Presse

Robert F. Hammerstiel
aus der Fotoserie "Instant Vacations I", 2007/2008, C-Prints auf Acrylgläsern, Acrylglasboxen, je 46 x 61 x 4 cm
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Tim Sharp
"Hearsay", 2013 Wall newspaper, 135 x 312 cm
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Michael Höpfner
Installationsansicht, Zeitkunst Kitzbühel, Judith Fegerl – Michael Höpfner: "Movements of folding and coiling up on oneself, walk Nr. 2", 2013; ca. 200 x 200 x 200 cm
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Klaus Mähring
aus: Nomadic Village, "Captain Klaus" / Klaus Maehring, 2009 und 2012
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Patricia Almeida
aus der Serie "PORTOBELLO", 2008, C-Print, 70 x 56 cm
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Ausstellungsansicht Fotogalerie Wien Foto: Michael Michlmayr
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Michael Höpfner
Installationsansicht Fotogalerie Wien
Foto: Michael Michlmayr
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Robert F.Hammerstiel
Installationsansicht Fotogalerie Wien
Foto: Michael Michlmayr
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Patricia Almeida
Installationsansicht Fotogalerie Wien
Foto: Michael Michlmayr
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Klaus Mähring
Installationssansicht Fotogalerie Wien
Foto: Michael Michlmayr
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Klaus Mähring
Ausstellungsansicht Fotogalerie Wien Kino
Foto: Michael Michlmayr
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Tim Sharp
Installationsansicht Fotogalerie Wien
Foto: Michael Michlmayr
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Ausstellungsansicht Fotogalerie Wien
Foto: Michael Michlmayr
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Ausstellungsansicht Fotogalerie Wien
Foto: Michael Michlmayr
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Ausstellungsansicht Fotogalerie Wien
Foto: Michael Michlmayr
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MOBILITÄT I

Reisen

11.04.2013

PATRÍCIA ALMEIDA (PT), MICHAEL HÖPFNER (AT), ROBERT F. HAMMERSTIEL (AT)
KLAUS MÄHRING (AT), TIM SHARP (GB/AT)

Eröffnung: Montag, 13. Mai um 19.00 Uhr
Einführende Worte: Philipp Levar
Ausstellungsdauer: 14. Mai – 8. Juni  2013
 
sponsored by: BMUKK, MA7-Kultur, Cyberlab, Portugiesische Botschaft/Wien
Kooperationspartner: ZDB Gallery, Lissabon
 
Ausschweifende Mobilität ist – neben exzessiver Kommunikation – eines der bestimmenden globalen Phänomene am Beginn des 21. Jahrhunderts. Die FOTOGALERIE WIEN zeigt in ihrem diesjährigen Schwerpunkt künstlerische Arbeiten, die sich aus unterschiedlichen Blickwinkeln den mannigfaltigen Aspekten dieses Themas widmen. Dabei umfasst die dreiteilige Ausstellungsserie Positionen zu den ineinander verwobenen Feldern der freiwilligen Reisen, der Grenzen und Grenzgebiete sowie der volatilen Kapital- und Informationsflüsse mit ihren physischen Konsequenzen für viele. Jeden Teil dieser Trilogie entwickelt das kuratorische Team in einem offenen Prozess gemeinsam mit den KünstlerInnen und begibt sich damit selbst auf eine Reise mit oftmals überraschenden Entdeckungen; in ihrem dialogischen Zusammenspiel machen die verschiedenen Arbeiten immer wieder neue Momente sichtbar und ermöglichen es, die Vielschichtigkeit des Themas Mobilität aufzuzeigen. Sich diesem gerade in und durch das Medium Bild zu nähern, kann auch als eine Referenz an ein wesentliches Merkmal der Globalisierung gelesen werden – zählen doch gerade Bilder zu deren mobilsten Einheiten, die sich längst schon über alle Grenzen hinweggesetzt haben.
 
