Presse

Klaus Pamminger
"The Great Train Robbery – A Little Journey Through Film History", 2016 verschiedene analoge und digitale Ausführungen
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Brigitte Konyen
aus: "Geschenkbild (Me, Myself and Them)", 2012/16 C-Prints; Originalprint/1971 3-teilig: 140 x 100 cm, 90 x 70 cm, 9 x 15 cm
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Claudia Larcher
Still aus: "Heim", 2008, Videoanimation, HD, 16:9, 12:00 min.
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Timothée Schelstraete
aus: "Disparates/4", 2015 Kohlezeichnung, 52 x 75 cm
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Beatriz Toledo
"O.T.", 2016 Fotografie auf Tapete, Holzkonstruktion, 1m3
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Ausstellungsansicht Fotogalerie Wien
Foto Michael Michlmayr
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VERSATILE PHOTOGRAPHY

Eine Kooperationsausstellung mit Jeune Création, Paris / Teil II

02.03.2017

BRIGITTE KONYEN (AT), CLAUDIA LARCHER (AT), KLAUS PAMMINGER (AT),
TIMOTHÉE SCHELSTRAETE (FR), BEATRIZ TOLEDO (FR)

Eröffnung: Montag, 13. März um 19.00 Uhr
Einführende Worte: Julian Tapprich und Margaret Dearing
Ausstellungsdauer: 14. März – 15. April 2017

sponsored by: BKA-Sektion II; MA7-Kultur; Cyberlab; Österreichisches Kulturforum, Paris; Institut Français Autriche, Wien

EINE PARTNERSCHAFT ZWISCHEN FRANKREICH UND ÖSTERREICH
Zwei Künstlerkollektive, die Association Jeune Création in Paris und die Fotogalerie Wien, beides Institutionen, die seit Jahrzehnten im Bereich der Förderung und Entwicklung zeitgenössischer Kunst tätig sind, veranstalten ein gemeinsames Ausstellungsprojekt im Spannungsfeld von Fotografie und anderen Medien.
EINE AUSSTELLUNG IN ZWEI TEILEN
Arbeiten von fünf in Paris oder Wien lebenden KünstlerInnen werden an
zwei Orten zu unterschiedlichen Zeiten gezeigt. Der erste Teil der Aus­stellung findet Anfang November 2016 in Paris (im Rahmen von Paris Photo) statt, der zweite im Frühling 2017 in Wien.

Projektleitung:

Margaret Dearing, Edwin Fauthoux-Kresser für/pour Jeune Création
Michael Michlmayr, Julian Tapprich für/pour Fotogalerie Wien

Die FOTOGALERIE WIEN, 1981 gegründet, ist eine Non-Profit-Organisation und als Verein konstituiert. Zielsetzung ist es, zeitgenössische Fotokunst, interdisziplinäre Projekte und neue Medien zu zeigen sowie inhaltlich auf aktuelle, brisante Themen und Fragestellungen unmittelbar zu reagieren. Gemeinsam erarbeitet das kuratorische Team aus KünstlerInnen und TheoretikerInnen, thematische Ausstellungen, die aus den zahlreichen Einreichungen und gesammelten Ideen zusammengestellt werden. Ein weiterer Grundgedanke ist es, nicht nur international bedeutende KünstlerInnen, sondern vor allem die jüngere und auch unbekanntere Szene aus dem In- und Ausland zu präsentieren und zu fördern. Ebenso sind Kunstaustauschprojekte mit ausländischen Galerien und Institutionen seit Jahren fixer Bestandteil des Ausstellungsprogramms.

