Presse

JULIE MONACO
"CS _01/1", 2003/2004 C-Print, Diasec auf Alu, 84 x 150 cm
› Bild downloaden
FALK MESSERSCHMIDT
aus: "Russian Night," 2009 Serie von 20 Inkjet-Prints, je 28 × 28 cm
› Bild downloaden
JOCHEN HÖLLER
Logic Comics – "An Epic Search Of Truth/Bertrand Russell", 2012 Comic-Collage, 126,5 x 180 cm Foto: Lea Titz
› Bild downloaden
BASTIAN SCHWIND
"Landschaft _getippt 3", 2014 Baryt-Print, kaschiert, gerahmt, 58 x 80 cm
› Bild downloaden
MARGRET KREIDL
"Traumtücher", 2012–2015 Schrift auf Leintuch, je 150 x 260 cm oder 230 x 250 cm
› Bild downloaden
LAWRENCE WEINER
"DER DAS DIE", 2015 Inkjet-Collage, auf gefaltetes Archivpapier geklebt, ca. 101 x 61 cm
› Bild downloaden
CHRISTINA WERNER
Installationsansicht: D21 Kunstraum, Leipzig 2013
› Bild downloaden
ULRICH NAUSNER
"Untitled (definition) #8", 2013 4 Pigment-Prints auf Museumskarton, 21 x 14,8 cm
› Bild downloaden
Installation im WUK von Margret Kreidl
Foto: Michael Michlmayr
› Bild downloaden
Installation im WUK von Margret Kreidl
Foto: Michael Michlmayr
› Bild downloaden
Installation im WUK von Margret Kreidl
Foto: Michael Michlmayr
› Bild downloaden
Installation im WUK von Margret Kreidl
Foto: Michael Michlmayr
› Bild downloaden
Ausstellungsansicht Fotogalerie Wien
Foto Michael Michlmayr
› Bild downloaden
Ausstellungsansicht Fotogalerie Wien,
Foto Michael Michlmayr
› Bild downloaden
Ausstellungsansicht Fotogalerie Wien
Foto Michael Michlmayr
› Bild downloaden
Ausstellungsansicht Fotogalerie Wien, Falk Messerschmidt
Foto Michael Michlmayr
› Bild downloaden
Ausstellungsansicht Fotogalerie Wien, Ulrich Nausner
Foto Michael Michlmayr
› Bild downloaden
Ausstellungsansicht Fotogalerie Wien, Lawrence Weiner
Foto Michael Michlmayr
› Bild downloaden
Ausstellungsansicht Fotogalerie Wien, Julie Monaco
Foto Michael Michlmayr
› Bild downloaden
Ausstellungsansicht Fotogalerie Wien, Christina Werner
Foto Michael Michlmayr
› Bild downloaden
Ausstellungsansicht Fotogalerie Wien, Bastian Schwind
Foto Michael Michlmayr
› Bild downloaden
Ausstellungsansicht Fotogalerie Wien, Jochen Höller
Foto Michael Michlmayr
› Bild downloaden

TEXT:BILD / BILD:TEXT I

Transformation

13.04.2015

JOCHEN HÖLLER (AT), MARGRET KREIDL (AT), FALK MESSERSCHMIDT (DE),JULIE MONACO (AT), ULRICH NAUSNER (AT), BASTIAN SCHWIND (DE/AT), LAWRENCE WEINER (US), CHRISTINA WERNER (CH/AT)


Eröffnung
: Montag, 11. Mai um 19.00 Uhr
Einführende Worte: Annika Lorenz
 
sponsored by: BKA Kunst; MA7-Kultur; Cyberlab
Dank an: Galerie Winter, Wien; Camera Austria, Graz; Rhizom, Graz; Galerie Hilger, Wien; Galerie Mauroner, Wien und Salzburg; Bettina Kattinger, Wien



In Kooperation mit der KUNSTHALLE WIEN im Rahmen von Destination Wien 2015 EXTENDED