Die erste Ausstellung in dieser Reihe, REISEN, widmet sich verschiedenen Arten der freiwilligen Bewegung, den treibenden Sehnsüchten, an andere Orte zu gelangen, und den Settings, die dabei vorgefunden oder auch selbst erschaffen werden. Die FOTOGALERIE WIEN hat dazu fünf KünstlerInnen eingeladen,  die sich mit den Themenfeldern Massentourismus, Künstlerreisen und virtuelle Reisen beschäftigen. „On the move“ zu sein heißt im ersten Fall zumeist, sich in entfernte Gefilde zu begeben, ohne tatsächlich dort zu sein, sondern lieber abgekapselt vom lokalen Geschehen, gehüllt in den Kokon eigens eingerichteter Ressorts oder Abenteuerurlaub-Strategien. Unter einem anderen Stern stehen Künstlerreisen, die den zweiten Schwerpunkt dieser Schau bilden. Diese sind oftmals von der Neugier auf das Fremde geprägt und von dem Wunsch, das tatsächlich Andere zu erfahren, und dieses auch im Schaffen ästhetisch zu reflektieren. Ein weiterer Aspekt sind Ausflüge in den Cyberspace, bei denen mittels Tastatur und Maus die Imagination aus dem gewohnten Umfeld entlassen wird und dabei jedoch immer wieder auf vorgefertigte Verhaltensmuster trifft.


In ihrer Serie Portobello inszeniert Patrícia Almeida, 1970 geboren und in Lissabon lebend, Orte, Menschen und Szenen in einem massentouristischen Kontext: Scheinwelten unter strahlend blauem Himmel, die es erlauben, dem Alltag zu entfliehen. Der Titel steht dabei als Synonym für die weltweite Austauschbarkeit der touristischen Ressorts. Sich durch ein massentaugliches Entertainment bespaßen zu lassen, zu relaxen oder einfach die „Sau raus zu lassen“, geschieht dabei zumeist in völliger Losgelöstheit von den wirklichen Verhältnissen in der Region unter Abschottung gegen das tatsächlich Andere und Fremde vor Ort. Die Künstlerin zeigt das Phänomen Massentourismus in vielen Facetten, wobei es sich nicht um snapshots handelt; vielmehr sind die Orte, Portraits von Touristen und von im Tourismus Beschäftigten oder des Entertainments und Konsums präzise in Form von nachgestellten Szenen dokumentarisch festgehalten und werden in installativen Inszenierungen miteinander verwoben. Dadurch gelingt es ihr, das Authentische im Nicht-Authentischen einzufangen und das Artifizielle dieser Erlebniswelten auf einer weiteren Ebene sichtbar zu machen.

Robert F. Hammerstiel
wurde 1957 in Pottschach geboren und lebt in Wien. Die in der Fotogalerie Wien präsentierten Arbeiten sind ein Ausflug in den Kosmos des Cyberspace, in ein „Second Life“, respektive in die Welten der gleichnamigen Online-Plattform. Dabei gibt er nicht nur Einblicke in die visuell-ästhetische Suggestivkraft der virtuellen Erlebniswelt, die mit ihren lang gezogenen Sandstränden oder den sonnigen, palmengesäumten Boulevards durchaus Ähnlichkeiten mit „Traumdestinationen“ des realen Reisens aufweist, sondern dokumentiert auch die Beweggründe der Menschen, sich dorthin zu begeben. Die Fotoserie Instant Vacation I besteht aus menschenleeren Bildern mit Statements von Usern, die ihre Wünsche artikulieren. Das Video Instant Vacation II gibt einen Einblick in die Konstruktionsmechanismen dieser virtuellen Welt, und in Instant Message wohnt man als stiller Beobachter einem Chat von Usern bei, dem es sich um die Erlebnisse und Freiheiten in „Second Life“ dreht. Die Videoarbeit Pose Balls dokumentiert die genormten Abläufe intimer Begegnungen zwischen Avataren, wie sie vom Programm her vorgesehen sind. Es wird deutlich, dass sich auch in der Cybermobilität – wie im (physischen) Massentourismus – die Flucht aus dem Alltag in vorgezeichneten Schablonen vollzieht.
 
