2006

Bilder

CROSSOVER III Jahrgang: 2006,
CROSSOVER III
Fotografie - Medienkunst
BILDER Nr. 217
Eröffnung: Montag, 18. Dezember, 19.00 Uhr
Einleitende Worte: Ruth Horak
Weihnachtsferien: 23.12.06 - 8.1.07


BEGLEITPROGRAMME:

Donnerstag, 11. Jänner 2007 um 19.00 Uhr
Ö1 Kunstradio Webcast (http://kunstradio.at)

Eine Live-Bespielung der Installation in allen ihren Komponenten bildet das Ausgangsmaterial für ein weiteres CROSSOVER in den Übertragungsraum.
Sonntag, 28. Jänner 2007 um 23.05 Uhr
Ö1 Kunstradio Broadcast (ORF Österreich 1)

Das aus der Live-Performance generierte Material wird von den KüstlerInnen im Studio überarbeitet und zu einer einstündigen Radiokunst-Sendung neu gemischt.
Montag, 29. Jänner 2007 um 19.00 Uhr
Finissage und Katalogpräsentation CROSSOVER



CROSSOVER - SCHWERPUNKT 2006 DER FOTOGALERIE WIEN
Der diesjährige Schwerpunkt präsentiert Arbeiten von KünstlerInnen die sich zwar des Mediums Fotografie bedienen, allerdings die Charakteristika einer anderen oder anderer Kunstsparten beschreiben oder vermischen und in deren Werk diese Arbeitsweise bereits seit vielen Jahren Teil ihres künstlerischen Konzepts ist.
Für Crossover gibt es auch erstmals - im Sinne einer Grenzüberschreitung - eine geteilte Projektautorenschaft. 3 österreichische Positionen (Gerda Lampalzer & Manfred Oppermann: Fotografie-Film, Eva Schlegel: Fotografie-Malerei, alien productions: Fotografie-Medienkunst), wurden vom Kollektiv der Galerie eingeladen. Diese haben wir ersucht ihrerseits KünstlerInnen zuzuladen mit dem Ziel von Erweiterung und Verdichtung des Themas.


CROSS TALK
Ein Projekt von alien productions und Machfeld
im Rahmen der Ausstellung CROSSOVER III
Die beiden KünstlerInnenkollektive alien productions (Martin Breindl, Norbert Math, Andrea Sodomka) und Machfeld (Sabine Maier & Michael Mastrototaro) werden das von der Fotogalerie Wien vorgegebene Konzept von Crossover zu einem Shifting der Positionen hin radikalisieren.
Als Zeichen dafür, dass in der Medienkunst nicht das Einzelkünstlertum im Vordergrund stehen kann, sondern im Gegenteil Zusammenarbeit eine der wesentlichsten Strategien darstellt, werden alien productions und Machfeld unter dem Titel CROSS TALK eine gemeinsame Installation erarbeiten, die sämtliche Räume der Galerie umfasst.
Die Installation besteht aus 3.1 [drei punkt eins] Modulen, wobei jedem Raum der Galerie je ein "Wahrnehmungsfeld" zugeordnet wird, aus dem die sogenannte Wirklichkeit konstruiert wird: der große Ausstellungsraum ist dem Bild gewidmet, der kleine dem Text und das Kino ausschließlich dem Sound. Als .1-Modul fungiert der elektronische Radio-Raum des ORF Kunstradios, das die Installation [in einer Live-Bespielung] als Transmission in die Netzwerke und Radioapparate diffundiert.
alien productions und Machfeld konstruieren einerseits eine komplett virtuelle [Medien_]Umgebung, indem ihr Ausgangspunkt die digitale Domäne ist, wie sie in diversen Software-Programmen erzeugt wird (3D-Animationen, Text-2-Speech-Generatoren u.ä.). Andererseits nehmen sie explizit auf die Technik- und Mediengeschichte Bezug, da sie die so erzeugten Bilder, Klänge und Texte durch "alte" Medien erst räumlich erfahrbar machen - wie zum Beispiel über einfache Spiegel wahrnehmbare stereoskopische Projektionen, "sprechende" Nadeldrucker oder klassische Beschallungssituationen: als Konstruktion von Realität aus der virtuellen Umgebung.

WAZZUP? Jahrgang: 2006,
WAZZUP?
BILDER Nr. 216
WAZZUP?

WIEN: Nina Dick, Tatiana Lecomte, Anja Manfredi, Rita Nowak, Corinne Rusch, Kamen Stoyanov,
Nina Springer, Martin Vesely / BRATISLAVA: Radovan Cerevka, Peter Homola, Andrea Kalinová, Daniela Kápralová, Jozef Ondzik, Viktor Szemzö / BERLIN: Martin Denker, Christoph Keller, Ole Kloss, Heinz Peter Knes, Kitty Kraus, Thyra Schmidt, Henrik Strömberg, Eve K. Tremblay, Ira Vinokurova / LUXEMBURG: Elvire Bastendorff, Gerson Bettencourt, Luc Ewen, Véronique Kolber, Claudia Passeri, Vera Weisgerber / PARIS: Philippe Munda, Julia Varga, Andreï Panibratchenko, Mathieu Bernard-Reymond, Vincent Debanne; Gilles Leimdorfer / MOSKAU: Boris Bendikov, Aleksandr Gronskiy, Petr Joukov, Gregory Maiofis, Vladimir Mishukov, Timofey Parschikov, Georgy Pervov, Tatevik Sarkisyan / ROM: Marco Fedele di Catrano, Francesca Lazzarini, Riccardo Mazzoni, Luca Nostri, PH.ON (Roberto Gammmone & Dario D'Aronco), Giuseppe Pietroniro, Corrado Sassi, Marinella Senatore, Silvia Serenari

Eröffnung: Montag, 13. November 2006, 19.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 14. November - 13. Dezember 2006

WAZZUP?
WHAT´S UP mutiert zu WAZZUP - ein Hype, eine Veränderung jagt die nächste.
Was gestern out - ist heute in - und umgekehrt.
Das gilt nicht nur für den normalen Sprachgebrauch, das manifestiert sich auch in Kunsttrends.
Wer ist in, wer wird favoritisiert und gepusht?
Abgesehen von den in der Luft liegenden Tendenzen, möchten wir mit unserem Beitrag den Monat der Fotografie in seiner städtischen Dichte und seinem Umfang transparent machen und feiern.
Aus allen am Monat der Fotografie teilnehmenden Städten (Wien, Berlin, Paris, Bratislava, Moskau, Rom, Luxemburg) hat die Fotogalerie Wien jeweils 3 Fotografie-Fachpersonen gebeten, 3 KünstlerInnen zu nennen, die für sie im Bereich Fotografie und neuen Medien wichtig sind.
Nennkriterien waren: jüngere oder unbekanntere KünstlerInnen die in den jeweiligen Städten/Ländern arbeiten.
Aus den Nominierungen wird pro Stadt je ein/e KünstlerIn ausgewählt und eingeladen, eine für ihn/sie typische und aktuelle Arbeit zu präsentieren. Von allen KünstlerInnen werden Portfolios in der Ausstellung gezeigt.

IDEE:
Ein Fest der Fotografie!
Sichtbarmachung künstlerischer Tendenzen
Umfang des gesamten Projektes - Monat der Fotografie - transparent machen
Networking
Informationsaustausch

FOLGENDE KÜNSTLER/INNEN SIND IN DER AUSSTELLUNG MIT ORGINALARBEITEN VERTRETEN:

Doppel- oder Mehrfachnominierungen:
Wien: Kamen Stoyanov / Bratislava: Viktor Smenzö / Luxemburg: Vera Weisgerber /
Moskau: Gregory Pervov
Entscheidung FOTOGALERIE WIEN: Berlin: Martin Denker / Paris: Vincent Debanne / Rom: PH.ON

WAZZUP?

JUROR/INNEN UND VORGESCHLAGENE KÜNSTLER/INNEN:


BERLIN
Martin Germann; Kurator und Kulturproduzent: Ole Kloss, Heinz Peter Knes, Kitty Kraus
Adina Popescu; Kuratorin und Autorin: Christoph Keller, Henrik Strömberg, Eve K. Tremblay
Claudia Stein; Herausgeberin, Photography now: Martin Denker, Thyra Schmidt, Ira Vinokurova

BRATISLAVA
Petra Hanakova; Kuratorin: Andrea Kalinová, Jozef Ondzik, Viktor Szemzö
Vaclav Macek; Leiter - Monat der Fotografie, Bratislava und Mitteleuropäisches Haus der Fotografie, Bratislava: Radovan Cerevka, Peter Homola, Viktor Szemzö,
Lucia Nimcová; Fotografin und Kuratorin: Peter Homola, Daniela Kápralová, Viktor Szemzö

LUXEMBURG
Paul di Felice; Cafe Créme, Luxembourg, Kurator, Dozent an der Universität Luxemburg:
Véronique Kolber, Claudia Passeri, Vera Weisgerber
Danielle Igniti; Direktorin der Galerie Nei Liicht, Dudelange und Kuratorin: Elvire Bastendorff,
Luc Ewen, Vera Weisgerber
Enrico Lunghi; Direktor von Casino Luxemburg: Gerson Bettencourt, Véronique Kolber, Vera Weisgerber

MOSKAU
Irina Gorlova; Kuratorin im Centre of Contemporary Arts, Moskau: Boris Bendikov, Petr Joukov, Georgy Pervov
Olga Sviblova; Direktorin des "Moscow House of Photography", Kuratorin: Vladimir Mishukov,
Timofey Parschikov, Georgy Pervov
Irina Tchmyreva: Kuratorin, Kunsttheoretikerin, Kunstdozentin (Moscow Museum of Modern Art; Photographer.ru; Moscow State University of Printing): Aleksandr Gronskiy, Gregory Maiofis,
Tatevik Sarkisyan

PARIS
Anne Davidian; Kuratorin und Kunstkonsultin & Adeline Blanchard; Kunsthistorikerin und Kuratorin: Mathieu Bernard-Reymond, Vincent Debanne, Gilles Leimdorfer
Jean-Luc Monterosso; Direktor des Maison Européen de la Photographie, Paris: Martial Cherrier, Raphaël Dallaporta, Marie-Noëlle Décoret
Vladimir Najman; Künstler und Co-Koordinator von La Générale, Paris: Philippe Munda,
Andreï Panibratchenko, Julia Varga

ROM
Lorenzo Benedetto; Kurator: PH.ON (Roberto Gammmone & Dario D'Aronco), Corrado Sassi,
Marinella Senatore
Angelo Capasso; Kunstkritiker und Kurator: Marco Fedele di Catrano, Giuseppe Pietroniro,
Silvia Serenari
Emiliano Paoletti; Direktor von Zone Attive, FotoGrafia International Festival of Rome & Anna Gianesini; Projektmanagerin: Francesca Lazzarini, Riccardo Mazzoni, Luca Nostri

WIEN
Elsy Lahner; Kuratorin: Nina Dick, Corinne Rusch, Kamen Stoyanov
Michael Ponstingl; Kurator Albertina, Kunsthistoriker: Tatiana Lecomte, Anja Manfredi, Nina Springer
Andreas Spiegl; Kunsttheoretiker: Rita Nowak, Kamen Stoyanov, Martin Vesely