Der Ausdrucksapparat des Menschen ist vielseitig. Eines seiner ursprünglichsten Artikulationsmittel – der Körper – wurde stetig durch immer abstrakter werdende Zeichensysteme ergänzt und in manchen Bereichen sogar durch diese ersetzt. Neben Bildern war und ist die Sprache, verbunden mit ihrer grafischen Form, eine der Hauptstrukturen der Kommunikation, Vermittlung und Darstellung. Daher ist die semiotische Untersuchung der spannungsvollen Wechselbeziehungen dieser beiden spezifischen Kodierungen ein wiederholt auftretendes Feld in der Kunst. Diese setzt sich mit dem gesellschaftlichen Umfeld, dessen Besonderheiten und ihrer eigenen Positionierung innerhalb dieser auseinander. Verbunden mit der Hinterfragung der medialen Spezifika in diesem Konnex, müssen die künstlerischen Arbeiten immer wieder erneut ausgelotet werden. Die FOTOGALERIE WIEN präsentiert in ihrem diesjährigen Schwerpunkt Text:Bild / Bild:Text künstlerische Arbeiten, die sich jenen komplexen Wechselbeziehungen und deren Bedingungen zuwenden, wobei durch das kuratorische Kollektiv in dieser dreiteiligen Ausstellungsserie das Hauptaugenmerk auf die Unterthemen Transformation, Symbiose und Inspiration gelegt wird.

Den Auftakt der Ausstellungstriologie Text:Bild / Bild:Text bildet die radikalste Umsetzung der Thematik: die Transformation. Die Transmedialität des klassischen Bildformates mit Schriftelementen bzw. der Sprache als solche ist ein immer wieder auftretendes Moment innerhalb der künstlerischen Auseinandersetzung. Die  stärker werdende Reduktion auf das rein grafische Element der Buchstaben führt dabei zur Lingualisierung des Werkes. Durch diese Implementierung der visuellen Sprachfragmente in das Bild erfolgt ein Eindringen des Alltäglichen in die Kunst und ermöglicht eine Evokation bei den Betrachtenden, die durch solche vertrauten Strukturen auf sich selbst zurückverwiesen werden. Hierin liegt ein Moment der differenten Wahrnehmungs- und Rezeptionsebenen des Lesens, Sehens und somit auch der aktiven und passiven Rollenverteilung. In Verbindung mit dem Medium der Fotografie rückt vor allem die Wirklichkeitswahrnehmung in den Fokus, da gerade im digitalen Zeitalter die Verlinkung des Abbildes mit seinem Abgebildeten vermehrt verloren geht oder bewusst aufgelöst wird. Die De-, Re- und Konstruktion der gesellschaftlichen und individuellen Wirklichkeit rücken in den Mittelpunkt der bildnerischen Konzeption, sei es in formal-ästhetischer, medialer, semiotischer oder sozialkritischer Auseinandersetzung.


Jochen Höllers Arbeiten Gespräche zwischen Russell, Wittgenstein, Whitehead, Gödl, Cantor, Frege, einem Professor, einem Patient, Odysseus, Superman und Wonder-Woman (2013), Odyssee (2013) und Logic Comics – An Epic Search Of Truth/Bertrand Russell (2012) stehen exemplarisch für seine Arbeitsweise, die sich aus der Dekonstruktion und der Rekombination von Informationen zusammensetzt. Einzelelemente werden aus dem Zusammenhang herausgelöst, während der Kontext in den Hintergrund tritt, ohne dabei zu verschwinden, und bewirken durch eine Umordnung neue Denkanstöße. Die Fragmente aus Büchern oder Bildbänden erfahren durch ihre ornamentale Anordnung eine Verdichtung, die ihre Materialitätsverwandschaft hervorhebt und in ihrer Positionierung die kollektiven Gewohnheiten von Informationstransfers in Frage stellt.

Der Traum als utopischer Ort, imaginäres surreales Erlebnis, Verarbeitung von Alltagserfahrungen, des Unbewussten und dessen Deutung steht in Margret Kreidls literarischer Arbeit im Vordergrund. Durch die Fixierung in gedruckter Schrift macht Kreidl diese Formen visuell fassbar. Die Traumtücher, die in Zusammenarbeit mit dem Künstlerkollektiv Rhizom aus Graz entstanden sind, tragen die Gedanken vom Privat- in den Außenraum. Diese werden im Rahmen der Ausstellung an der Innen- und Außenfassade des WUKs  präsentiert. In ihrem Kompendium der Träume Einfache Erklärung. Alphabet der Träume werden die Traumfragmente in Form von Prosastücken, Dialogen und Gedichten mit Interpretationsansätzen ergänzt. Im Kino der FOTOGALERIE WIEN werden daraus Auszüge als Hörlesung (Off-Stimme der Autorin) vorgestellt.