Mit seiner Arbeit Outpost of Progress führt uns Michael Höpfner, geboren 1972 in Krems und in Wien lebend, an Grenzbereiche, in denen Menschen, die in alter Tradition leben, auf die Vorposten der Zivilisation treffen. Dabei gelingt es ihm, exotistische Vorstellungen einer unberührten Natur und völlig mit ihr in Einklang lebender Völker zu konterkarieren, indem er die tatsächliche Situation vor Ort dokumentiert. In seinen langen Reisen zu Fuß findet der Künstler etwa im westlichen Tibet in einem ursprünglichen und nomadisch geprägten Gebiet am Chang Tang Plateau organisierte Arbeitslager und endlose Autobahnen. Die hier entstandenen Schwarz-Weiß-Fotos zeigen schnurgerade Straßen, die sich als infrastrukturelles Manifest der Modernisierung in die Wildnis schneiden, jedoch ihrerseits wieder an ihren Rändern in die ursprüngliche Natur ausfransen. Dem stellt der Künstler eine eigens für die Ausstellung angefertigte Installation aus rostigem Eisen gegenüber, die den von zugereisten Arbeitern eiligst vor Ort errichteten Unterkunfts-Hybriden aus Zelt und Einfamilienhaus nachempfunden ist. In seiner künstlerischen Reaktion verbirgt Höpfner nie seinen westlichen Blick. Das Gehen als Reisemodus kann als Widerstand gegen den globalen Kapitalismus gelesen werden und als anarchischer Versuch, dem Diktat der Beschleunigung zu entgehen, um somit zu einer anderen Form von Wahrnehmung zu gelangen.
 
Klaus Mähring wurde 1975 in Graz geboren und lebt seit 2001 jeweils ein halbes Jahr „on the road“ und in Wien. Für ihn ist das Reisen eine Lebensweise, die sich auch in seiner Arbeit widerspiegelt. Als nomadischer Künstler arbeitet er auf seinen Reisen mit dem, was sich vor Ort findet und entwickelt. Er ist mit einem Bus unterwegs, der ihm gleichzeitig als Wohn- und Rückzugsort, Atelier, Fotolabor und Ausstellungsraum dient und allein durch seine Präsenz Menschen aus der Umgebung anzieht. Wenn er als „Captain Klaus“ das Nomadic Village anführt, mutiert der Bus zum Rathaus, um das sich Fuhrpark und Infrastruktur der kleinen Gemeinschaft gruppieren. Sich das Recht herauszunehmen, Plätze zu benutzen und den öffentlichen Raum zurückzuerobern, ist dabei ein wesentliches Motiv. Die Fotogalerie Wien zeigt in ihrem Kino zwei Videos, die den Prozess des Ankommens und Einlassens auf den jeweils neuen Ort dokumentieren, sowie Arbeiten aus der Nomadic Village Travelling Exhibition, die im Rahmen dieses Projekts entstanden sind. Für die Dauer der Ausstellung wird der Künstler regelmäßig bei Kaffee und Kuchen als Geschichtenerzähler anwesend sein.
 