WAZZUP? KÜNSTLERINNEN BIOGRAFIEN

BERLIN
MARTIN DENKER *1976 (D);1996-2000 Studium der freien Kunst bei Ulrich Puritz an der
Ernst-Moritz-Arndt Universität in Greifswald; 2000-2001 Studium der Malerei bei Roxy McCloskey und Charles Field, University of Texas, San Antonio, USA; Fotografie bei Ronald C. Binks, University of Texas, San Antonio, USA.; Assistenz für Fotografie bei Ronald C. Binks und Swain Edens, University of Texas, San Antonio, USA; 2001-2005 Studium der Fotografie bei Thomas Ruff an der Kunstakademie, Düsseldorf; seit 2002 Assistent von Andreas Gursky.
Zahlreiche Einzelausstellungen im In- und Ausland.
OLE KLOSS *1975 (D); lebt und arbeitet als freier Fotograf in Berlin. 2005 Abschluss an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, Kommunikationsdesign, Schwerpunkt Fotografie. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.
HEINZ PETER KNES *1969 (D); 1993-1999 Studium der Fotografie and der FH Dortmund. Seit dem freischaffend als Fotograf tätig. Überwiegend Auftragsfotografie und Veröffentlichungen von frei entstandenen Arbeiten in nationalen und internationalen Magazinen, die sich zwischen Popkultur, Design und Kunst bewegen (Bsp: 032c, purple, butt, Spex, jetzt, Neon, Dutch, doingbird, lodown; www.heinzpeterknes.de). Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.
KITTY KRAUS *1976 (D); lebt und arbeitet in Berlin. Studium der Philosophie an der HU Berlin.; Studium Freie Kunst an der UdK Berlin, Meisterschüler bei Prof. L. Baumgarten. Gruppenaustellungen (Auswahl): 2005 "ŽThe Gone WaitŽ", Gagosian Gallery, Berlin; 2006 Gavin BraunŽs Enterprise, New York; "Optik Schröder", Kunstverein Braunschweig; "8:8=1+1", Brunn, Berlin. Einzelaustellungen (Auswahl): 2006 Galerie Neu, Berlin. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.
THYRA SCHMIDT *1974 (D); lebt und arbeitet in Düsseldorf. 2001-2005 Studium an der Kunstakademie Düsseldorf bei Thomas Ruff. Einzelausstellungen (Auswahl): 2005 Galerie Gaby Kraushaar, Düsseldorf; "Plakate im Außenraum", Die Photographische Sammlung / SK Stiftung Kultur, Köln. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.
HENRIK STRÖMBERG *1970 (S); lebt und arbeitet in Berlin. 1999 MA - Photography, FAMU, Prague; 1997 BA - Fine Art, Camberwell College of Art, London Institute. Ausstellungen (Auswahl): 2006 "Visite ma Tente", Berlin; 2005 "Remains", Galerie/5213/ Berlin; "Berliner Liste", Vitra Design Museum; "Konst i Hessle", Hässleholms Konsthall (S); "Placements", Galerie /5213/, Berlin; 2004 Kirseberg Church, Malmö;. 2003 "7 Scenes", Skanes Konst Galleri, Malmö. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.
ÈVE K. TREMBLAY *1972 (CAN); 1997-2000 BFA Fotografie, Concordia Universität, Montreal; 1994-1995 Zertifikat - Neighborhood Playhouse Schule für Theater, New York; 1992-1993 Französisch Studium, Universität Montreal, Montreal; 1989-1991 DEC Kommunikationswissenschaften, Jean-de-Brébeuf Collège, Montreal. Preise, Stipendien und Artist in Residency: 2005 Artist Residency, CEAAC, Strassburg, Frankreich; Preis der CALQ: Beirat der Künste und der Geisteswissenschaften in Québec (CALQ), Entwurf/Produktions-Preis; 2004 Goethe Institut Berlin - Kulturpreis; 2003 Kanadischer Beirat für Kunst Entwurf/Produktions-Preis; Artist residency, iaab &Christoph-Mérian, Basel, Schweiz; Preis der CALQ; 2001 Nationaler Würdigungspreis, Universität Concordia; 1999 Agfa Preis für beste und umfassende Ausführung, Concordia Universität. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.
IRA VINOKUROVA *1975 (RU); seit 2000 Studium an der Düsseldorfer Kunstakademie, seit 2002 bei Prof. Thomas Ruff, Kunstakademie Düsseldorf; 2006 Meisterschülerin bei Prof. Thomas Ruff. Gruppenausstellungen (Auswahl): 2005 "In der Wüste schneit es wieder", Galerie Clara Maria Sels, Düsseldorf; 2004 "Urbanität und Privatheit ", Stadtmuseum, Hattingen; Einzelausstellungen (Auswahl): 2006 "Ansichten aus der Stadt K.", Galerie Heinz Bossert, Köln; "Portrait im Interieur" Kunst-Raum, Raum für junge Kunst, Essen; 2006 "RUS 39", Tanzhaus NRW, Düsseldorf. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.

BRATISLAVA
RADOVAN CEREVKA *1980 (SK); 1994-1998 technische Schule für angewandte und bildende Kunst, Košice, Slovakei; 1999 Studio der freien 3D Kreativität, Abteilung für bildende und intermedia Kunst (prof. Juraj Bartusz), Technische Universität, Košice; 2003 Bachelor 2003/2004 Stipendium der Akademie der bildenden Künste, Prag, Neue Medien Studio 2, (Veronika Bromová) 2004 Master bildende Kunst (prof Juraj Bartusz). Ausstellungen (Auswahl): 2006 "Stop násiliu na ženách" Amnesty International, Metro Florenc&Gallery C2C, Prag; "Man, Hero, Spirit, Machine" Gallery Medium, Bratislava; "Shadows of Humor" Galeria sztuki, Wroclaw, Polen; "Salon of young artist" Gallery in Zlin, Tschechien. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.
PETER HOMOLA *1977 (SK); lebt und arbeitet in Bratislava. Diplom an der Fakultät für Bildung, Abteilung für Kunst - Comenius Universität; 2006 Studium für Fotografie und Neue Medien an der Akademie der bildenden Künste. Preise: 1. Platz im internationalen Wettbewerb der Sony Digital
Still Tallent Trophy; Dekan-Preis für die Diplomarbeit. Ausstellungen (Auswahl): "Nonportraits" Billboart Gallery Europe Bratislava 2003; "Form of Direction" Caffe Galeryje Brno 2005; "2 x ritual" Open gallery Bratislava 2005; "Wide Angle" Museumsquartier Freiraum Wien 2005. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.
ANDREA KALINOVÁ *1980 (SK);1999-2006 Akademie der bildenden Künste und Design, Bratislava, Abteilung für Fotografie und Neue Medien (Milota Havranková); 2005 Akademie der bildenden Künste und Design, Bratislava, Abteilung für Malerei. Studio "IN" (Ilona Nemeth). Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.
DANIELA KAPRÁLOVÁ *1959 (SK); 1974-1978 Studium der Fotografie an der Mittelschule für Kunst in Košice; 1985 Graduiert an der PJŠ Universität in Prešov - Ausbildung für graphische Kunst und russische Sprache; Bis 2003 Kunsthistorikerin am Vihorlatské Museum in Humenné.
Interessen: Fotografie, graphische Kunst und Museumspädagogik. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.
JOZEF ONDZIK *1964 (SK); lebt und arbeitet in Bratislava. Diplom an der Safarik´s Universität, Medizinische Fakultät in Kosice, Slovakei; Ausstellungen: in Bratislava, Budapest, Madrid, Montreal, Moskau, Prag, Rom, Seoul, Sydney, Wien and in weiteren Städten. Preise: 1984 Goldmedaille von J.M.Petzwall, 1985 Junior Champion des tschechischen Fotografie-Verbandes, 2002 Slovakisches Institut für Öffentlichkeit, Slovakei, 2004 Transatlantischer Kulturaustausch-Preis, 2005 Preis der Vaculik Werbeagentur, Slovakei, 2006 Internationaler Dokumentarfoto-Award Süd Korea, 2. Platz. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.
VIKTOR SZEMZÖ *1983 (SK); lebt und arbeitet in Bratislava. 1997-2001 Studium der Fotografie an der ŠUV, Bratislava; 2001-2005 Studium der Fotografie an der ITF SU Opava, Tschechien. Einzelausstellungen (Auswahl): 2006 - Brno. Gruppenausstellunen (Auswahl): 1999-Bratislava 2006 - Banska Bysrica -Warschau. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.

LUXEMBURG
ELVIRE BASTENDORFF (L); Studien: Angewandte Kunst an der L'Eécole Supérieure des Arts Paris und Industriedesign an der Université Paris / Panthéon-Sorbonne. Sie arbeitet in den Bereichen : Fotografie, Video, Design. Einzelausstellungen und Interventionen (Auswahl): 2005 Intervention in Situ, commande privée, Luxemburg; 2004 Installation, forêt d'Esch-sur-Alzette, Luxemburg; Ausstellung Galerie Nei Liicht, Dudelange, L; Ausstellung Maison des Plasticiens, MONS, B / 2003 Intervention, forum européen de la jeune création, Stadtparkforum, Graz, A; 2002 Galerie Nei Liicht, Dudelange - Luxemburg. Teilnahme an zahlreichen nationalen und internationalen Gruppenausstellungen und Festivals.
GERSON BETTENCOURT *1975 (L); lebt und arbeitet in Frankreich und Luxemburg. 1995-2000 Studium an der Ecole Supérieure des Beaux-Arts de Metz, Frankreich; Einzelausstellungen (Auswahl): 2003 "Frisch, Frei, Stark, Treu !,photographie", Künstlerhaus Bethanien, Berlin 2004 "Frisch, Frei, Stark, Treu ! ,photographie", Institut Français, Berlin 2005 "Junctions, photographie", IASKA, Kellerberrin (Au); "Junctions, photographie", Perth Institute of Contemporary Arts, Perth (Au). Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.
LUC EWEN *1959 (L); Studien: Ecole des Arts et Métiers, Section Arts Graphiques, Luxemburg. Preise: 1994 Prix de la National Republic Bank of New York, 2003Prix de Raville, Dresdner Bank, Luxembourg, 2005 Prix Grand-Duc Adolphe. Einzelausstellungen (Auswahl): 2003 Galerie Nei Liicht, Dudelange, (L) 1997 Biever-Risch Galerie, (L)1995 L'Homme de Blar, avec Jean-Luc Koenig, Konschthaus Beim Engel, (L) 1988Galleri Lyn & Torden, Arhus, (Danemark) 1987 Galerie Vel, Paris, (F). Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.
VÉRONIQUE KOLBER *1978 (L); lebt und arbeitet in Bourglinster/ Luxemburg. 1998-2001 Studium der Fotografie, Brüssel; 2005 Diplom an der Universität Marc Bloch in Straßburg. Preise: 2002 vom Centre National de l'Audiovisuel (CNA) Förderpreis für die Publikation ihrer Monografie "Reflections"; Robert Schuman Preis; Seit 1998 zahlreiche nationale wie internationale Ausstellungen: Triennale der zeitgenössigen luxemburgischen Fotografie, Backlight 02 in Finland, Brüssel, Madrid, Neu-Delhi, Washington D.C.. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.
CLAUDIA PASSERI * 1977 (L); lebt und arbeitet in Luxemburg. 2002-2004 Europäisches Institut für Design, Rom1999-2002 "Ecole Supérieure de l'Image le 75", Brüssel1998-1999 Akademie der bildenden Künste, Bologna Projekte (Auswahl): "Borderline" mit Michèle Walerich. Urbane Interventionen (Auswahl): 2006 "Kësst-Iech" intervention urbaine - ascenseur Grund - Plateau St. Esprit - Luxemburg. Gruppenausstellungen (Auswahl): 2006 "Be my lucky number" - tombola - Agence Borderline - Esch-sur-Alzette ; "Issues" - Galerie Nei Liicht - Dudelange ; "Exhibiting Transformation" - Borderline - Galerie QG SalzInsel - Esch-sur-Alzette 2005 "Waiting" - Art Workshop - Forum d'art contemporain - Casino - Luxemburg. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.
VERA WEISGERBER * 1971 (L); Kunststudium in Brüssel an der Ecole de Recherche Graphique; zweijährigen Aufenthalt an der Rijksakademie van Beeldende Kunsten in Amsterdam. Seit 1996
zahlreichen Austellungen in Belgien, Deutschland, Frankreich, Luxemburg, den Niederlanden und Rumänien. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.

