Presse

CARLA DELLA BEFFA
Still aus: "Rituali", 2007 Video-DV PAL, Ton, 02:20 min
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CARLA DELLA BEFFA
Still aus: "Rituali", 2007 Video-DV PAL, Ton, 02:20 min
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ORIT ISHAY
"18 % gray, 54 % gray und 72 % gray", achtteilige Fotoserie aus: "Terribly Pretty", 2014 Fine Art-Print, 60 x 40 cm
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ORIT ISHAY
"18 % gray, 54 % gray und 72 % gray", achtteilige Fotoserie aus: "Terribly Pretty", 2014 Fine Art-Print, 60 x 40 cm
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BENEDEK REGÖS
Left arm / Shrine II, aus: "Objects of Gratitude", 2015 Giclée-Prints, gerahmt, je 40 x 50 cm
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BENEDEK REGÖS
Left arm / Shrine II, aus: "Objects of Gratitude", 2015 Giclée-Prints, gerahmt, je 40 x 50 cm
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BOGLÁRKA ÉVA ZELLEI
aus: "Furnishing the Sacred", 2016–2017 C-Print, Größe variabel
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BOGLÁRKA ÉVA ZELLEI
aus: "Furnishing the Sacred", 2016–2017 C-Print, Größe variabel
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GABRIELE ROTHEMANN
"Fatsche V (Katze)", aus: "Fatschen", 2001/2011 C-Print, 213,5 x 128,5 cm
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ANJA MANFREDI & NICOLE HAITZINGER
"Hand und Atlas II", 2018
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JULIAN LEE-HARATHER
aus: "Die Zeiten nach Philipp Otto Runge", 2019 Digitale Fotocollage, Pigment-Druck, 100 x 80 cm
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YAROSLAV SOLOP
aus: "The Last Haven", 2017–2018 C-Print, Größe variabel
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YAROSLAV SOLOP
aus: "The Last Haven", 2017–2018 C-Print, Größe variabel
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HELMUT & JOHANNA KANDL
Still aus: "Pygmalion", 2011 Zweikanalvideo, Ton, 08:00 min
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HELMUT & JOHANNA KANDL
Still aus: "Pygmalion", 2011 Zweikanalvideo, Ton, 08:00 min
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RITUALE II

ZEREMONIEN

04.11.2019

CARLA DELLA BEFFA (IT), ORIT ISHAY (IL), HELMUT & JOHANNA KANDL (AT),
JULIAN LEE-HARATHER (AT), ANJA MANFREDI & NICOLE HAITZINGER (AT), BENEDEK REGÖS (HU), GABRIELE ROTHEMANN (DE/AT), YAROSLAV SOLOP (UA),
DAFNA TAL (IL), BOGLÁRKA ÉVA ZELLEI (HU)


Eröffnung: Montag, 25. November, 19.00 Uhr

Einführende Worte: Petra Noll-Hammerstiel
Ausstellungsdauer: 26. November 2019 – 11. Jänner 2020
Die Galerie ist vom 24. Dezember 2019 bis einschließlich 6. Jänner 2020 geschlossen.

sponsored by: BKA Österreich; MA7-Kultur; Cyberlab
Dank an: Igor Manko, Charkow, Kurator bei VASA Project;
Avi Sabag, MUSRARA, The Naggar Multidisciplinary School of Art and Society, Jerusalem