In der Arbeit Russian Night (2009) von Falk Messerschmidt erfolgt eine Schwerpunktverlagerung vom Bild auf die beschreibenden Untertitel. Durch seine nebelartige Konstitution referiert es zwar auf seine ursprünglichen Träger, die ohne Durchlicht gescannten Diaaufnahmen, aber die Repräsentation des Inhaltes wird einem differenten Zeichensystem übergeben. Die Bilder der Stadt Leningrad, die als solche nicht mehr existent ist, wurden geschwärzt und verbannt. Durch das bewusst fälschlich genutzte Reproduktionsverfahren wurde der Bildinhalt vereinheitlicht und verweist auf ein Unvermögen der Fotografie, Geschichtlich- und Zeitlichkeit in seiner Gänze festzuhalten. Indem die Beschriftungen die Rezipienten anregen, die inhaltiche Leerstelle durch subjektiv imaginäre Ergänzung aufzuladen, bezieht sich der Künstler auf das Medium selbst zurück.

Seit 2001 liegt Julie Monacos Schwerpunkt auf einer Untersuchung der Bildgenerierung innerhalb digitaler Softwaresysteme und deren Umsetzung in analoge Formen. Sie schließt damit an ihre vorherige Beschäftigung mit Zahl-, Zeitsystemen und Codierungen an. Im Zentrum der Arbeiten CS_02/4 S/W  und  CS_01/1 B2 S/W steht die Transformierung von computerspezifischer Sprache, die mit Hilfe fraktaler Algorithmen und Rendering in visuell fassbare Landschaftsoberflächen umgewandelt wird. Die so geschaffene, dramatisch inszenierte Hyperrealität referiert auf die Immaterialität der Bildinformation und auf die unendlichen Variationsmöglichkeiten einer aus binären Codes geschaffenen Welt.

Ulrich Nausner beschäftigt sich in seinen „Hypertext-Zeichnungen“ mit dem Format digitaler Textinformation. In den Arbeiten der Serien Untitled (definition) von 2013 und Untitled (selection) von 2014 wählt der Künstler jeweils einen Begriff mit verschiedenen Interpretationsmöglichkeiten und kontextabhängiger Bedeutung aus. Die Resultate der Internetrecherche werden gesammelt, von spezifischen Webelementen gereinigt und auf die Schriftgröße von 1 pt verkleinert. Die vorgefundene Formatierung verändert sich und drängt den Text zu einzelnen Zeilen zusammen. Die so komprimierte Informationsmenge wird anschließend durch einen Pigment-Print in eine analoge Form übertragen. Die Minimierung verdichtet die Buchstaben zu einer unlesbaren grafischen Menge, die die inhaltliche Erfassung unmöglich macht und durch reine Zeichenhaftigkeit ersetzt wird.

Bastian Schwind erstellt mit Hilfe einer Schreibmaschine und Zeichenpapier getippte Landschaften, die fotografiert und anschließend auf Barytpapier kaschiert werden. In Landschaft_getippt 3 (2014) und Teststreifen (2014) schaffen die genutzten Wörter Assoziationsketten, differente Grauwerte, und kreieren durch ihre Positionierung im Werk eine schemenhafte Andeutung des Beschriebenen. Inhalt und Bildgeber in einem, bedingen sich beide und ermöglichen damit erst das Gesamtbild. Das so entstandene grafische System verweist in seiner Konzeption auf visuelle Informationen, verknüpft verschiedene medienspezifische Potenziale und spielt darin gleichzeitig auf seine Differenzen an.

Die für die Räumlichkeiten der FOTOGALERIE WIEN angefertigte Textinstallation ROCK DOES SOMETHING TO PAPER PAPER DOES SOMETHING TO SCISSORS SCISSORS DOES SOMETHING TO ROCK & SO ON & SO ON und die Collage DER DAS DIE (2015) von Lawrence Weiner greifen die vielschichtigen Bedeutungs- und Wertungsebenen kulturell wie geschichtlich geprägter Zeichensysteme – wie der Sprache, der Bilder und der Gestik – auf. Durch die Neukombination erfolgt eine Infragestellung ihrer Genealogie, Genderfixierung und vor allem ihrer Nutzung. Das referierte Spiel Stein Schere Papier steht hier stellvertretend als Versuchsanordnung, um immaterielle Sprache als generierendes, vermittelndes Element zu verstehen und die festgelegte Verwendung und die begrifflich fixierte Funktionalität von Materialien durch eine neue Zusammensetzung in Frage zu stellen.