MOSKAU
BORIS BEDIKOV *1968 (RU); 1985-1992 Studium an der Moskauer Power Ingeneering Universität, 1992-1993 Studium der Fotografie in Moskau (Alexander Samoilov), 1995- Kunstprojekte und kommerzielle Fotografie (Magazine, Design, Studios und Agenturen). Einzelausstellungen (Auswahl): 2006 "Naked Plastic", gallery "Dom", Moscow; "Visit of the Star" with Leonid Tishkov, Moscow Photobiennal; festival "ART-Moscow" Elena Vrublevskaya Gallery, Krokin Gallery. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.
ALEXANDER GRONSKY *1980 (EE); lebt und arbeitet in St.Petersburg.1996 Fotografische Assistenz im Werbestudio "F2" (Estland), 1998 freischaffener Fotograf, 1999 Mitglied der "FDB" Agentur (Frankreich). 2000 Culture newspaper in Moskau. 2002-2004 Fotograf für das Magazin Krasny, 2004 Entwicklung eines visuellen Images des Studentenmagazins, 2003 "The Yenisey - River Stories" Projekt und Wanderausstellung, 2003/ 2004 Interfoto Internationales Festival für professionelle Fotografie Moskau. Preise: 2000/ 2001 Gewinner des Russischen Nationalen Wettbewerbes für Pressefotografie bei 'Natur und Umwelt', 2003 fünf Preise der Russischen Presse-Fotografie; Weltpressefoto Meisterklasse Joop Swart in Amsterdam, 2004 Finalist des Ian Perry Preises in GB. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.
PETR JOUKOV * 1982 (RU); Mitglied der Künstlergruppe "Improvisation".
Ausstellungen (Auswahl): Museum der modernen Kunst Moskau, Nationales Zentrum für Fotografie. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.
GREGORY MAIOFIS *1970 (RU); lebt und arbeitet in St. Petersburg. Studium der Malerei und Graphik am Institut für bildende Kunst St Petersburg. Einzelausstellungen (Auswahl): 2005 De Santos Gallery, Houston, Texas, 2004 Gisich Gallery, St Petersburg, Russland, 2003 "Parables", Festival des Monats der Fotografie, Bratislava, Slovakei; Gruppenausstellungen (Auswahl): 2006 Photo LA, Los Angeles, Californien; Art Moskau; "No Eyes", Musee de l'Elysee, Lausanne, Schweiz; 2005 "Collage in Russia. XX Century", Staatsmuseum Russland, St Petersburg; Sammlungen (Auswahl): Museum of Fine Art, Houston, Texas, National Galerie Slovakei, Bratislava, Collection "Dancing Bear", New York, Joaquim Paiva Sammlung, Brasilia, Brazilien, Sammlung der Bank Societe General Geneve, Schweiz. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.
VLADIMIR MISHUKOV *1969 (RU); lebt und arbeitet in Moskau; 1995 Diplom an der Russischen Akademie für Theater und Kunst, Abteilung Theater und Film. Seit 1998 Fotograf. Ausstellungen (Auswahl): 2006 "Cult of the Family", Manege Zentrale Ausstellungshalle, Moskau; "Charleroi, Tourcoing", VI Internationaler Monat der Fotografie in Moskau; "Photobiennale-2006", Staatsmuseum für Architektur, Moskau. Preise: 2002-2005 Gewinner des "Silver Camera" Jahreswettbewerbes für den besten Foto-Report über Moskau. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.
TIMOFEI PARSHICHIKOV *1983 (RU); lebt und arbeitet in Moskau. Staatliches Institut für Cinematography, Russland; Kameramann. Ausstellungen (Auswahl): 2005 "Russian Vision on Europe", Europäisches Internationales Festival, Kunstzentrum Rouge-Cloitre, Brüssel, Belgien; "4" Internationales Festival Moskau, "Fashion & Style in Photography", Zurab Tsereteli Galerie für bildende Kunst, Moskau. Sammlung des Museums "Moscow House of Photography". Preise: 2005 Gewinner des "Silver Camera" Jahreswettbewerbes für den besten Foto-Report über Moskau. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.
GEORGY PERVOV *1972 (RU); lebt und arbeitet in Moskau.1985-1988 Studium an der Kunstschule No 5, Moskau, 1987-1990 Studium der Juwelierskunst, Moskau,1996-1997 Studium an der Schule für Kunst und Medien F+F, Zürich, 1998-1999 Studium an der Schule für "New Artistic Strategies" im Zentrum der Modernen Kunst von George Soros, Moskau, 2002-2005 Teilnehmer und Gewinner des Preises des "Silver Camera" Jahreswettbewerbes für die beste Fotoreportage über Moskau. Einzelausstellungen (Auswahl): 2006 "The Languages of Walls and Street Paintings" (Fotoinstallation), Project FABRIKA, Moskau, 2005 "Totalrealism", Galerie FF, ?????, 2004 "Space of the City", "Man in the Space of the City", V Internationaler Monat der Fotografie, Moskau, "Photobiennale-2004", Moscow Museum of Contemporary Art, Moskau. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.
TATA SARKISYAN *1982 (AM); lebt und arbeitet in Moskau; Staatsuniversität für künstlerische Grafik Moskau, Abteilung Grafikkunst. Ausstellungen (Auswahl): 2004 Ausstellung im Rahmen des ersten internationalen Festivals für Kunst und Neue Medien, Warschau, Polen; 2006 Studentenfotografie SMOTR , Staatsuniversität für künstlerische Grafik Moskau. Sammlung des Museums moderner Kunst Moskau. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.

PARIS
MATHIEU BERNHARD-REYMOND *1976 (FR); lebt und arbeitet in Lausanne, Schweiz. Seine Arbeiten hinterfragen kontinuierlich das Medium Fotografie durch ausgedehnte Verwendung digitaler Technologien. Von äußerst realistischen Bildern zu imaginären Welten entschleiern seine verschiedenen Serien multiple Aspekte des Wunsches nach der Situierung des menschlichen Seins in der modernen Welt, sowohl geografisch als auch philosophisch. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland (Frankreich, Schweiz, Japan, USA, Spanien…)
VINCENT DEBANNE *1972 (FR); lebt und arbeitet in Paris. Nationale Schule für Fotografie in Arles. Momentan repräsentiert durch die Galerie Hors-Sol in Paris, wo er 2006 seine Arbeit "La majorité silencieuse" ausstellte, bestehend aus den Serien "Station" und "Troops of Defense". Rencontres d'Arles widmet ihm eine Ausstellung über seine letzte Serie "Station" im Sommer 2006. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.
GILLES LEIMDORFER *1964 (FR); 1988-1991 Reporter für Franzöische Presse Agentur - AFP. 1991-1996 für REA Agentur. 2001 Rapho Agentur. Freier Fotograf. Ausstellungen (Auswahl): 2005 Visa Festival, Perpignan; "Sorbonne ouverte", Place de la Sorbonne, Paris; 2006 "Cannes Vibrato", Musée de la mer, Cannes; Rencontres photographiques, Arles; Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.
PHILIPPE MUNDA (FR); lebt und arbeitet in Paris. Fotograf. "La Générale" Kunst Raum. Seine Arbeiten beinhalten Fotomontagen seines Archives, Selbstportraits und Bilder in Verbindung mit Menschen und Orten. Er arbeitet ebenfalls für Magazine ( Mouvement, Standard, W, …). Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland. www.philippemunda.com.
ANDREÍ PANIBRATCHENKO *1979 (RU); eröffnete verschiedene Räume in Paris, Lissabon, Russland. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.
JULIA VARGA (HU- FR-RO); lebt und arbeitet in Paris. Kunststudien in Budapest und Paris. Arbeitet mit Fotografie, Texten und Video, Installationen, Projektionen und Büchern. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.

ROM
MARCO FEDELE DI CATRANO *1976 (IT); lebt und arbeitet in Rome. Studium der Politikwissenschaft. Freischaffender Fotograf - Kollaboration mit zeitgenössischer Kunstwelt und Künstlern wie Bob Wilson, Jimmie Durham and Franz West. Fotografien für Magazine bezüglich weiterführender Veröffentlichungen. 2003-2005 Aufenthalt in Wien, Assistent und Fotograf für Franz West, Besuch der Fotoschule Friedl Kubelka. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.
FRANCESCA LAZZARINI *1976 (LU); lebt und arbeitet in Rom. Soziologie-Diplom an der Universität La Sapienza, Rom. Ausstellungen (Auswahl): 2006 "GE 06, da Guarene all'Etna", kuratiert von Filippo Maggia, Fondazione Sandretto Re Rebaudengo, Guarene d'Alba; "FotoGrafia", Internationales Festival der Fotografie in Rom, kuratiert von Marco Delogu, Tempio di Adriano, Rom; 2005 "Fragments of urban life", kuratiert von Filippo Maggia und Mariella Poli, Italienisches Institut für Kultur und Stadthallen Kunst Raum, San Francisco. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.
RICCARDO MAZZONI *1975 (IT); 2002 Diplom am Studio Marangoni Foundation in Florenz. 2004 Reportage verbunden mit Umweltbelastungen der Bologna-Florenz Autobahn. Ausstellungen in Rencontres de la Photographie in Arles (Frankreich) und am Tampere Backlight Festival in Finnland. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.
LUCA NOSTRI *1976 (IT); Diplom in Politikwissenschaften. Seit 2001 professioneller Fotograf; Forschung und Kooperation mit einer Vielzahl italienischer und internationaler Zeitungen. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.
PH.ON (Dario D'Aronco * 1980 and Roberto Gammone *1997) (IT); beide leben und arbeiten in Rom. Ausstellungen (Auswahl): 2006 "super" Einzelausstellung galleria l'Union , Rom; "editing 2", Ortsspezifisches Projekt für Gorizia; 2005 "camere" Sound Art Museum , Rom (brano tratto dall'archivio); "open video projects", rialtosantambrogio , Rom; "3500 cm2", rialtosantambrogio , Rom; "angelo,mai!", 8 Kuratoren für 8 Projekte, ex Chiesa san Romano , Rom. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.
GUISEPPE PIETRONIRO *1968 (CAN); lebt und arbeitet in Rom. Ausstellungen (Auswahl): 2006 Amazeing Friends, Galleria Maze, Turin; Sperequazione /Il riflesso perplesso, neon>fdv, Mailand; 2005 "I Knoww Him Inside Out", galleria Maze, Turin; 2004 "Storytelling,Fuori Uso Pescara; Anrufung des grossen Bären /Invocazione all'Orsa Maggiore", Österreichisches Kulturinstitut, Rom; 2003 Tra-Monti; 2003, Notte Bianca, Arti visive, Rom; Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.
CORRADO SASSI (IT); lebt und arbeitet in Rom. Einzelausstellungen (Auswahl): 2006 "Arcadia",Galleria; Traghetto, Venedig; 2005 "Macroneve", Galleria Civica Cortina d'Ampezzo; "Fotografie", Studio Casagrande, Rom; "Carnival", "H", Milan; "Summertime" L'union Rom; "Colorfull life" P. Antonacci Festival der Fotografie Rom. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.
MARINELLA SENATORE *1977 (SA); lebt und arbeitet Rom und Madrid. Einzelausstellungen (Auswahl): 2004 "Castilia", Monitor Galerie, Rom; "time is running out" (preview) Monitor Galerie, Rom; 2003 "Marinella Senatore", T293 Galerie, Naples; Gruppenausstellungen (Auswahl): 2006 "Tracce di un Seminario", Assab One, Mailand, von R.Pinto und A.Daneri; "neverending cinema", Galerie Civica, "Trento Collettiva" Monitor Galerie, Rom. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.
SILVIA SERENARI *1974 (IT); lebt und arbeitet in Rom. Einzelausstellungen (Auswahl): 2005 "Anima Urbis" Di.art.Trapani (Italien) Gruppenausstellungen (Auswahl): 2006 "Spirited Cities and City Spirits" Kamalanayan Bajaj Art Gallery, Bombay (Indien); 2005 "Download.fr/it" Glaz'art + Nuit Blanche Paris (Frankreich); 2004 "Intransito" Castel S. Angelo Rom (Italien). Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.