Rituale sind ein wichtiger Bestandteil des Ausdrucks- und Kommunikationsverhaltens des Menschen und sagen viel aus über Werte, Rollenverständnis und das soziale Miteinander, in dem sie häufig eine regulierende, unterstützende Funktion einnehmen. Die komplexe Inhaltlichkeit und große Bedeutung des Rituals für den Menschen hat das kuratorische Team der FOTOGALERIE WIEN dazu inspiriert, einen Schwerpunkt mit vier Ausstellungen mit internationalen KünstlerInnen in den Jahren 2019/2020 zu konzipieren. Der Begriff „Ritual“, ursprünglich nur im liturgisch-zeremoniellen Kontext üblich, wird heute für alle gesellschaftlichen Bereiche verwendet. Das Ritual ist eine nach vorgegebenen Regeln und meist in festgelegter Reihenfolge durchgeführte Handlung mit primär identitäts- und sinnstiftendem Ziel, d.h. mit dem Wunsch nach Orientierung, Erkenntnis und gemeinschaftlichem Handeln. Es setzt sich ab von alltäglichen Gewohnheiten bzw. instrumentellen, regelmäßigen und vor allem zweckorientierten Tätigkeiten, denen aber ein „ritueller Charakter“ zugeschrieben werden kann. Das Ritual besetzt somit vor allem den geistigen und emotionalen Raum. Charakteristisch sind zudem Inszenierung, Prozessualität und meist hohe Symbolhaftigkeit.
Die vier Ausstellungen beschäftigen sich mit gesellschaftlichen Ritualen und den damit einhergehenden Beziehungsgeflechten; mit Ritualen, in denen sich Machtdemonstration, Unterdrückung und Ausgrenzung artikulieren, sowie mit religiösen und anderen zeremoniellen Ritualen. Im Zuge dessen werden die mit den verschiedenen Ritualen verbundenen Codes, Haltungen und Kommunikationsformen untersucht.

Im Fokus der zweiten Schau des Schwerpunkts Rituale stehen religiöse, aber auch profane Zeremonien verschiedener Kulturen. Der Ablauf von Ritualen wird bestimmt von meist feierlichen Zeremonien, die in Form festgelegter Ordnungen, Handlungen, Gebärden und Haltungen und zum Teil unter Zuhilfenahme von Objekten, Bildern und Zeichen mit großem Identifikations- und Symbolcharakter für die Ritualteilnehmer durchgeführt werden. Rituelle Zeremonien haben die Kraft, die Hoffnung auf die Erfüllung des jeweiligen Wunsches zu intensivieren. Meist spielen der herausgehobene Anlass und der besondere Ort sowie die Reise zu diesem Ort als Teil der Zeremonie eine zentrale Rolle. Die künstlerischen Arbeiten beschäftigen sich mit religiösen und weltlichen Zeremonien bei Transformations- und Initiationsritualen, durch die Menschen einen anderen Bewusstseinszustand erreichen, sowie bei Heilungs-, Trauer- und Danksagungsritualen. Die KünstlerInnen widmen sich einerseits mit dokumentarisch-authentischen Beiträgen der Thematik, andererseits mit symbolhaft-verdichteten Arbeiten, wobei sich häufig religiöse und profane Verweise vermischen sowie Traditionen in neue Konstellationen in die Gegenwart geführt werden.

Das im Video Rituali von Carla Della Beffa zelebrierte Schneiden von Brot und das Einschenken von Rotwein verweisen auf uralte rituelle Praktiken zahlreicher Kulturen. Im Alltag stehen Brot und Wein symbolhaft für das Zubereiten eines Mahls, das gemeinsame Essen, Feiern und Gastfreundschaft; sie sind zudem in vielen Religionen von großer Bedeutung. In der christlichen Kirche werden sie in einem symbolträchtigen Ritual, dem Abendmahl, dargebracht und miteinander geteilt. In dem Video von Della Beffa geht es nicht nur um das Anbieten und Teilen, den Kern des Rituals, sondern auch um die Problematik von Überfluss und Mangel.

Orit Ishay arbeitet häufig mit Relikten und Symbolen, speziell in Bezug auf Blumen. In der Fotoserie aus der Werkgruppe Terribly Pretty geht es um den Kranz, dem verschiedenste kulturelle, soziale, historische und religiöse Bedeutungen und die damit verbundenen Rituale zugrunde liegen. Die achtteilige Serie besteht aus SW-Fotos von Blumen-Trauerkränzen für Soldaten, die auf zunehmend dunkler werdenden grauen Hintergründen montiert sind. Ohne Information bleibt offen, ob es sich um weltliche oder religiöse Kränze, um Kränze für freudige oder traurige Anlässe handelt. Es wird spürbar, wie nahe beieinander Freude und Trauer, Schönheit und Schrecken, Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit, Leben und Tod liegen.