JEUNE CRÉATION: KUNSTVEREIN UND GALERIE
Der Pariser Kunstverein Jeune Création wird von einem Künstlerkollektiv betrieben, das jährlich eine große Gemeinschaftsausstellung von 60 jungen, internationalen KünstlerInnen organisiert (zuletzt im Januar 2016 in der Galerie Thaddaeus Ropac in Pantin). Daneben bietet Jeune Création seit 2006 mit weiteren kleineren Ausstellungen eine Plattform für aufstrebende KünstlerInnen. Gleichzeitig ist es dem Kunstverein ein Anliegen, im Zuge der zehn Ausstellungen pro Jahr mit anderen Institutionen zusammen zu arbeiten –
etwa im Rahmen von „Hors les murs“, einem Projekt mit Ausstellungen außerhalb der Galerie, das auf nationaler und internationaler Ebene eine Möglichkeit zu Vernetzung und Kunstaustausch bieten soll.


VERSATILE PHOTOGRAPHY


Die Ausstellung lädt dazu ein, anhand der Arbeiten von fünf in Paris und Wien lebenden KünstlerInnen zu entdecken, wie die Fotografie die durchlässigen Grenzen der einzelnen Medien durchdringt und Teil des Arbeitsmaterials wird.

Zeichnung, Video und Skulptur scheinen hier vom fotografischen Bild durchdrungen – sowohl was die Materialität als auch den Arbeitsprozess und ideellen Hintergrund betrifft. Für diese fragmentarischen Neuanordnungen schöpfen die KünstlerInnen aus der fotografischen Ikonografie – sei es durch archaische Flechtarbeit, durch Videoanimation, Intarsienarbeit, durch das Überführen des flachen Abzugs in die Dreidimensionalität oder durch die Reproduktion mit Kohlestift. Für jeden von ihnen scheint es eine Herausforderung zu sein, neue Räume zu schaffen, die es ermöglichen, die Verbindung von heterogenem und unterschiedlichem Bildmaterial sichtbar zu machen.

Das Auge stößt sich aber immer wieder an diesen eigenartigen Zusammenfügungen. Überall bleiben die Einschnitte in das Bild sichtbar, und es wird rasch klar, dass die visuelle Synthese lediglich eine Fiktion ist, eine Utopie. Jeder Bruch im Material oder in der Perspektive führt uns das Irritierende an diesem Versuch der Vermischung umso mehr vor Augen, und offenbart die Grenzen, ein einheitliches Ganzes zu schaffen.

In diesen unterschiedlichen künstlerischen Ansätzen, in denen die Fotografie immer wieder durchscheint, werden bestimmte Charakteristika des Mediums hinterfragt: das Unbewegte, der starre Blickwinkel, die Flachheit, die Begrenzung des Bildes. Dies führt zu Fragestellungen, welche über die Fotografie hinausgehen. Wie hält man zusammen, was uns das Bild in Einzelteilen liefert? Wie stellt man sich der Herausforderung einer Defragmentierung der Welt?

Edwin Fauthoux-Kresser 

Brigitte Konyen zeigt unter anderem die Fotoflechtarbeit Geschenkbild (Me, Myself and Them). Es handelt sich um ein Selbstporträt, wobei das erste Foto, das Konyen als kleines Mädchen 1971 von ihrer Mutter machte, als thematische Klammer dient. Damals bekam man zum bestellten Abzug ein zusätzliches kleines Bildchen – das sogenannte „Geschenkbild“ – und diese Verdoppelung, dieses Nebeneinander von Groß und Klein übte immer einen Reiz auf die Künstlerin aus. Für ihre Fotoflechtbilder ist die Fotografie Ausgangspunkt und Arbeitsmaterial. Persönliche Fotos, aber auch abfotografierte Zeichnungen und Texte werden im Vorgang des Flechtens zu Kunstmaterie verarbeitet. Wie kleine Erinnerungsversatzstücke erscheinen im Raster der Bildfläche Momentaufnahmen aus dem Leben von Konyen. Durch die zwei miteinander verflochtenen Ebenen überschneiden sich die Bilder: Einzelheiten treten hervor und zeigen in der abstrakten Struktur eine uns bekannte fotografische Wirklichkeit, anderes wiederum wird verdeckt und den Assoziationen der Betrachtenden überlassen. Zeit und Ort haben sich in einer selbstgemachten Anordnung aufgelöst. Generell können ihre Fotoflechtbilder als ein Statement zur Lesbarkeit von Fotografie und zur Frage, wie sich Erinnerungen konstituieren, gesehen werden.