WIEN
NINA DICK *1980 (A); lebt und arbeitet in Wien. 1998-2001 Studium der Architektur an der Technischen Universität Wien; seit 2001 Studium der Fotografie an der Universität für angewandte Kunst Wien. Ausstellungen (Auswahl): 2006 "Dick / Kollnitz" Betonsalon, Wien; 2005 "Vidéos Viennoises" bétonsalon, Paris; " Dick / Cargnelli / Laukemper / Pernice" Galerie Fleisch, Berlin; " Die Lakonie" Galerie Fleisch, Kunstsalon Berlin; " Stadtist" Einzelausstellung Artothek, Wien; " Positionen Junger Kunst aus Wien" Palias Epstein, Wien. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.
TATJANA LECOMTE *1971 (FR); lebt und arbeitet in Österreich. 1995-2000 Universität für angewandte Kunst Wien; 1998-2000 G. Rietveld Academie Amsterdam. Einzelausstellungen (Auswahl): 2006 "reading in absence" Dreizehnzwei, Wien; 2005 "a forest" Webster University, Wien; 2004 "promenons-nous" Galerie Fotohof, Salzburg; 2003 "Orte" Galerie Camera Austria, Graz; Stipendien, Preise (Auswahl): 2006 Staatsstipendium, BKA-Kunstsektion; European Central Bank Photography Award (2. Preis); Atelierstipendium Dachstein:Cult; 2005 Projektförderung, BKA; 2004 Förderungspreis für künstlerische Fotografie, BKA; 2001 Fotoförderungspreis der Stadt Graz. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.
ANJA MANFREDI *1978 (A); lebt und arbeitet in Wien.1998/99 Schule für künstlerische Fotografie, Friedl Kubelka, Wien; 1999 - 2005 Akademie der bildenden Künste Wien, Kunst und Fotografie bei Eva Schlegel, Wien. Ausstellungen (Auswahl): 2006 "Transformationen", Fotogalerie Wien auf Wanderschaft, Kulturforum Tokyo, Japan; 2005 "plateaux", Künstlerhaus MOUSONTURM, Frankfurt am Main "I can see clearly now", Galerie Krinzinger Projekte, Wien. Stipendien: 2007 Auslandsstipendium BKA, künstlerische Fotografie, New York; 2006 Auslandsstipendium BKA, Bildende Kunst, Paris; 2004 Auslandsstipendium BKA, künstlerische Fotografie, Rom. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.
RITA NOWAK *1979 (A); lebt und arbeitet in London und in Wien. 1998-2004 Akademie der bildenden Künste Wien, MS Schlegel. Stipendien (Auswahl): 2005 Staatsstipendium für Fotografie. Zahlreiche Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland.
CORINNE RUSCH *1973 (CH); lebt und arbeitet in Wien.1995-1996 Vorkurs an der Schule für Gestaltung, Zürich; 1996-2001 Studium an der Universität für angewandte Kunst, Wien. Ausstellungen (Auswahl): 2006 Nexus Art Consulting, Wien; Galerie art one, Zürich; 2005 Jahresausstellung der Bündner Künstler und Künstlerinnen, Kunsthaus Chur; to be continued, Wien. Stipendien, Preise (Auswahl): 2005 Förderpreis des Kantons Graubünden (CH); Paris Cité des art, Artist in Residence; 2003 PREMIERE Förderungsprogramm für Absolventinnen, Die Angewandte, Wien; 2003 MAK- Schindlerstipendium Artists and Architects in Residence Program at the Mackey Apartements, L.A./Wien. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.
NINA RIKE SPRINGER *1976 (A); Seit 1995 Studium der Psychologie (Uni Wien). Seit 2001 Universität für Angewandte Kunst, Fotografie bei Gabriele Rothemann. 2004/2005 Studienaufenthalt an der Bauhaus Universität in Weimar. Ausstellungen (Auswahl): 2006 "Kopflast", Galerie Momentum, Wien; "Kulturelle Identitäten" EESC Gebäude, Brüssel; 2005 "Institut für Bildende Kunst" Kunstakademie Münster, Münster; "Störung" Kunsthalle Wien im project space Karlsplatz, Wien; Stipendien, Ankäufe (Auswahl): 2006 Fred Adlmüllerstipendium; Sammlung European Economic and Social Committe. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.
KAMEN STOYANOV * 1977 (BG); lebt und arbeitet in Wien. 2002 Diplom in Malerei an der Nationale Kunstakademie, Sofia; 2005 Diplom Akademie der Bildenden Künste, Bildende Kunst, Wien. Einzelausstellungen (Auswahl): 2006 "Less Politcs", Plattform, Wien; 2005 "Bingo topology", Kunstraum Lakeside, Klagenfurt; "We are late", Thomas K. Lang Gallery at the Webster University, Wien; 2004 "Modality", Ata center for contemporary art, Sofia; Stipendien, Preise: 2007 Auslandsatelier des BKA, Paris; 2006 Auslandsatelier des BKA, Rom; 2005 Preis der Akademie der Bildenden Künste, Wien. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.
MARTIN VESELY *1974 (A); lebt und arbeitet in Wien. 2000-2006 Akademie der bildenden Künste Wien, Kunst und Fotografie - Matthias Hermann Ausstellungen (Auswahl): 2006 "Ursprüngliches", Einzelausstellung in der Galerie des österreichischen Kulturforums Berlin; 2005 "I can see clearly now", Projektraum Krinzinger; "Translation alternatives", Aula - Akademie der bildenden Künste Wien; 2003 "Dokumentation - Landschaft, Kultur", FOTOGALERIE WIEN; 2001 "En suite - aktuelle junge österreichische Fotografie", Fotohof Salzburg. Stipendien: 2005 Rom-Stipendium für künstlerische Fotografie, BKA-Kunst. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.

TAKE TIME & RELAX Jahrgang: 2006,
TAKE TIME & RELAX
BILDER Nr. 215
Eröffnung: Montag, 9. Oktober 2006, 19.00 Uhr

F O T O G A L E R I E W I E N
Währinger Straße 59/WUK, 1090 Wien
DI-FR 14.00-19.00 Uhr, SA 10.00-14.00 Uhr
An Feiertagen ist die Galerie geschlossen.


TAKE TIME & RELAX

In allen Arbeiten die in der Ausstellung TAKE TIME & RELAX präsentiert werden, spielt der Faktor "Zeit" eine wesentliche Rolle.
Langsamkeit und Kontemplation, das Rearrangement von Wirklichkeit sowie das Wechselspiel zwischen dem Besonderen und dem Banalen, sind Charakteristika der ausgewählten Positionen.
Der/Die BetrachterIn ist aufgefordert, sich "Zeit zu nehmen" und sich auf die Arbeiten "einzulassen"…
Take time & relax!!!
Ein Plädoyer für die Langsamkeit und die Konzentration auf Details.



Karø Goldt: bouquet, 2006, Video 100 Min.

bouquet ist ein Blumenstillleben.
Die Darstellung von Blüten und Zuordnung von Bedeutungen begann in der klassischen Tafelmalerei mit Paradiesdarstellungen, trat dann vor allem bei Mariendarstellungen auf, erfuhr in Folge eine stetige Profanisierung und teilweise auch Änderung in der Bedeutung durch die Stilllebenmalerei.
Blumendarstellungen im Allgemeinen standen für: Leben und Paradies, Heil, Freude, Vergänglichkeit, Überwindung des Profanen, für das Jenseitige und das Leben nach dem Tod. Die jeweilige Bedeutung der Blüten war zuerst durch die Jahreszeit der Blüte oder durch die arzneiliche Wirkung geprägt und wurde dann durch Legenden, historische Umstände und Darstellungen einem Bedeutungswandel unterzogen oder präzisiert.
Die Darstellung von Blumen in Stillleben ist oft in der Form eines Bouquets erfolgt, die wohl bekanntesten sind die von Breughel. Sie sind eine wichtige Inspirationsquelle zu dem vorliegenden Film. Das Bouquet steht für Vielfalt, Reichtum, das Universelle und die Fülle. Das ganze Leben und die menschlichen Belange in einem Strauß.
Reihenfolge und symbolische Bedeutung der Blüten in bouquet erzählen die Geschichte des Verlustes der Unschuld.
Der Verlust der Unschuld ist irreversibel.

1. weiße Lilie / Unschuld
2. Alpenveilchen / bevorstehendes Leiden
3. Nelke / Passion
4. Orchidee / Erotik
5. Tulpe / Neid und Verlust durch Gier
6. Dahlie / Trauer
7. Mohn / Schlaf und Tod
8. orangefarbene Lilie / Zorn und strafende Gerechtigkeit
9. Rose / Liebe und Leid
10. Pfingstrose / Liebe ohne Leid
11 Narzisse / Sieg über den Tod
12. Primel / Vertreibung der Melancholie



Angie Hicks: Drying Time, 2001, Video 60 Min.

In vielen Werken von Angie Hicks findet sich die thematische Verbindung von Arbeit und häuslichem Ambiente.
Das Video Drying Time hält das Trocknen eines Küchenbodens fest, der zuvor von einer Frau aufgewischt wurde. Die auf einen Raumausschnitt fixierte Kamera filmt dieses "non-event" in Echtzeit.
Durch die starke Reverenz zur Malerei verändert sich das Bild - vom Banalen zu einer poetisch/kontemplativen Erfahrung.