Tim Sharp, geboren 1947 in Schottland und seit 1978 in Wien lebend, reagiert mit seiner Arbeit Hearsay auf einen Kongress der Reisebürobranche und dessen Begleitumstände in San Cristobal de las Casas, Chiapas Mexico. Für das Event wird die Stadt aufgeputzt und exzessiv bemalt. Das Paradoxe daran: „Abenteuertourismus“ bedeutet hier nicht, das Andere und Fremde zu entdecken, sondern es geht um Profit, Macht und Land. Für das Spektakel wird ein Markt, die Existenzgrundlage vieler indigener Menschen, geschlossen, und als „Ersatz“ werden Mestizen oder Mannequins in traditionellen Kostümen im Zelt der Messe-Reiseagentur eingesetzt. Um in  dieser Zeit doch noch ein Einkommen zu haben, sehen sie sich gezwungen, Frontwände und Türen anderer Geschäfte anzumieten und dort Souvenir-Artikel anzubieten. In einem großformatigen Tableau stellt Sharp Fotos und Dialogfragmente, die er vor Ort aufgeschnappt hat, zusammen, die die Ereignisse dokumentieren. Auf diese Weise erinnert Hearsay an einen Zeitungsartikel, reflektiert aber auch als Wand-Arbeit eine wesentliche Bedeutung öffentlicher Flächen: Wem wird das Recht zugesprochen, seine Botschaften zu verbreiten?
 
Petra Noll und Philipp Levar, im Namen des Kollektivs


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MOBILITY I - Travelling

PATRÍCIA ALMEIDA (PT), MICHAEL HÖPFNER (AT), ROBERT F. HAMMERSTIEL (AT)
KLAUS MÄHRING (AT), TIM SHARP (GB/AT)

Opening: Monday, 13 May at 7 p.m.
Introduction: Philipp Levar
Duration: 14 May until 8 June  2013
 
sponsored by: BMUKK, MA7-Kultur, Cyberlab, Embaixada de Portugal; in cooperation with: ZDB Gallery, Lisbon
 
Alongside excessive communication, inordinate mobility is one of the determining factors among the global phenomena of the early twenty-first century. As part of this year’s main focus, the Fotogalerie Wien is showing artworks concerned with the manifold aspects of this subject from differing viewpoints. The three-part series of exhibitions contains positions relating to the interwoven fields of voluntary travelling, borders and border areas and the volatile flows of capital and information with their physical consequences affecting many people. The curatorial team has developed each part of this trilogy together with the artists in an open process, and in so doing set off on a trip that often contains surprising discoveries. The interaction of the various works produces a dialogue that repeatedly renders new moments visible and makes it possible to point up the multi-levelled nature of the subject of mobility. To approach this through the medium of images can also be read as a characteristic of globalization because images are among its most mobile entities that long ago began to ignore all borders whatsoever.
 
The first exhibition in the series, TRAVELLING, is devoted to various kinds of voluntary movement, the motivating desire to be elsewhere and the settings that were found or created there. The Fotogalerie Wien has invited five artists who are concerned with the subjects of mass tourism, artists’ journeys and virtual travelling. In the first case to be “on the move” all too often means to go to distant realms without actually being there, in fact to even prefer being insulated from local events, swaddled in the cocoon of a custom built resort or adventure holiday strategy. Artists’ trips, the second focal point of this show,  are guided by another star. Their travels are often infused with curiosity and a desire to experience what is different and to aesthetically reflect on it in their work. Another aspect is the excursion into cyberspace where the use of keyboard and mouse releases the imagination from its habitual surroundings even though it still runs into predetermined behavioural patterns.

                                                  
In her series Portobello Patrícia Almeida, born in 1970 and a resident of Lisbon, staged places, people and scenes in the context of mass tourism: illusory worlds under a bright blue sky that allow one to escape everyday life. The title stands as a synonym for interchangeable tourist resorts which are located anywhere in the world. To allow oneself to be caught up in mass entertainment events, to relax or just to let your hair down usually takes place completely uncoupled from the real actual situation in situ and sealed off from what is in fact unfamiliar and foreign. The artist shows many facets of the phenomenon of mass tourism. These are not snapshots but, rather, the places, portraits of tourists or those employed in tourism, entertainment and consumer services, are precisely documented, in re-enacted scenes and woven together in an installative setting. By doing so she has been successful in catching the authentic and the inauthentic, and making the purely artificial nature of these experiential worlds visible on another level.