Das Zweikanalvideo Pygmalion von Helmut & Johanna Kandl beschäftigt sich mit der Wirkmächtigkeit von Bildern im Zusammenhang mit Marienwallfahrten. Ein Video wurde in einer Manufaktur in Lourdes aufgenommen, in der Repliken der (Lourdes-) Madonna und anderer Heiliger als Massenware produziert werden. Ein zweites Video zeigt, wie diese Figuren durch die Verehrung der Gläubigen „lebendig“ und „beseelt“ werden. Helmut & Johanna Kandl haben weltweit Marienwallfahrtsorte besucht und die jeweils ortsspezifischen Verehrungsrituale aufgezeichnet. Die Tonspur nimmt Bezug auf die Operette „Die schöne Galathée“ von Franz von Suppé, in der der Mythos des antiken Bildhauers Pygmalion, bei dem eine von ihm geschaffene Skulptur lebendig wurde, verarbeitet ist.

Julian Lee-Harathers vierteilige Fotoserie Die Zeiten nach Philipp Otto Runge versteht sich als digitale Reinszenierung bzw. Neuinterpretation einer traditionellen Bildsprache der Malerei in Form der Fotocollage. Als Referenz dienten Skizzen zu einem geplanten mythologisch-allegorischen Tageszeiten-Zyklus des frühromantischen Malers Runge. Lee-Harather hat die einzelnen Elemente (mit Ausnahme der Tiere) fotografiert und – in einer ähnlichen Komposition und Atmosphäre wie Runge – montiert; neu sind der aktuelle Zeitbezug und die Loslösung von religiösen Motiven. Die Arbeit beschäftigt sich mit Symbolen als prägnanten Zeichen für rituelle Vorgänge und Handlungen. 

Anja Manfredi zeigt den Film Mit dem Abend beginnt der Tag sowie die Baryt-Fotoarbeiten Hand und Atlas ll und III aus dem Projekt Geste und Atlas, begleitet von einem Text von Nicole Haitzinger. In den Arbeiten werden sakrale Orte in Israel und im Atlasgebirge in Marokko mit der Performance von Gesten in Beziehung gesetzt. Untersucht wird das Verhältnis von Religion und Körper – nicht nur mit Blick auf die – nonverbale – Geste als Teil von Ritualen, sondern auch in Bezug auf ihre materialisierte Form, die Architektur, und ihre Verdichtung, die Hand. Diese taucht hier als Hamsa, als schützende Hand der Fatima (Islam) auf, die ihre Pendants in der Handgeste der Miriam (Judentum) und der Maria (Christentum) hat. 

In Benedek Regös’ Fotoserie Objects of Gratitude geht es um den Ex Voto-Kult, einem uralten sozialen und religiösen, meist mit Volksfrömmigkeit verbundenen Ritual in vielen Kulturen. Einer überirdischen Macht werden aus Dankbarkeit oder in Erfüllung eines Gelübdes („ex voto“) Votivgaben als symbolische Opfer gewidmet, die auf Wallfahrten zeremoniell in einer kultischen Stätte platziert und verehrt werden. Hinter der Symbolik der Votivgaben steht jeweils eine persönliche Geschichte, meist die einer wundersamen Rettung aus einer Notlage. Regös hat nachgebildete Körperteile bzw. Gussformen von Körperteilen sowie Heiligenfigürchen fotografiert. 