Jutta Strohmaier: Passenger, 2004, Video 9 Min. 19 Sek.


Mit einer fix montierten, computergesteuerten Digitalkamera wird über mehrere Tage hinweg jede Minute ein Foto von einem Raum gemacht.
Die Kamera ist mit jeweils zwei Blenden Überbelichtung auf die Innenseite einer Fensterfront gerichtet, wobei sich die Transparenz der Scheiben entsprechend den herrschenden Lichtverhältnissen verändert. Während die Fenster bei Tag nur einen sehr vagen bis gar keinen Blick nach außen preisgeben - bei Sonnenschein scheinen sie den Raum als weißlich opake Flächen richtiggehend zu isolieren -, tritt der Außenraum mit Einbruch der Dunkelheit zunehmend in den Vordergrund. Im konkreten Fall sind es die gegenüberliegenden Wohnungen bzw. eine Fassade, die unseren Blick des Nachts bei wechselnder Beleuchtung auf sich ziehen.
Das nur spärlich einfallende Licht und insbesondere die Ausschnitthaftigkeit des Blickes nach außen geben dem Innenraum den Charakter einer Bühne, die sich jedoch mit Tagesanbruch selbst wieder in den Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit zu rücken beginnt. Diese Dokumentation einer kontinuierlichen Wahrnehmungsverschiebung im Spannungsfeld zwischen Innen- und Außenraum ist zu einem Videoloop zusammenmontiert, und wird wandfüllend projiziert.

Zentrales Anliegen der Arbeit ist die Auseinandersetzung mit einer Diversität von möglichen Wahrnehmungsspektren, mit den alternierenden Relationen zwischen verschiedenen Innen- und Außenwelten sowie mit der grundsätzlichen Relativität dieser Begriffe. Der Raumbegriff selbst wird im Speziellen hinsichtlich seiner Kategorisierungen in Zugehörigkeit / Ausgeschlossensein, Eigenes / Fremdes, Offenheit / Geschlossenheit, etc. untersucht. Den Rahmen der Arbeit bildet sozusagen ein privater, nach innen gekehrter und kontemplativer Raum, der sich osmotisch und je nach kontextuellen Bedingungen mehr oder weniger zum Außenraum hin öffnet. Das basale Bedürfnis des Menschen nach einer wie auch immer gearteten Form von räumlicher Verankerung - nach einer Heimat, nach Standhaftigkeit, nach einer eindeutigen Perspektive auch im übertragenen Sinne - manifestiert sich oftmals erst in dem Gefühl, an der Schwelle von etwas zu stehen, aus einer Unsicherheit im Übergang oder einem Drang zur Neuorientierung heraus, und wird hier gleichsam als eine Funktion wechselnder Lichtverhältnisse veranschaulicht.

Sarah Kolb 2004


CROSSOVER II Jahrgang: 2006,
CROSSOVER II
Fotografie - Malerei
BILDER Nr. 214
Eröffnung: Montag 04. September, 19.00 Uhr
Einleitende Worte: Ruth Horak


F O T O G A L E R I E W I E N
Währinger Straße 59/WUK, 1090 Wien
DI-FR 14.00-19.00 Uhr, SA 10.00-14.00 Uhr
An Feiertagen ist die Galerie geschlossen.

CROSSOVER - SCHWERPUNKT 2006 DER FOTOGALERIE WIEN
Der diesjährige Schwerpunkt präsentiert Arbeiten von KünstlerInnen die sich zwar des Mediums Fotografie bedienen, allerdings die Charakteristika einer anderen oder anderer Kunstsparten beschreiben oder vermischen und in deren Werk diese Arbeitsweise bereits seit vielen Jahren Teil ihres künstlerischen Konzepts ist.
Für Crossover gibt es auch erstmals - im Sinne einer Grenzüberschreitung - eine geteilte Projektautorenschaft.
3 österreichische Positionen (Gerda Lampalzer & Manfred Oppermann: Fotografie-Film, Eva Schlegel: Fotografie-Malerei , Alian Production: Fotografie-Medienkunst), wurden vom Kollektiv der Galerie eingeladen.
Diese haben wir ersucht ihrerseits KünstlerInnen zuzuladen mit dem Ziel von Erweiterung und Verdichtung des Themas.

CROSSOVER II - Cars On the Beach
Das Licht, als wesentliches Element der Fotografie, nimmt eine zentrale Rolle in den Arbeiten von Eva Schlegel und dem von ihr zugeladenen Künstler Erik Steffensen ein. Cars On the Beach, so der Subtitel der Ausstellung, zeigt Blicke auf den Meereshorizont, aufgenommen von Eva Schlegel in Island, und Ansichten von Autos und Ausblicke aus diesen, fotografiert von Erik Steffensen in unterschiedlichen Teilen der Welt, wie Amerika, China und Japan.
Die dargestellten Motive stehen für Raum- und Zeitlosigkeit und umkreisen Themen wie Reisen, Weite und Sehnsucht. Schlegels statische Zeitaufnahmen von Wolken und Wellen, die sich stetig und kontinuierlich in Form, Farbe und Substanz verändern, lassen malerische Gebilde entstehen, die auf die horizontale Linie des Meeres treffen. Bei genauem Hinsehen verschwimmt die Schnittstelle zwischen Himmel und Meer. Dieser Spiegeleffekt, die Annäherung des Dunklen an das Helle und die Entwicklung der Lichtwerte erzeugen einen meditativen Charakter. Die Lichtsituation dominiert in Schlegels Fotografien und erzeugt eine Farbigkeit, die zwischen Schwarz/Weiß-, Silber- und Blautönen changiert.
Erik Steffensens Fotografien sind monochrom getönt. Der Umgang mit den monochromatischen Farben und den Motiven basiert auf einer intensiven Auseinandersetzung mit der Geschichte der Malerei und dem
Licht. Abgebildet wird die Ästhetik von Alltäglichem: Autos, Fenster, Spiegel und Figuren. China Blue, eine blau getönte Aussicht durch eine Autowindschutzscheibe strebt nach dem zeitlosen Ausdruck eines Gemäldes. Die Jahres- und Tageszeit wird durch den Farbfilter neutralisiert. Atmosphäre und Raum, wie auch Narration stehen im Mittelpunkt seines Interesses und stellen über die Malerei eine Verbindung zu Filmen und früher Fotografie her.

FOTOGALERIE WIEN AUF WANDERSCHAFT: AKADEMIE DER BILDENDEN KÜNSTE WIEN Jahrgang: 2006,
FOTOGALERIE WIEN AUF WANDERSCHAFT: AKADEMIE DER BILDENDEN KÜNSTE WIEN
WERKSCHAU XI - TAMARA HORÁKOVÁ + EWALD MAURER - ARBEITEN 1996-2006
BILDER Nr. 213
Eröffnung: Montag 17. Juli, 19.00

Werkstattgespräch: 10. August, 19:00


AKADEMIE DER BILDENDEN KÜNSTE WIEN
Schillerplatz 3, 1010 Wien
Öffnungszeiten: Di-So 10.00-18.00

sponsored by: BKA-Kunst, MA7-Kultur, Lang&Lang, Cyberlab / Kooperationspartner: Akademie der bildenden Künste Wien

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit 30 Farbabbildungen und einem Text von Ruth Horak (40 Seiten, dt./engl., € 11,-) sowie die Werkschau-Edition Nr.5 mit einer Auflage von 25 Stück, handsigniert und fortlaufend nummeriert (Lambda-Print, 30 x 60 cm, € 200,-)



Jeder, der seine Kunst liebt, sucht das Wesen ihrer Technik zu erfahren.
(Dziga Vertov)

Mit Tamara Horakova + Ewald Maurer zeigt die Fotogalerie Wien nun die 11. Werkschau herausragender österreichischer KünstlerInnen, deren zentrales Medium die Fotografie ist. Das Künstlerpaar Tamara Horakova + Ewald Maurer (beide 1947 geboren) hat sich für eine Auswahl ihrer Werke ab 1996 entschieden, an welchen ihre konstruktive Arbeitsweise deutlich wird. Denn - von der bildenden Kunst kommend (beide studierten auf der Akademie, wo die Werkschau nun auch stattfindet) fassen sie das (fotografische) Bild als etwas zu konstruierendes auf und nicht als bloßes Abbild, das auf eine Identität mit seinem Gegenstand zielt: Das Bild ist ein Produkt der künstlerischen Dimensionen - aus den Materialien der Fotografie (Licht, Zeit, Blickwinkel) bzw. des Prozesses (Probestreifen) und des Ateliers (gelagerte Fotopapierrollen, Lichtfelder an den Wänden oder das Werkzeug Computer).
Die Arbeitsweise von Horakova + Maurer ist weniger eine Rezeption der Moderne, wie sie seit den 1990er Jahren in Mode ist (mit Ausnahme der Serie um Mies van der Rohes Villa Tugendhat), als eine Kontinuitätserklärung für den autonomen Status des Kunstwerks, für Eigengesetzlichkeit, Selbstbezüglichkeit und ein eigenes Theoriefeld (siehe dazu ihre Publikation "image:/images - Positionen zur zeitgenössischen Fotografie" mit Beiträgen von einflussreichen Theoretikern). Die Differenz der Bilder zur Realität ist auch gleichzeitig die Abgrenzung zu den Bildern des öffentlichen Raumes: Ihre Fotografien verunsichern den kommerziell geschulten Blick, weil sie nicht mit den Sujets des Begehrens oder des Spektakels spielen, obwohl sie ebenso brillant, großformatig und aufwändig produziert sind. Sie verunsichern, weil sie nicht erzählerisch, nicht symbolisch, sondern weil sie evident sind, buchstäblichen das, was sie sind.
Horakova+Maurers Arbeiten waren zuletzt in der Ausstellungen "Simultan - zwei Sammlungen österreichischer Fotografie" (Museum der Moderne, Salzburg) zu sehen. Sie veröffentlichten zahlreiche Bücher und erhielten 2001 den Würdigungspreis für Fotografie.

FOTOGALERIE WIEN AUF WANDERSCHAFT: PROJEKTRAUM WUK - WIEN Jahrgang: 2006,
FOTOGALERIE WIEN AUF WANDERSCHAFT: PROJEKTRAUM WUK - WIEN
CROSSOVER I: Fotografie – Film
BILDER Nr. 212

CROSSOVER - SCHWERPUNKT 2006 DER FOTOGALERIE WIEN
Der diesjährige Schwerpunkt präsentiert Arbeiten von KünstlerInnen die sich zwar des Mediums Fotografie bedienen, allerdings die Charakteristika einer anderen oder anderer Kunstsparten beschreiben oder vermischen und in deren Werk diese Arbeitsweise bereits seit vielen Jahren Teil ihres künstlerischen Konzepts ist.
Für Crossover gibt es auch erstmals - im Sinne einer Grenzüberschreitung - eine geteilte Projektautorenschaft.
3 österreichische Positionen (Gerda Lampalzer & Manfred Oppermann: Fotografie-Film, Eva Schegel: Fotografie-Malerei , Alian Production: Fotografie-Medienkunst), wurden vom Kollektiv der Galerie eingeladen.
Diese haben wir ersucht ihrerseits KünstlerInnen zuzuladen mit dem Ziel von Erweiterung und Verdichtung des Themas.