In Claudia Larchers Arbeit Heim, eine der Videoarbeiten, die sie in der Ausstellung zeigt, wird ein Haus besichtigt, vom Dachboden bis zum Keller: Adventskranz, Ledergarnitur, Kronleuchter, bedruckte Vorhänge, ein Rasenmäher, der am Fenster vorbeirattert, Bohrmaschine, Schraubenzieher – das ganze Reservoir einer kleinbürgerlichen Provinzidylle, in eisiger Menschenleere abgebildet und ausgeleuchtet. Bei der Arbeit handelt es sich um eine Videoanimation, die aus Fotos und Laufbild zu einem scheinbar unendlichen Panoramaschwenk montiert und mit einer unbehaglich dröhnenden Tonspur unterlegt wurde. Sie fördert das Unheimliche im Alltäglichen zutage. Die Banalität eines Bösen, das sich, jenseits von Sinn und Ratio, in Chiffren und Andeutungen an der Peripherie der Wahrnehmung manifestiert und ein Gefühl von transzendentaler Obdachlosigkeit vermittelt. Räume sind perspektivisch verschoben und bizarr ineinander montiert. Zeitabläufe täuschen eine Chronologie vor und sind doch nur Momentaufnahmen, Erlebnisblitze ohne kausalen Zusammenhang. (Thomas Mießgang)

In der Fotocollage The Great Train Robbery – A Little Journey Through Film History von Klaus Pamminger werden Fragmente aus Genrefilmen quer durch das 20. Jahrhundert verwendet; diese formieren das Eisenbahn-Telegrafenamt aus der ersten Szene von Edwin S. Porters Western „The Great Train Robbery“, einem der ersten Filme der frühen Geschichte des Kinos, wenn nicht überhaupt der erste „richtige“ Film. Was Edwin S. Porter 1903 entwickelte, ist in allen folgenden Spielfilmen wiederzufinden. In Pammingers Arbeit drehen sich, einer Zeitspirale folgend, Flemings „Gone with the Wind“ über Hitchcock, Buñuel, Kubrick u. a. bis hin zu Tarantino/Stones „Natural born Killers“ durch den Raum. Was Pamminger bei jenen intarsienartigen Fotoarbeiten, neben der grundsätzlichen Beschäftigung mit Raum und dessen Wahrnehmung in unterschiedlichem Kontext, stets begeistert, ist, dass er im Herstellungsprozess nahezu frei, wie in der Malerei, ein Bild komponieren kann. Farbauftrag und Pinselstrich bestimmen jedoch nur mehr das Auge, das den jeweiligen Ausschnitt wählt (hier aus Filmkadern, die möglichst nicht weiter manipuliert wurden). Räumlich-zeitliche, aber auch inhaltliche Bezugsebenen sind gleichermaßen bedacht, und es entstehen Bilder, die im Wechselspiel über den „Raumrand“ hinausblicken lassen und gleich mehrere Geschichten erzählen.

Timothée Schelstraete zeigt Kohlezeichnungen und Malerei, die auf von ihm gesammelten Fotografien basieren – schnell geschossene Aufnahmen, Fotos, die er im Internet, in Büchern oder Alben gefunden hat, Filmausschnitte... Sie spiegeln das direkte oder indirekte fragmentarische Verhältnis, das er zu seiner Umwelt unterhält, wider und resultieren aus einer Art permanent schwebender Aufmerksamkeit. Ein Thema taucht auf, das Bild zieht seine Aufmerksamkeit auf sich, hypnotisiert ihn, um ihn dann an ein anderes weiterzuleiten. Formale oder semantische Assoziationen, welche die Arbeit bestimmen, als würde das zu lange, grundlose Verharren bei einer Sache diese mit Sinn aufladen – ohne dass er aber etwas anderes als einen Köder auswerfen wollte. Indem er Fragmente der Welt, die er einfängt und erschafft, willkürlich miteinander verknüpft, erhält er eine Art Atlas, eine Konstellation von Motiven, welche einer willkürlichen Logik folgen.