Gabriele Rothemann hat sich mit Grablegungsritualen in der Antike und im frühen Christentum beschäftigt und daraus u.a. die Fotoserie Fatschen realisiert. Unter einer Fatsche wird vor allem eine mit Bändern umwickelte (“gefatschte”) Votivskulptur des Jesuskindes verstanden. Dieses Motiv hat sich Gabriele Rothemann angeeignet und – nicht ohne Ironie – zu ebenso mysteriösen wie auch sehr intimen Bildern transformiert. Für die Serie wurden Tiere – hier gezeigt wird Fatsche V, eine Katze – sowie ein Teddybär liebevoll in Pelze gewickelt. Ein Bezug zu ägyptischen Tiermumien und den damit verbundenen Bedeutungen, Symbolen und Riten ist offensichtlich.

Yaroslav Solops Fotoprojekt The Last Haven zeigt Heiligenbilder, Statuen und Kruzifixe, platziert an allen nur erdenklichen, auch skurrilen privaten und öffentlichen Orten in der Ukraine. Menschen suchen innerhalb ihrer täglichen Lebensgewohnheiten das Zusammentreffen mit ihnen wichtigen Devotionalien und einen damit verbundenen Moment der Andacht – viele kleine Zufluchtsorte abseits der Institution Kirche. Das Projekt spricht von „... Einsamkeit und Hoffnungslosigkeit, von der Suche nach neuen Bedeutungen in einer postsowjetischen Gesellschaft, in der die Religion die … kommunistische Ideologie abgelöst hat und zu einer Phantomhoffnung ... geworden ist. (Y.S.)"

Für ihre Videoinstallation You Don’t Have To Do A Thing hat Dafna Tal in einem Studio in Jerusalem ortsansässige Menschen verschiedener Religionen und kultureller Hintergründe den traditionellen Gebetsgesängen der drei dort vertretenen Hauptreligionen – Christentum, Islam und Judentum – ausgesetzt. Von deren mimischen und gestischen Reaktionen der Ablehnung und Zustimmung wurden drei Videoporträts angefertigt. Die unterschiedlichen religiösen und kulturellen Hintergründe der TeilnehmerInnen bleiben den Zuschauern verborgen, wodurch zahlreiche Interpretationen möglich sind, aber auch ähnliche Reaktionen religionsübergreifend festgemacht werden können.

Boglárka Éva Zelleis Fotoserie Furnishing the Sacred beschäftigt sich mit den Ritualen der Immersions- (Ganzkörper-)Taufe heutiger christlicher Gemeinschaften in Ungarn. Obwohl die Immersionstaufe eine uralte Tradition hat, variieren die Zeremonien in den verschiedenen Orten. Zudem realisieren die Gemeinden in Bezug auf die Gestaltung der Innenräume ihre eigenen, sich von ursprünglichen Bräuchen entfernenden Geschmacksvorstellungen. Das Ambiente wirkt teilweise skurril, aber immer auch sehr persönlich, intim und authentisch – eine Zeremonie, bei der sich die Menschen „wie zu Hause“ zu fühlen scheinen und dennoch der transzendenten Welt nahe sind.

Petra Noll-Hammerstiel, im Namen des Kollektivs


VORSCHAU

SOLO XI – PETER HOISS (AT)
Eröffnung: Montag, 20. Jänner 2020, 19.00 Uhr
Dauer: 21. Jänner – 22. Februar 2020
Begleitprogramm: Künstlergespräch mit Peter Hoiß

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RITUALS II - CEREMONIES

CARLA DELLA BEFFA (IT), ORIT ISHAY (IL), HELMUT & JOHANNA KANDL (AT),
JULIAN LEE-HARATHER (AT), ANJA MANFREDI & NICOLE HAITZINGER (AT), BENEDEK REGÖS (HU), GABRIELE ROTHEMANN (DE/AT), YAROSLAV SOLOP (UA),
DAFNA TAL (IL), BOGLÁRKA ÉVA ZELLEI (HU)

Opening: Monday, 25 November at 7 p.m.
Introduction: Petra Noll-Hammerstiel
Duration: 26 November 2019 – 11 January 2020
The Gallery is closed from 24 December 2019 until 6 January 2020. 