6. Juni 2006 - 28. Juni 2006
Eröffnung: Montag, 5. Juni, 19 Uhr

Innerhalb der Ausstellung ist ein ausgewähltes
Filmprogramm zu sehen. Unter anderem von LAMPALZER/OPPERMANN: Paranormal, Bluthochdruckerei, Ernst Mach, 3 x Daumenkino, 7 Versuche mit kanadischen Linsen; von Wolfgang Herburger: Pirgi-Film, Ursprung Ill bis Vermunt, Korrespondierende Zeichen


PROJEKTRAUM WUK
Währinger Strasse 59 / WUK, Stiege 4, 1090 Wien
Di-Fr 14.00-19.00, Sa 10.00-14.00
an Feiertagen geschlossen

Begleitprogramm und Finissage "CROSSOVER I"

GERDA LAMPALZER & MANFRED OPPERMANN
Remembering the Laws of Optics
Lesung mit Projektion
...Die Verwunderung wenn ein Taschentuch statt eines Handys aus der Hosentasche gezogen wird. Das Auge funktioniert wie eine Röhrenkamera. Es wird permanent mit Licht beschrieben. Es gibt keinen Augenblick...

Dienstag, 27. Juni, 19 Uhr

FOTOGALERIE WIEN - KINO

 

Crossover I: Fotografie - Film

 

 

Aus heutiger Sicht verkörpert die Kunst der 1990er Jahre das Super-Crossover. Stilistische, genrespezifische und mediale bzw. interdisziplinäre Verflechtungen vor allem mit Politik (ausgelöst von der AIDS-Krise Mitte der 80er Jahre) und Popkultur brachten der gelangweilten Kunstszene neue Attraktionen: die Kunst war weniger Werk als Dienstleistung, Sozialarbeit oder Unterhaltung, die KünstlerInnen entlehnten Methoden und Strategien von fremden Professionen, und der Kunstbetrieb war von den neuen eventorientierten Kunstproduktionen begeistert. Die "Repolitisierung" bzw. der "horizontale Transfer zwischen Kunst, Pop und Medien" waren "die Koordinaten, innerhalb derer die verschiedenen Crossover-Konstellationen in Gang gesetzt wurden" - jedoch "ohne wirklich die Auflösung der eigenen Szenestrukturen anzupeilen". (Helmut Draxler, springerin 1/97)

Was ist vom Super-Crossover geblieben? Einerseits die "intermediale Flexibilität" (Draxler), die dank der mittlerweile reibungslosen Vernetzbarkeit den Transfer von Informationen zwischen verschiedenen Disziplinen wesentlich vereinfacht hat und damit vielfache Referenzen und Synthesen erlaubt. Aber vor allem sind die Transfers zwischen jenen Szenen geblieben, deren Grenzen immer schon in die eine oder die andere Richtung überschritten wurden, weil sie ohnehin parallele Diskurse führen (wie z.B. die Kunst und die Literaturwissenschaft), sich gegenseitig beeinflussen (performative Kunst und Theater), ihre Dienste in Anspruch nehmen (KünstlerInnen entwerfen CD-Covers) oder einen ähnlichen Ursprung haben (Fotografie und Film).
Ist es denn verwunderlich, dass sich visuell orientierte Menschen auch für die Bildwelten von Werbung, Mode, Film, Journalismus, Militär und Wissenschaft oder deren oft wesentlich fortschrittlichere Darstellungstechniken interessieren?

Ein Crossover zwischen Fotografie und den anderen künstlerischen Ausdrucksmitteln Film, Malerei und Medienkunst - wie es in den drei Schwerpunktausstellungen der Fotogalerie Wien 2006 repräsentiert wird - bezieht sich auf jenen zuletzt genannten intermedialen Austausch unter benachbarten visuellen Praktiken und lanciert damit eine Produktions- und Interpretationsvielfalt, die den tradierten Bildbegriff den wir von der Fotografie haben auffächert. Im Sinne dieser Kompatibilität der Fotografie bezieht die erste Ausstellung der Crossover-Reihe auch gleich weiteres Material mit ein: die Zeichnung und ihre Rolle als Einzelbild des Trickfilms, Texte als Voice-Over-Pendant für das Standbild und außerdem betont installative Präsentationsformen, die die filmische Projektionstechnik aufgreifen und eine apparative Geräuschkulisse in den Ausstellungsraum bringen.

Bei Gerda Lampalzer und Manfred Oppermann steht das Crossover von Fotografie und Film im Zusammenhang mit ihrem Interesse an optischen Wahrnehmungsphänomenen. Das wird etwa in ihrer Installation "Experiment of the Month" (1997) deutlich: Bei einem Stipendienaufenthalt in Kanada versuchten sie, zwei einfache optische Experimente, die "Eislinse" und den "Grinsekatzeneffekt" die in der Zeitschrift Spektrum der Wissenschaften vorgestellt waren, nachzuvollziehen. Neben der performativen Aktivität der Künstler ist auch das Scheitern als mittlerweile gesellschafts-
fähige Größe thematisiert, denn entweder ließ sich das angestrebte Ergebnis nicht erzielen (die Eislinse wurde im Kühlschrank trüb), oder der erzielte Effekt war nur über offensichtlich getürkte Montagen (Doppelbelichtungen, die mit Hilfe von Schablonen entstanden) visualisierbar, die dann etwa als Beweismittel für den "Grinsekatzeneffekt" antraten. Bei diesem geht es um eine Überlistung der binokularen Fusion unserer Augen: Bilder des linken und des rechten Auges dürfen nicht miteinander zu einem dreidimensionalen Raumeindruck verschmelzen, sondern bleiben mittels eines Spiegelsystems voneinander getrennt. Unser Gehirn fügt diese jedoch trotzdem wie bei einem Trickmischer (daher auch der Titel "Organic Image Processor") wieder zusammen. Die sehr subjektiven Bildessays, die Lampalzer und Oppermann nach einem eigenen Drehbuch um diese zwei Experimente konstruieren, bestehen aus je 132 Diapositiven, die in filmischer Manier von Zwischentiteln unterbrochen sind, aber sonst einem Erzählstrang folgen. In der Präsentation rücken die Einzelbilder wieder in Richtung Filmbilder, indem die Dias zu einem langen horizontalen Streifen montiert den Betrachter einladen, mit Hilfe von vorgeschalteten beweglichen Vergrößerungslinsen den Film abzugehen. Der Film wird also nicht wie sonst üblich am ruhenden Publikum vorbeigeführt, sondern erst die Bewegung des Publikums setzt ihn in Gang. Es ist ein "begehbarer Film" (Lampalzer/Oppermann).

Der intermediale Austausch findet bei Lampalzer/Oppermann meist schon während der Produktion statt: dort wenden sie Methoden und Effekte der analogen Film- und Videotechnik, wie Schnitt, Überblendung, Key-Effekte etc. auf die Fotografie an und benennen auch in den Titeln die strukturellen Parallelen ihrer fotografischen Arbeiten zum Film. "Trickblende" (2002) greift etwa eine formale Lösung der analogen Filmtechnik auf, um zwei unterschiedliche Bilder auf einem Kader zu zeigen: in diesem Fall ermöglicht es die Stanze, eine Art Schablone in Form eines Schlüssellochs, ein gleichzeitig stattfindendes Ereignis zuzuschalten. Ein eingeblendeter Untertitel macht die Gleichzeitigkeit offensichtlich: MEANWHILE ist auf beiden Fotografien zu lesen und lässt unser Auge zwischen den Bildebenen springen. Aber auch in der Postproduktion treffen Fotografie und Film aufeinander, wenn Lampalzer/Oppermann etwa auf die Geschichte des Films Bezug nehmen: In "Fiktive Filme" werden Trailer von 20 Filmen mit Hilfe weniger Filmstills bzw. einem Filmtitel angedeutet (tatsächlich bleibt es bei diesen Filmstills, die in Form einer Diaprojektion gezeigt werden und sich damit abermals an der Präsentationsform des Films anlehnen) und repräsentieren über ihre wieder erkennbare Bildästhetik sämtliche Filmgenres: vom Experimental- über den Kultur- bis zum Nouvelle-Vague-Film.

Das Crossover zwischen Fotografie und Film nimmt bei Wolfgang Herburger seinen Ausgang in der Animation unbewegter Bilder und wird in der endgültigen Ausführung oft als kinetisches Objekt realisiert. Zeichnungen, Fotografien oder Piktogramme beginnen mit Hilfe analoger Bewegungsapparate an uns vorüberzulaufen, manchmal auf Knopfdruck, manchmal automatisch, wie das "Tagebuch" (2003), bei dem transparente Zeichnungen in eine Schleife montiert zwischen zwei Transportspulen an einem Overheadprojektor vorbeirollen. Oder er nimmt mit einer Super 8 Kamera Einzelbilder von Autos auf, die er anschließend mit normaler Geschwindigkeit abspielt ("Filme zur Farbenlehre") und peilt damit eine Art "Speed-Mischung" an (wie auch die Farben eines bewegten Kreisels zu einem einheitlichen Farbton verschmelzen), wenn auch mit illegalen Mitteln und ohne Legitimationsanspruch für das Experiment. Als Vorlagen für diese Animationen dienen stets Motive, denen man einen grundsätzlichen Hang zur Bewegtheit zuschreiben würde: Piktogramme von Ertüchtigungsstrecken (sogenannten Vita-Parcours) mit Athleten, die Turnübungen vorzeigen; oder Warnanlagen (sogenannte Reihenblitze) wie sie zur Sicherung von Baustellen eingesetzt sind. Herburger sieht in ihnen eine auf ihre Grundelemente reduzierte Form des Films, weil ihnen dieselben Komponenten, nämlich Licht und Bewegung, zugrunde liegen. Diese Motive werden dann mit Geräten gekoppelt, die in alltäglichen Zusammenhängen für einfache analoge Bewegungen zuständig sind: Zugzielanzeigen - deren rasches Blättern uns von Bahnsteigen bekannt ist und auf welchen die Athleten dann beginnen Bewegungsabläufe zu simulieren, oder Jalousien ("Exit 2") die ähnlich wie dreiseitige Prismenwender funktionieren und den stilisierten Menschen eines Notausgangschildes zum Laufen bringen.
Wolfgang Herburger stößt immer wieder auf derartige Markierungen von Straßen und Wegen ("Linie und Legende") oder auf Leitsysteme für öffentliche Plätze oder Städte ("Pirgi") und wendet sich dabei einerseits den Zeichensystemen selbst, ihren Qualitäten zu leiten und zu führen bzw. Ordnungen schaffen, zu und andererseits den Verläufen in Form von Flussläufen, Grenzlinien ("Grüne Grenze"), Fluchtwegen oder kartografischen Aufzeichnungen, die von den Markierungen beschrieben werden. Zentraler Gedanke ist wiederum die Überlagerung von bewegten und unbewegten Momenten, die Animation von Elementen, die bereits eine Ausdehnung implizieren und im Film diese reale Ausdehnung in eine filmische übersetzen.