Robert F. Hammerstiel was born in 1957 in Pottschach and lives in Vienna. The works being presented by the Fotogalerie Wien are an excursion into the cosmos of cyberspace, into a “Second Life” respectively into the world of the online platform of the same name. He doesn’t only give us insight into the visual and aesthetic evocative force of virtual experiential world with its endless sandy beaches or sun-drenched, palm-lined boulevards that have a distinct similarity to the “dream destinations” of real travels, but also documents the motives of the people who go there. The Instant Vacation I series consists of deserted pictures with statements by users articulating their wishes. The video Instant Vacation II, provides insight into the construction mechanisms which give rise to these virtual worlds, and in Instant Message I and II the viewer becomes the silent observer of a user chat centred on the experiences and freedoms of “Second Life”. The video work Pose Balls documents the standardized procedures of intimate encounters between avatars as they are predetermined by the programme. It becomes clear that the cyber-mobility enabling an escape from everyday life takes place in preset patterns – just as it does in (physical) mass tourism.
 
With his Outpost of Progress Michael Höpfner,  born in 1972 in Krems and a Vienna resident, leads us into border territories where people who live within long-established traditions encounter outposts of civilization. In the process he successfully counteracts any exotic imaginings about untouched nature and people who live in complete harmony with it by showing pictures of the real, on-the-ground situation. During his long journey on foot over the Chang Tang Plateau in Western Tibet – a region where the people were originally nomadic – ­the artist encounters organized work camps and endless motorways. The black and white photos made here show roads straight as arrows. They cut into the wilderness, an infrastructural manifesto of modernization, but also show signs of unravelling at their edges, of returning to nature. The artist will confront the photos with an installation made specially for the exhibition. Constructed from rusty iron, it recreates the hybrid habitation of the tent and single family home structures hurriedly erected by incoming migratory workers. In his reaction as an artist Höpfner never conceals his Western gaze. Walking as a way of travelling can be read as resistance to global capitalism and as an anarchistic attempt to avoid the dictatorship of speed in order to achieve another form of perception
 
Klaus Mähring was born in 1975 in Graz and, since 2001 lives six months a year “on the road” and six months in Vienna. Travelling is a way of life for him and this is mirrored in his work. As a nomadic artist he works with what he finds and develops while travelling. He travels with a van which serves as a living space, home, studio, photo laboratory and exhibition space all at the same time. Its presence is enough on its own to act as a draw for people from the surrounding area. When, as “Captain Klaus” he is the leader of the Nomadic Village, his vehicle mutates into a town hall around which the fleet of vehicles and the infrastructure of the small community arrange themselves. In the process a significant motive is to assume the right to use and to re-conquer public spaces. The Fotogalerie Wien will be screening two videos in the cinema that document the arrival in, and engaging with, new places as well as works from the Nomadic Village Travelling Exhibition series made during this project. The artist will be regularly present throughout the exhibition as a story teller (with coffee and cake).
 
With Hearsay, Tim Sharp, born in 1947 in Scotland and a Vienna resident since 1978, reacts to a travel agents congress and the circumstances surrounding it in San Cristobal de las Casas, Chiapas, Mexico. For the event the city centre was extensively cleaned up and underwent intense repainting. The paradox is that “adventure tourism” here does not mean discovering what is different and foreign, but is more concerned with profit, political power and land. During the event a market which provides the livelihood for many indigenous people was closed down, and as “compensation”, mestizos or mannequins dressed in traditional clothing were to be found at the travel agents’ fair tent. As a stop gap measure to provide at least some income from selling their souvenirs, stallholders were forced into renting the facades and doors of permanent shops nearby. Sharp brings together photos and fragments of dialogues heard around town into a large-format tableau that documents the event. This method is reminiscent of newspaper articles and, as a direct wall-based work, also reflects on one of the significant functions of walls: who has the right to broadcast which messages?.

Philipp Levar and Petra Noll, on behalf of the collective

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