale installation and ask themselves what they are actually seeing.

The digital collage,우리들을 무찌르자 (DEFEAT US); uoaea, by Lim Jang emphasises the integration of the image into a (media) context. This is never neutral and it influences our reception of the presented content. Jang’s subject matter is the interpenetration of political and private, the state’s control over the women’s freedom of decision and their bodies, but also in general the reciprocally conflicted relationship between the individual and society. The photograph used is the distillate of a previous performance video. The crop takes the sexualisation of women to the extreme, however the shaved bikini zone rejects “perfection”: spiky stubbles push through the bathing suit, the poetic resistance of body hair.

The artist’s book, Enthusiastic Gaze, is the result of Gašper Kunšičs on-going research and his collection of source material of the aesthetics of socialist realism, public sculptures and ornaments from Central and Eastern Europe. The objects are presented in a fragmented and deconstructed form, re-combined and brought together with a new colour scheme. The leitmotifs are the contrasts between the strong, undamaged bodies of the sculptures and the failed political systems which engendered them. The book takes up these historical elements and attempts to liberate them from their ideological roles and to concentrate instead on their aesthetic qualities. Kunšič examines the relationship to his own identity, to public space, to history and to that social system which was not experienced by the younger generations who, nevertheless, continue to feel its echoes.

Moritz Matschke’s project, Zug Vogel Mensch, is based on a parametric journey with a migratory bird throughout the 2018 migratory cycle. Both stork and human were supplied with a GPS logger and linked by a telemetric signal. The goal and route of the journey were determined by the bird. Moritz Matschke experiments with various possible forms of visualising the stork/human relationship. On one hand the photographs tell of variable closeness and distance between the two. On the other they are photographs that talk of the concrete and immaterial artefacts of “animal tracking”. Here, attention is drawn to the multiplicity of actors and their personal ways of inscribing themselves into the apparatus of practiced ornithology.

One important reference in the video work, Altar, by Mariya Vasilyeva is the painting by Hieronymus Bosch, “Der Garten der Lüste”. Its pictorial surface is populated by many small female actors that reveal the grotesque subject of the work only on a closer examination. A key figure is the “prolapse sphere”, which was inspired by a porno film depicting a prolapsed anus, an event of the large intestine after hard anal penetration – a recent trend in mainstream pornography. Vasilyeva tries to exaggeratedly affirm the fetishism of the pornographic pictorial language so that it becomes a deconstructive parody, that takes it to the point where it turns into its opposite: fragmented body parts, even the internal organs of the body, take on a life of their own and become protagonists in the events.

Suchart Wannaset has montaged from Super 8 and Normal 8 found footage his haunting film, Herrschaft. The images evoke a strange nostalgia without one being able to say from which time they actually come with any certainty. The immersive soundtrack invites the viewer to sink into this curious achronic world. Apparently, in keeping with the title, the concern is with the deepest human pursuit of power and control – not only over other humans, but also over nature and the elements. “Nevertheless in the end you find yourself stuck in a car in a traffic jam with the masses”, as the artist remarks.

The driving impetus behind Angelika Wienerroither’s photographic work is an examination of time. She chooses a setting and leaves life to make the photographs. Behind each picture of the 16-part series there is an individual and analogue production process: the finished work documents a time exposure. Rainwater drips on an unexposed negative for eight hours. The film saves what happens that night. The artist travels 18,612 kilometres in 35 hours and 30 minutes while the negative accompanies her in a box of sand in her suitcase – every movement leaving a trace on the sensitive surface.

Curated by Brigitte Konyen, Johan Nane Simonsen and Patrick Winkler

Johan Nane Simonsen and Petra Noll-Hammerstiel, for the collective
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PREVIEW

MAIN FOCUS 2019/ 2020: RITUALS 
Rituals I – International group exhibition
Opening: Monday, 2 September at 7 p.m.
Introduction: Petra Noll-Hammerstiel
Duration: 3 September–5 October 2019