Ruth Horak

HIER und DORT / QUA e LÀ Jahrgang: 2006,
HIER und DORT / QUA e LÀ
Fotogalerie auf Wanderschaft: Palazzo Costani Triest
BILDER Nr. 211
Eröffnung: Dienstag 9. Mai, 18.00

PALAZZO COSTANZI / Sala Comunale d´Arte
Piazza Piccola 3, 34121 Triest, Italien
täglich/tutti i giorni 10.00-13.00 / 17.00-20.00


HIER UND DORT / QUA e LÁ
Wien und Triest, zwei Städte mit einer gemeinsamen Vergangenheit. Beide städtische Juwele durch deren Lage und Schönheit. Beide auch verbunden durch eine Nostalgie - einem monarchistischen Flair, das die Größe, die Macht des einstmaligen Großimperiums, der K&K Monarchie, anhand städtischer Strukturen, prunkvoller Gebäude und Relikten aus dieser Zeit, erahnen lässt. Beide geprägt durch ihre multikulturelle Gesellschaft mit allen positiven wie auch negativen Aspekten, beide in gewisser Weise auf der Suche nach einer neuen, zeitgemäßen Identität und modernem Image.
Die Ausstellung HIER und DORT - Wien und Triest, ist der Versuch eines Doppelportraits von "hier und dort" von "damals und heute" aus der Sicht österreichischer KünstlerInnen, mit denen die Fotogalerie Wien in den letzten Jahren zusammengearbeitet hat.

Diese Ausstellung ist Teil eines übergeordneten Projekts von Irene Strobl: WIEN -TRIEST: eine Annäherung, zu dem es weitere Programmpunkte in den Bereichen: Film, Video, Kunst im öffentlichen Raum, Literatur,… geben wird.
Nähere Informationen unter: www.forart.at


ANDREAS DWORAK (Thema: UNORTE)
Lost Highway, 2006
Biotop aus Beton, Bier und Benzin.
(Michael Hafner)

BRANKO LENART (Thema: MINDERHEITEN)
Die Minderheiten von Triest, 1985
Diese Arbeit über die Minderheiten und Volksgruppen belegt, dass Triest über Jahrhunderte eine kosmopolitische Stadt war. Die diversen Religionsgemeinschaften bilden mit ihren Gotteshäusern (und eigenen Arealen am Friedhof) einen integralen Bestandteil des Stadtbildes.

ELFRIEDE MEJCHAR (Thema: UNORTE)
Triester Straße, 1982/83
Die Triester Straße war historisch gesehen die wichtigste Verbindung von Wien nach der Handelsstadt Triest. Ich habe einerseits versucht die geschichtliche Bedeutung dieser Nord-Süd Verbindung in meinen Fotos zu zeigen, und anderseits den heutigen Charakter dieser Straße der von Verkehr und Geschwindigkeit geprägt ist mit langen Belichtungszeiten spürbar zu machen.

MICHAEL MICHLMAYR (Thema: FREIZEIT)
Passages, 2001; 2006
In den Arbeiten der Serie Passages werden Sequenzen zu einem räumlichen Ganzen zusammengeführt. Zeitlichen Abfolgen werden durch das Neu-virtuell-eingeflochten-Sein zu einer konstruierten Bühne aus Raum und Zeit. Passanten werden "Akteure" des entstehenden "Films". Realitäten werden verdichtet.
Für die Ausstellung "Hier und Dort" stelle ich zwei "wiener Freizeitimpressionen" zwei "adriatischen" gegenüber.

LISL PONGER (Thema: MINDERHEITEN)
Phantom Fremdes Wien, 2004
In den Jahren 1991 und 1992 hat Lisl Ponger im Zuge einer multikulturellen Weltreise, bei der sie die Stadt Wien doch nicht verlassen hat, mit viel Akribie Super 8-Aufnahmen von Festen, Hochzeiten und Tänzen gesammelt. Ging es ihr zunächst um eine Sichtbarmachung von im öffentlichen Stadtbild schlichtweg nicht existierender kultureller Vielfalt, so stellt der Rückgriff darauf - aus gut zehnjähriger Distanz - gerade diesen Akt der Visualisierung wieder in Frage. "Was sehe ich eigentlich? ", heißt es an einer Stelle des von Ponger selbst gesprochenen Off-Kommentars, und nicht nur daran wird deutlich, wie bewusst sich der Film der Problematik des Umgangs mit dem "Ethnischen" ist. Scheint doch in jedem Akt der Sichtbarmachung unweigerlich die Tendenz mit angelegt zu sein, auch das Flüchtige und Diasporische in ein fixes, stereotypes Bild zu bannen. (…) (Christian Höller)

BEATE SCHACHINGER (Thema: NOSTALGIE - KITSCH - AUTOBIOGRAFIE)
Sisi, 1994
Niemals habe ich meine Urgroßmutter die Wohnung verlassen sehen, auch meine Mutter konnte sich nicht daran erinnern. Vor dem Einschlafen erzählte mir die Urgroßmutter, wie sie als kleines Mädchen die Kaiserin Sisi gesehen hat, die in einer Kutsche an ihr vorbei fuhr. Mit ihr teilte sie "jene Schrecken des Erblicktwerdens"*, die sie ihr ganzes Leben über begleiteten.
(*Juliane Vogel, in Beate Schachinger: "Sisi", NÖ Landesmuseum, Wien 1994)

EVA BRUNNER-SZABO / GERT TSCHÖGL (Thema: SEHNSUCHT)
Archiv des Meeres, work in progress seit 1998
Bestehend aus je einer Karteikarte, einem Schnappglas mit Meerwasser von der Entnahmestelle, zwei Objekten - ein künstliches und ein natürliches, fünf Fotografien (Stand 13.3.2006, 60 Fundstellen)
Wir lieben das Meer. Also erkunden wir Meeresküsten dort, wo uns unsere Reisen hinführen, erwandern die Küstenstreifen und durchstöbern ihre Schwemmzonen und Landschaften. Wir legen Bestände und Inventare an, etikettieren Weggeworfenes und Angeschwemmtes, fotografieren den Akt der Entnahme von Wasserproben mit dem Ziel menschliche Eingriffe in die Natur zu dokumentieren und zu archivieren und führen sie als Beweisstück unserer Anwesenheit am Ort an. Aus dem Projekt Archiv des Meeres spricht, vor allem die Hoffnung auf einen sentimentalen Fund, wie dem einer Flaschenpost, den man als Kind erträumte.

Videospecial - SPIEGELBILDER Jahrgang: 2006,
Videospecial - SPIEGELBILDER
Fotogalerie Wien - Kino
BILDER Nr. 211
Eröffnung: 2. Mai, 19.00

FOTOGALERIE WIEN - KINO
Währinger Strasse 59/WUK, 1090 Wien
Di-Fr 16.00-19.00 / Sa 10.00-14.00


In den sechs ausgewählten Arbeiten zum Videospecial Spiegelbilder, steht das psychologische Moment der Ich-Analyse, Eigenwahrnehmung versus Fremdwahrnehmung, sowie gesellschaftliche Reflexion in Bezug auf Aneignungsmuster, im Vordergrund.

Adidal Abou-Chamat: Hertha und Polly, 2002, 33:40 Min.
Die 2 Kanalvideoarbeit Hertha und Polly behandelt das Thema eineiige Zwillinge, Symbiose, Ähnlichkeit, Nähe und Distanz etc. Beide Frauen leben seit Jahrzehnten weit voneinander entfernt, die eine mit ihrem Mann und Familie in den USA, die andere mit Mann und Familie im Nahen Osten und Deutschland. Trotz der räumlichen Trennung blieben sich die beiden aufs Engste verbunden. Während die eine erzählt sieht die andere schweigend in die Kamera und umgekehrt. Beide erzählen über ihr Leben, ihre Beziehung zueinander etc.

Rabea Eipperle: redest du mit mir?, 2004, 10 Min.
Sie darf das, weil sie Künstlerin ist. Und sie meint es ja auch nicht so. Wir dürfen dabei zuschauen, ohne dass sie uns wirklich sehen könnte, obwohl sie uns direkt in die Augen stiert und wir dem Blick begegnen müssen und uns anpissen lassen. Zum Glück wohnen wir nicht einer dieser Performances bei, während der die Zuschauer so richtig erschreckt und bedroht werden; wir gucken ja bloß fern.
Rabea Eipperles Video hat trotzdem etwas Quälendes. Standbilder leerer Interieurs, wechseln sich mit kurzen, aggressiven Sprechszenen ab. Diese verbalen Attacken sind Zitate aus Spielfilmen, in denen das Gewaltsame als einzig verfügbare, quasi natürliche Verhaltensform jede Handlung bestimmt (Trainspotting, Taxi Driver, Reservoir Dogs). Der Reiz dieses Genres entsteht bekannter weise aus dem Konflikt, den es dem Publikum aufzwingt: Wir müssen und wir wollen das Arschloch lieben und mit dem Bösen fühlen, wir meinen es ja nicht so, wie gesagt, aber das Angebot ist unwiderstehlich. (…)
(Bettina Carl)

Karø Goldt: unilateral, 2006, 15 Min.
In uniliteral geht es um das Gespräch mit sich selbst. Dieses Selbstgespräch findet zu allererst und selbstverständlich dann statt, wenn ein Künstler sich selbst als Modell nimmt. Es findet im Schaffensprozess statt, sich selbst immer als Objekt vor Augen. Es findet im Betrachter statt und immer dann, wenn ein Mensch sich mit der eigenen Person auseinandersetzt, sich im Bezug zur Außenwelt hinterfragt. Zuletzt und am intensivsten dann, wenn ein Mensch in der Kommunikation mit der Außenwelt in Schwierigkeiten gerät, auf sich selbst zurückgeworfen wird und als folge davon in sich gefangen ist. Da bleibt oft nur noch das Selbstgespräch.
Dieses setzt sich in uniliteral zu einem fließenden Bewegtbild zusammen.

Barbara Hauser: ohne Titel, 2004, 7 Min.
Wer ist Mutter, wer ist Tochter? Wer ist Täter, wer ist Opfer? Ist die Mutter Tochter? Ist die Tochter Mutter? Wird die Tochter zur Mutter? Wer ist Täter?

Birgit Laggner: Die Moni - Ein Gespräch über Bilder, 2003, 17 Min.
Das Photo als verzögertes Spiegelbild. Fragen zur Eigenwahrnehmung.

Doris Schmid: Surface de l´eau, 2003, 4 Min.
Der Raum ist ins Halbdunkel getaucht. Wir sehen das Spiegelbild einer Frau, die uns anschaut.
Sie wäscht ihr Gesicht mit kaltem Wasser. Durch diese Berührung beginnt ihr Spiegelbild ein Eigenleben.
Plötzlich blickt uns ein fremdes Gesicht entgegen. Dieses muss weiteren unbekannten Personen weichen.
Die Bilder beginnen bedrohlich zwischen den Realitätsebenen zu springen.
Der Ton spielt eine zentrale Rolle im Halbdunkel des Badezimmers.
Ausgangspunkt für diese Komposition (Musik: Thomas Peter) sind Geräusche und Klänge der Selbstvergessenheit und der Gefahr.