sponsored by: BKA Österreich; MA7-Kultur; Cyberlab
thanks to: Igor Manko, Charkow, curator at VASA Project;
Avi Sabag, MUSRARA, The Naggar Multidisciplinary School of Art and Society, Jerusalem


Rituals are an important component in human expression and communication behaviours and tell us much about the values, understanding of roles and social interaction where they often assume a regulatory and supportive function. The complexity of the substantive issues and the great importance of rituals for humanity inspired the curatorial team of the FOTOGALERIE WIEN to put a focal point on this theme with a series of four exhibitions for the years 2019/2020. The term “ritual” was originally only in common use in liturgical and/or ceremonial contexts but is now in general use at every social level. A ritual is a series of actions carried out according to fixed rules, usually in a specified order. This is primarily aimed at engendering identity and meaning and correlates with a desire for orientation, knowledge and community actions. It is distinguishable from everyday habits i.e. from instrumental, regular and, above all, purposeful activities that can, however, have a “ritual character” ascribed to them. First and foremost, therefore, rituals occupy the spiritual and emotional sphere. Additional characteristics are enactment, processuality and, usually, a high degree of symbolism too. The four exhibitions are concerned with social rituals and their associated networks of relationships: with rituals that articulate demonstrations of power, suppression and exclusion along with religious and other ceremonial rituals. In the course of this, the codes, behaviours and forms of communication related to the various rituals will be examined.

Both religious and profane ceremonies take centre stage in the second show of the Rituale special series. The sequential processes of ritual are usually defined by celebratory ceremonials which have a predetermined form that embodies order, actions, gestures and deportment and are partially augmented by objects, images and signs that have great identificatory and symbolic character for those taking part in the event. Ritual ceremonies have the power to intensify the hopes and gratifications of the respective wishes. Usually the extraordinary occasion and the special place – and the journey to it – have a pivotal role in the ceremony. The artworks are concerned with religious and secular ceremonies of transformation and initiation through which humans attain another state of consciousness and with rituals of healing, mourning or thanksgiving. On the one hand the artists are involved with documentary and authentic contributions to the subject while, on the other, there are works of dense symbolism in which religious and profane references frequently mingle and where traditions are perpetuated into the present in new constellations.

The celebratory cutting of bread and pouring of red wine in Carla Della Beffa’s video, Rituali, is a reference to the immemorial ritual practices that have been present in numerous cultures. In everyday life bread and wine are symbols standing for the preparation of a meal, of eating together, celebration and hospitality and are furthermore of great significance in many religions. In the Christian church they are offered and shared in the highly symbolic ritual of the Holy Communion. In Della Beffa’s video, however, the concern is not only with the offering and sharing, the core of the ritual, but also with the problematic issues of abundance and scarcity.

Orit Ishay often works with relicts and symbols particularly in relation to flowers. The photo series from the Terribly Pretty work group is concerned with the wreath, its different cultural, social, historic and religious meanings and the associated underlying rituals. The eight-part series consists of black and white photographs of floral memorial wreaths for soldiers that are mounted on increasingly dark grey backgrounds. With no further information it is an open question as to whether these are secular or religious wreaths, for joyous or sad occasions. Just how close happiness and sadness, beauty and horror, visibility and invisibility are becomes palpable here.

The two-channel video Pygmalion by Helmut & Johanna Kandl examines the potent effects of images in connection with Marien Pilgrimages. The video was shot in a factory in Lourdes in which replicas of the Lourdes Madonna and other saints are mass produced. A second video shows how these become “living” and “spiritually animated” figures because of the veneration by believers. Helmut & Johanna Kandl have visited places of Marien Pilgrimages all over the world and recorded the respective local rituals of veneration. The soundtrack makes reference to The Beautiful Galatea, an operetta of Franz von Suppé in which the mythical sculptor, Pygmalion, sees a figural sculpture he has created come alive.