Christina Werner beschäftigt sich in ihrer Arbeit Pipal mit postkolonialen Einflüssen im urbanen Raum der indischen Stadt Ahmedabad und dem damit verbundenen Moment der Irritation. Die zwölf gezeigten Snapshots beschreiben in textueller Form die flanierenden Bewegungs- und Blickabfolgen der Künstlerin, die auf einem von ihr vorgegebenen Weg entlang der im Bau befindlichen Promenade in Ahmedabad entstanden. Die minimalistischen Betonbilder – Promenade Nr. 1-6 – verweisen dabei unter anderem auf den Zwischenzustand der Architektur.

Annika Lorenz und Petra Noll

 

______________________________________________________________________________________


TEXT:BILD / BILD:TEXT I [TEXT:IMAGE / IMAGE:TEXT]

Transformation


JOCHEN HÖLLER (AT), MARGRET KREIDL (AT), FALK MESSERSCHMIDT (DE),JULIE MONACO (AT), ULRICH NAUSNER (AT), BASTIAN SCHWIND (DE/AT), LAWRENCE WEINER (US), CHRISTINA WERNER (CH/AT)
 

Opening: Monday, Mai 11 at 7 pm
Introduction:
Annika Lorenz
Duration:
May 12 to June 13, 2015

sponsored by: BKA Kunst; MA7-Kultur; Cyberlab
Special thanks to: Galerie Winter, Wien; Camera Austria, Graz; Rhizom, Graz; Galerie Hilger, Wien; Galerie Mauroner, Wien und Salzburg; Bettina Kattinger, Wien

Humans have a multi-facetted apparatus at their disposal to express themselves. One of the very first means of articulation – the body – has been continuously supplemented (and in some areas replaced) by systems of symbols or images. In addition to images it has been (and is) language together with its graphic forms that provides the main structures of communication, agency and depiction. For that reason the semiotic analysis of the stimulating and exciting interrelationships of these two specific codings is a field that repeatedly surfaces in art. This is concerned with its social surroundings, special characteristics and own position within this nexus. The art works have to be continuously re-assessed in the light of their connections with questioning the media specifics within this context. The FOTOGALERIE WIEN will be presenting art works connected to this year’s special focus Text:Image / Image:Textwhich are concerned with these complex inter-relationships and their conditions at the same time as the curatorial collective guides the emphasis towards three sub-topics: Transformation, Symbiosis and Inspiration.

The initial exhibition of the trilogy Text:Image / Image:Textpresents the most radical translation of the subject: the Transformation. The trans-medium character of the classic picture format with elements of writing or language is a seminal moment that repeatedly appears during the artists’ engagement with the subject. The increasingly reductive concentration on the purely graphic element of the letters leads to the “lingualisation” of the work. The introduction of visual fragments of language into the image imports everyday life into the art works and permits evocation on the part of viewers who are thus referred back to themselves by familiar structures of this kind. What takes place here is a moment of changed perception and reception vis-à-vis reading and seeing and therefore a change in the role division between active and passive too. When this is linked up to the medium of photography, the focus definitively shifts towards the perception of reality in an age of digital images where the nexus between what is depicted and the depiction is steadily loosening or being actively dissolved. The de-, re- and construction of social and individual realities take on a central position in pictorial concepts as formal-aesthetic, medium-related, semiotic or socially critical issues.

Jochen Höller’s works Gespräche zwischen Russell, Wittgenstein, Whitehead, Gödl, Cantor, Frege, einem Professor, einem Patient, Odysseus, Superman und Wonder-Woman (2013), Odyssee (2013) and Logic Comics – An Epic Search Of Truth / Bertrand Russell (2012) can be regarded as examples of his work method which comprises the de- and re-combination of information. Individual elements are extricated from their surrounding connections while the context recedes into the background without disappearing entirely. This re-ordering provides impulses for new trains of thought. By undergoing an ornamental ordering, fragments from (illustrated) books become subjected to a compression that brings out their material affinities and questions the collective habits of information transfer because of their positioning.