Beatriz Toledo hat eine künstlerische Arbeitsweise entwickelt, die dem fotografischen Bild eine erweiterte Bedeutung zumisst und es in größere Zusammenhänge stellt (Fotografie auf Tapete in Holzkonstruktion). Geht man von der Fotografie als Mittel für die Erhebung und Aufzeichnung der Realität aus, so bringt Toledo hier auch Skulptur und Installation ins Spiel, indem sie die Grenzen zwischen räumlichen Parametern wie Fläche und Volumen auslotet. In ihrem täglichen Umfeld findet die Künstlerin den Ausgangspunkt zu ihrer Arbeit (Atelieransichten, Presseausschnitte, gefundene Objekte,...): Die Bilder werden dekonstruiert und im Raum neu konfiguriert. In dieser systematischen Arbeit, die den Status der Fotografie und deren Integrität untergräbt, zeigt die Künstlerin neue Geschichten und Möglichkeiten der Interpretation. Daraus ergeben sich die Installationen, die mit Überschneidung, Verstörung und Täuschung spielen und sich dabei direkt mit Fragen in Zusammenhang mit der Materialität der Bilder auseinandersetzen. (Yannick Langlois)
 
Edwin Fauthoux-Kresser und Petra Noll, im Namen des Kollektivs

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VERSATILE PHOTOGRAPHY

Part II of the Partnership between Jeune Création Paris and Fotogalerie Wien

BRIGITTE KONYEN (AT), CLAUDIA LARCHER (AT), KLAUS PAMMINGER (AT),
TIMOTHÉE SCHELSTRAETE (FR), BEATRIZ TOLEDO (FR)

Opening: Monday, 13 March at 7 p.m.
Introduction: Julian Tapprich and Margaret Dearing
Duration: 14. March – 15 April 2017

sponsored by: BKA-Sektion II; MA7-Kultur; Cyberlab; Austrian Culture Forum, Paris; Institut Français Autriche, Vienna

Two artist collectives, the Association Jeune Création in Paris and the FOTOGALERIE WIEN, both institutions, that have been active for decades in encouraging and supporting contemporary art, have developed a collaborative exhibition project in the field of tension generated by photography and other mediums. The exhibition, which was shown in the Jeune Création gallery in Paris at the beginning of November 2016, will now be presented in an expanded form in the FOTOGALERIE WIEN. Project organisation: Michael Michlmayr, Julian Tapprich (FOTOGALERIE WIEN), Margaret Dearing and Edwin Fauthoux-Kresser (Jeune Création).

On the basis of the work of five artists who live in Paris and Vienna, the exhibition is an invitation to discover how photography penetrates the permeable borders of individual mediums and becomes part of the work material. Here, drawings, video and sculpture appear to be steeped in photographic images both in their materiality and in respect of the work processes and conceptual background too. The artists draw on photographic iconography for these fragmentary re-orderings – whether as archaic weaving, video animation, inlay work, transposing a flat print into three dimensions or reproducing it using charcoal drawing. For each of them the challenge seems to be to create new spaces that make it possible to render visible the connections of heterogeneous and differing pictorial material. Again and again the gaze bumps into these idiosyncratic configurations. The interventions in the image are visible everywhere and it rapidly becomes clear that the visual synthesis is only a fiction, a utopia. Each break in the material or perspective parades the irritation of the experimental mixture before our eyes that much more insistently and reveals the limitations on creating a unified whole. The different approaches taken by the artists in which photographs perpetually shine through calls specific characteristics of the medium into question: the motionlessness, the rigid point of view, the flatness, the limits of the picture. These lead to formulating questions that are wider than photography. How does one keep together what the image delivers in separate parts? How does one master the challenge of a defragmentation of the world?