Julian Lee-Harathers four-part photo series, Die Zeiten nach Philipp Otto Runge should be read as a re-staging or re-interpretation of the traditional pictorial language of painting in the form of a photo collage. Sketches for a planned mythological/allegorical times-of-the-day cycle by the early Romantic painter Runge served as a reference point. Lee-Harather photographed the individual elements (except the animals) and mounted them in a similar composition and atmosphere spirit as Runge. What is new is the references to the present time and the disassociation from religious motifs. The works are concerned with symbols representing concise signs in ritual processes and actions.

Anja Manfredi is showing the film, Mit dem Abend beginnt der Tag, and the barite photo works, Hand und Atlas ll and III from the Geste und Atlas work group accompanied by a text by Nicole Haitzinger. In the works sacred sites in Israel and in the Atlas Mountains in Morocco are linked to performative gestures. The relationship between religion and the body is examined, but not only with the eyes on the – nonverbal – gesture as part of a ritual but also in relation to its materialised form (architecture) and densification (the hand). The latter appears here as the hamsa, Fatima’s protective hand (Islam) which has its counterparts in the hand gestures of Miriam (Judaism) and Maria (Christianity).

Benedek Regös’s photo series, Objects of Gratitude, engages with ex-voto cults, an ancient social and religious ritual in many cultures that is usually linked to the popular expression of piety and belief. A supernatural deity is given symbolic offerings in thankfulness or as the fulfilment of a vow (ex voto). These are ceremonially placed (during pilgrimages) at cultic sites and venerated. Behind the symbolism of each votive offering there is a personal story that is frequently about the miraculous rescue from a plight. Regös photographed the offerings that take the form of miniature body parts – in images or stamped metal – as well as the figures of saints. Regös replicated (miniature) body parts or moulds of body parts as well as holy figurines.

Gabriele Rothemann has been examining burial rites in ancient and early Christian times and as a result has realised a series of photos, Fatschen. A “Fatsche” in this context is a votive sculpture of a baby Jesus swathed (gefatscht) in ribbons. Gabriele Rothemann has appropriated this icon – not without irony – and has transformed it into mysterious and also very intimate images. For the series animals – in the show Fatsche V, a cat – as well as a teddy bear were lovingly wrapped in fur. A reference to Egyptian mummified animals and their associated rites, meanings, and symbols is obvious.

Yaroslav Solop’s photo project, The Last Haven, shows images of saints, statues and crucifixes placed in all sorts of, sometimes bizarre, private and public spaces in the Ukraine. During their daily routines, people search out contact with these devotional objects important to them and the associated moments of meditation – numerous small sites of haven outside the institutional church. The project speaks of “ ... loneliness and hopelessness, of the search for new meaning in a post-Soviet society in which the religion .... that replaced communist ideology has become a phantom hope.” (Y.S.)

For her video installation, You Don’t Have To Do A Thing, Dafna Tal gathered local people from various religions and cultural backgrounds in a studio in Jerusalem and exposed them to the traditional prayer chants of the three main religions in the town – Judaism, Islam and Christianity. Three video portraits show the facial expressions and physical gestures made as a reaction to the affirmation or negation of what was being listened to. The different religious and cultural backgrounds of the participants are not revealed to the viewers thereby leaving it open to multiple interpretations but similar inter-faith reactions are observable, however.

Boglárka Éva Zellei’s photo series, Furnishing the Sacred, is concerned with the ritual of the immersion baptism (complete baptism) in Christian communities in present-day Hungary. Although this form of baptism has a long tradition, the ceremonies vary from place to place. Furthermore, as far as the design of the interiors is concerned, the communities display their proper tastes which have moved away from that of the original custom. At times the surroundings seem bizarre but also very personal, intimate and authentic – a ceremony in which people should “feel at home” but at the same time closer to a transcendental world.

Petra Noll-Hammerstiel, for the collective



PREVIEW

SOLO XI – PETER HOISS (AT)
Opening: Monday, 20 January 2020 at 7 p.m.
Duration: 21 January – 22 February 2020
Accompanying program: Artist talk with Peter Hoiß
 

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