Dreams as a utopian place, imaginary, surreal experience, the processing of everyday experience, the unconscious and its interpretation are at the forefront of Margret Kreidl’s literary work. By fixing these forms in the printed word, Kreidl makes them visually comprehensible. The Traumtücher,a collaborative work with the Graz artist collective, Rhizom, moves thoughts from the private into the public domain. During the exhibition these will be presented in the WUK, both inside and outside, on the facade. In her compendium of dreams, Einfache Erklärung. Alphabet der Träume, the dream fragments, in the form of prose pieces, dialogues and poems, will be supplemented by interpretative approaches. In the FOTOGALERIE WIEN’s cinema excerpts can be heard – a recorded reading by the author.

In the work,Russian Night (2009), byFalk Messerschmidt there is a shift of emphasis from the image to the written subtitle. Despite its nebulous constitutionthe image continues to refer to the originating object – the scan of a (souvenir) slide without the necessary back lighting – but the representational content is consigned to a different system of signs. The images of the City of Leningrad, which no longer exists under that name, have been blackened and banished. The intentionally wrongly used process of reproduction standardises the pictorial contents and indicates photography’s inability to record the entirety of history and chronology. In as much as the descriptive captions encourage recipients to replace the empty spaces with their subjective – and imaginary – views, the artist refers back to the medium itself.

Since 2001 Julie Monaco’s main focus has been centred on examining image generation from within digital software systems and their realisation in analogue form. This expands her previous concern with systems of number and chronology and code. The transformation of computer-specific language with the aid of fractal algorithms and its rendering into visually comprehensible surface landscapes lies at the core of works such as CS_02/4 and CS_01/1 B2. The resulting creation of dramatically staged hyperreality refers to the immateriality of the pictorial information and the potential for infinite variations of a world created from binary code.

In his‘hypertext drawings’ Ulrich Nausner is concerned with the format of digital text information. In the works of the series,Untitled (definition)from 2013 and Untitled (selection) from 2014, the artist chose for each a term which had various interpretive possibilities depending on the context in which it was used. The results of internet research were collected, stripped of specific web elements and reduced to a font size of 1 pt. The given formatting is altered and forces the text into single lines. Following this the compressed mass of information is transposed into an analogue form as a pigment print. The minimalisation consolidates the letters into an illegible graphic aggregate making it impossible to understand the contents and replacing them with mere graphic characters.

Bastian Schwind makes typed landscapes by using a typewriter and drawing paper. These are then photographed and mounted on barite paper.In Landschaft_getippt 3 (2014) and Teststreifen (2014) the words used make chains of association, differing grey values and, depending on their position in the work, create schematic allusions to what is described. A content and image generator in one, they are mutually dependent and mutually defining, only then able to generate an overall image. The concept of the graphic system thus created refers to visual information, links various medium-specific potential and, in the process, alludes to the differences at the same time.

The text installationROCK DOES SOMETHING TO PAPER PAPER DOES SOMETHING TO SCISSORS SCISSORS DOES SOMETHING TO ROCK & SO ON & SO ONand the collage,DER DAS DIE (2015), by Lawrence Weiner were conceived for the exhibition space of the FOTOGALERIE WIEN. They engage with the multi-layered meanings and the value levels of sign systems such as language, images and gestures which are influenced by culture and history. The new combinations in which they are used consequently questions their genealogy, gendering and, above all, their use. The game referred to here – Stone, Scissors, Paper – stands as an experimental set-up for comprehending intangible language as a generating and mediating element and questions the fixed usage and terminologically fixed functionality of the material by reconstituting them.

In her work, Pipal,Christina Werner is concerned with postcolonial influences in the urban space of the Indian city of Ahmedabad and the associated moments of irritation. The twelve Snapshots that are being shown describe (in the form of texts) the artist’s physical and eye movements as she strolls along her pre-determined route on a promenade in Ahmedabad which is still in the process of construction. In the process the minimalist concrete images – Promenade Nr. 1-6 – allude furthermore to the interim nature of the architecture.

Petra Nol and Annika Lorenz

Informationen zum Download