Among other work Brigitte Konyen is showing the photo-weave Geschenkbild (Me, Myself and Them). The work is a self-portrait for which the first photo that Konyen made of her mother in 1971 when she was still a little girl serves as a thematic parenthesis. At that time each print that was ordered came with a small complimentary copy – a so-called ‘free gift’ picture – and this doubling up, this combination of large alongside small has always exerted a certain charm on the artist. For her photo-weave images the photograph is both starting point and work material. Personal photos, but photographically reproduced drawings and texts too are processed into art material by being woven. They appear in the grid of the image surface as little set pieces of memory, snapshots from Konyen’s life. Due to the two levels created by weaving the images overlap one another: details emerge showing us a familiar photographic reality in the abstract structure. Then again, other things are concealed and making associations is left up to the viewer. Time and place dissolve into self-made order. In general, her photo-weave works can be seen as a statement about the legibility of photography and how memories are constituted.

In Claudia Larcher’s work Heim [Home], one of the video works which she is presenting in the exhibition, a house is viewed from attic to cellar: Advent garland, leather suite, chandelier, printed curtains, a lawn mower that putters by the window, electric drill, screwdriver – the entire reservoir of a petit bourgeois provincial idyll, a well-lit icy absence of people. The work consists of a video animation in which still and moving images are edited into an apparently endless panoramic pan underpinned by an uneasy, droning soundtrack. This brings the uncanny up to the surface of the quotidian. Far distant from any rational sense the banality of evil is manifest in codes and allusions at the edge of perception and conveys a feeling of utter homelessness. Rooms have a distorted perspective and are bizarrely edited into each other. Sequences aspire to a chronology that consists only of snapshots, flashes of experience with no causal connection. (Thomas Mießgang)

The photo collage, The Great Train Robbery – A Little Journey Through Film History, by Klaus Pamminger, uses fragments from genre films of the whole of the twentieth century. These form the railway telegraph office from the first scene of Edwin S. Porter’s Western, „The Great Train Robbery“, one of the first films from the early history of cinema if not the very first ‘real’ film. What Edwin S. Porter developed in 1903 is to be found in all subsequent feature films. In Pamminger’s work, Fleming’s „Gone with the Wind“ together with Hitchcock, Buñuel, Kubrick and others right on up to Tarantino/Stone’s „Natural born Killers“, turn in a chronological spiral in the room. What always fascinates Pamminger with the inlay-like photo works is – in addition to the fundamental concerns with space and spatial perception in differing contexts – that as in painting, the production process leaves him almost completely free to compose an image. However, it is only the eye that determines the application of colour and brushstroke, by the selection of a particular section (here composed of filmic frames which, wherever possible, were manipulated no further). Space-time but also the substantive reference levels are taken into account equally and images are produced which, in their interaction, allow us to look outside the ‘spatial box’ and tell multiple stories simultaneously.

Timothée Schelstraete is showing charcoal drawings and paintings which are based on a collection of photos he made – literally snapshots, photos he discovered in the internet, in books or albums, film sequences ...They reflect the directly or indirectly fragmentary relationship he has to his surroundings and are the result of a kind of permanently floating attention. A subject comes up, the image attracts his attention, hypnotises him and then leads him on to another. Formal or semantic associations determine the work as if fixating on one thing too long and without sufficient reason had imbued it with meaning – without him intending to anything other than laying out some bait. By randomly linking fragments of the world he captures or creates with each other he obtains a kind of atlas, a constellation of motifs that follow an arbitrary chain of logic.

Beatriz Toledo has developed a process of creating art works that ascribes an expanded meaning to the photographic image and situates it in a wider context (photograph on wallpaper on wooden construction). Starting from the assumption that photography is a means of surveying and recording reality, Toledo brings into play sculpture and installation too, sounding out the boundaries between spatial parameters such as area and volume. The artist finds points of departure for her work in her everyday surroundings (views of her studio, press cuttings, found objects etc.): the pictures are deconstructed and reconfigured in space. In this systematic work which undermines the status of photographs and their integrity, the artist shows new stories and possibilities of interpretation. The resulting installations playing with overlapping, irritation and deception are thereby directly concerned with issues related to the materiality of the images. (Yannick Langlois)

Edwin Fauthoux-Kresser and Petra Noll, for the collective

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