Videospecial Jahrgang: 2006,
Videospecial
Fotogalerie Wien - Kino
BILDER Nr. 210
14. MÄRZ - 15. APRIL 2006
FOTOGALERIE WIEN - KINO
DI-FR 16.00 - 19.00 / SA 10.00 - 14.00


JOERG BURGER
In Wirklichkeit ist alles ganz anders. Der Filmemacher Wilhelm Gaube. Künstlerportraits, Menschenbilder, ect.
A 2004, Digi Beta 4:3 Color Mono 51 Min.
Am Beginn der Arbeit an dem Film In Wirklichkeit ist alles ganz anders müssen Fragen gestanden haben wie die folgenden: Wie porträtiert man einen, dessen künstlerischer Einsatz seit mehr als 40 Jahren darin bestanden hatte, Künstler zu porträtieren? Wie porträtiert man einen, der in diesen Porträts hartnäckig das Ziel verfolgt hatte, näher an die Porträtierten als an deren Kunst heranzukommen? Und schließlich: Wie porträtiert man einen, der diese Porträts nicht nur jahrzehntelang vor der Öffentlichkeit verborgen, sondern sich auch selbst, so gut es ging, in seinen Filmen wie in der öffentlichen Diskussion derselben zum Verschwinden gebracht hatte? Die Antwort, die der Film auf diese Fragen gefunden hat, ist verblüffend einfach: Um den zu porträtieren, der porträtiert, genügt es, die in den Porträts entwickelte Vorgangsweise auf den Porträtisten selbst anzuwenden.
Die Anwendung des Gaubeschen Schemas auf Wilhelm Gaube selbst ist indessen nicht mit einer Verdoppelung dieses Schemas zu verwechseln: Der Film hätte Gaube etwa am Schneidetisch so zeigen können wie Gaube viele seiner Porträtierten zeigt - mit dem Künstler (Gaube) zwischen dem Filmemacher (Burger) und den Bildern (den Porträts). Der Gefahr einer solchen Verdoppelung, die das filmische Porträt vorschnell mit Kunst und den Filmemacher mit einem Künstler verwechselt hätte, geht der Film aus dem Weg, indem er aus den Spuren, die Gaubes Anwesenheit in den Porträts verraten, ein Porträt Gaubes entstehen lässt: Damit legt er nicht nur die darstellerische Kraft von Gaubes Schema frei, er bewahrt auch im Kern dessen Geheimnis. In Wirklichkeit nämlich ist alles ganz anders. (Vrääth Öhner)

KLAUS PAMMINGER
Die Beziehung zwischen Bild und Sehen ist zentral. "Blickpositionen" und Realitätsebenen sind hinsichtlich der Wahrnehmung und unserer Wahrnehmungsgewohnheiten im alltäglichen Leben zu hinterfragen.
bonsoir, F/A 2005, 3 Min. 26 Sek., Farbe-SW, Sound
Ein gewissermassen dokumentarischer Video-Clip: Studio #1441, Cité international des Arts - Paris (April-Juni 2005)
raumvermessung_1, F 2005, 4 Min. 33 Sek., SW, Sound
4 Minuten und 20 Sekunden, 46 Meter Raum
channel hopping, A 2004, ca. 6 Min., Farbe, Sound
(...) Gefangen in symmetrischen Systemen und deren zahlreichen kombinatorischen Möglichkeiten, wechseln abstrakte Wahrnehmung und Wahrnehmung von realen Motivsplittern je nach Distanz. (...) (Nicola Hirner, aus: "Mustergültige Rapporte")
new york new york, USA 2002, 3 Min. 20 Sek., Farbe. Sound
Flags, storm & smoke; New York City Sound. Chealsy-Manhattan betrachtet aus dem 21 Stock, 4 Monate nach 9/11)
run SBG, A 2001, ca. 6 Min., Farbe-SW, Musik
Ein endloser Lauf durch die von Touristen überfüllte Getreidegasse in Salzburg, dark ages & junk* dröhnt in Gedanken durch den Kopf.
(* nomeansno / small parts isolated and destroyed, 1989)

FIONA RUKSCHCIO
Auf Wiedersehen/ Good-bye, A 2004, 5 Min. 30 Sek.
Nach zwölfstündigem Flug Osaka - Wien verabschieden sich die Passagiere bei dem Flugpersonal und umgekehrt.
I would be delighted to talk Suffrage, GB 2003/5, 47 Min., OV: Engl., Musik: Nick Cash, O.UT,
Mit den Suffragetten begann vor über hundert Jahren der radikale Kampf der Frauen in USA und Großbritannien mittels Protest, Störungen offizieller Veranstaltungen, eigenen Zeitungs,- und Parteigründungen bis hin zu Hungerstreiks für ein allgemeines Frauenwahlrecht.
Nachdem 1910 eine Gesetzesinitiative scheiterte, deren Ziel es war, die Rechte der Frauen auszuweiten, wurden auch Schaufenster von Kaufhäusern eingeworfen, große Landsitze angezündet und öffentliche Gebäude in Brand gesteckt und es kam zu einer Reihe weiterer spektakulärer Aktionen.
In dem Video I would be delighted to talk Suffrage werden Orte, Plätze und Gebäude in London mit dieser marginalisierten Geschichtsschreibung in Bezug gesetzt. Es fungiert gleichzeitig als Stadtführung, Oral History-Dokument und collagierter Kostümfilm.

Transformationen / Transformations Jahrgang: 2006,
Transformationen / Transformations
Fotogalerie auf Wanderschaft: Österreichisches Kulturforum Tokyo - Japan
BILDER Nr. 210
Eröffnung: 9. März, 19.00
Begleitprogramm: Montag, 13. März, 19.30

Da die FOTOGALERIE WIEN im ersten Halbjahr 2006 (Februar - Ende August) generalsaniert wird, begibt sie sich in dieser Zeit auf "Wanderschaft".
Sie ist zu Gast in/an verschiedenen Institutionen und Orten im In- und Ausland.
Die erste Station: Österreichisches Kulturforum Tokyo.

Ausgehend von Assoziationen zu Japan - von kulturellen und traditionellen Eigenheiten, wurden 4 KünstlerInnen von Susanne Gamauf / Fotogalerie Wien und Arnold Obermayr / Österreichisches Kultuforum Tokyo ausgewählt, in deren Arbeiten ähnliche und auch verfremdete "westliche Parallelwelten" zu finden sind.

Joerg Burger:
Zen - die Ruhe - Kontemplation - der perfekte Moment
Anja Manfredi:
Gesellschaftliche Inszenierungen - Rituale - Etiketten - Ich-Analyse
Klaus Pamminger:
Symbole - Zeichen - Muster - Tradition versus Alltag und Medienflut
Fiona Rukschcio:
Comics - Mangas - Heldin der Headlines

JOERG BURGER
Joerg Burger fotografiert unsere/seine alltägliche Umwelt. Mit dem Blick des Flaneurs fokussiert er banale Situationen, Gegenstände und deren Details und rückt sie so in den Mittelpunkt (unserer) Aufmerksamkeit.
Durch dieses Hervorheben wird die Skurrilität so mancher Situationen erst bemerkbar, entwickeln scheinbar beiläufig vorgefundene Objekte skulpturale Qualitäten.
Isoliert, und wie in klassischen Stilleben um ihrer selbst Willen abgebildet, können Architekturen (im weitesten Sinn) zu artifiziellen Zeichen werden, die plötzlich Assoziationsräume zulassen, die sich nicht sofort erschliessen bzw. in keiner Weise vorgegeben sind.
Abgesehen von diesen, sehr speziellen Assoziationen, geben uns die Fotografien keinerlei Hinweis auf eine mögliche Lesart.
Weder ist eine "vordergründige Erzählung", noch eine "erkennbare Ordnung" in der Auswahl der Motive angelegt, vielmehr die Unmöglichkeit reflektiert, Eindrücke und Stimmungen der Linearität zu unterwerfen, wo sie in ihrem flüchtigen Charakter meist
nur für kurze Zeit ein eindeutiges, stimmiges Bild ergeben.
Die Ambivalenz in Joerg Burgers Fotografien entsteht nun gerade im Widerspruch der scheinbaren Momentaufnahmen zu ihrer stillebenhaften Präsentation der Motive in der perspektivisch genau konstruierten, beinahe schon "gebauten" Anordnung im Bildraum: es tritt eine zeitliche Dimension hinzu, die nichts mehr mit dem flüchtigen, herumstreifenden Blick zu tun hat, sondern mit bewusst kalkulierter Inszenierung, die sich sowohl an real Erlebtem wie an Bildern und Szenarien aus den Massenmedien orientiert.
Und, uns wird damit zwar das Was vorgegeben, das Wie jedoch bleibt uns selbst überlassen. (Claudia Slanar)

ANJA MANFREDI
Uraufführung, 2005
Ich bin ein Baustein dieser Welt, unter diesem Aspekt steht mein Versuch das Thema der inszenierten, manchmal unbewussten Selbstdarstellung, in Form von Figuren-Fragmenten, dem Betrachter begreifbar zu machen.
Außerhalb stehend, als wenn man auf seinen eigenen Körper blicken würde, versuche ich meine DarstellerInnen in Ordnung, in Beziehung zu der (Traum)welt zu bringen, deren Topologie jedes Mal aufs Neue zu bestimmen, diese dort einzuschreiben, ihnen neue Zugehörigkeiten zu geben, die Deformierung der Figuren voranzutreiben, Gedankenbilder an die Wand zu projizieren, sich selbst immer wieder zu reproduzieren, seine eigene Auflösung (über unzählige Figuren) voranzutreiben, bis…?
Ich benütze Tischbühnen um darauf in den unterschiedlichsten Rollen auftreten zu können.
Themen für meine DarstellerInnen finden sich u.a. in den Ritualen der Kunst, ich greife die Geste im Ritual auf und durch Verinnerlichung findet eine Verkörperung in Form von Fotografie statt. In diesen stattfindenden Metamorphosen und Projektionen auf den Betrachter wird eine Trennung von dem Ich und dem Anderen eingeleitet.
So gesehen finden wir uns im imitierten Spiel auf der öffentlichen Bühne wieder, mit Freunden und Bekannten wird Nachahmung und Veräußerung ausprobiert.
Ich und die Anderen, die Anderen und Ich, die Anderen sind Ich, Ich bin die Anderen

KLAUS PAMMINGER
daily patterns
(...) In daily patterns breitet sich die mediale Verfasstheit von Wahrnehmung öffentlicher und privater Bereiche in vielfältigen Mustern über das gesamte Interieur des Wohnraums aus. Tapeten und Textilbezüge als alltägliche Schon- und Verschönerungsformen sowie tapetenartige Bilder werden zu Manifestationen des medialen Alltags. Berichte aus dem Fernsehen oder dem www gerinnen zu Rapporten, deren Kontextualisierung durch die Komprimierung der Motive codiert ist.
Die repititiven Berichterstattungen und die Konstruiertheit von medialen Formaten werden selektiert und transformiert, um sie in andere Wahrnehmungskontexte einzubinden.
Mit zunehmender Erschließung der Motive wächst das Unbehagen und das Misstrauen in einem solchen Ambiente, das zunächst noch durch spezielle artifizielle Anfertigungen ein Flair von exklusiver Behaglichkeit zu verbreiten vermochte. Selbst die mediale Scheinerlösung durch das TV-Programm bleibt verwehrt: Auf einem Monitor läuft eine rapportartig verfremdete Fernsehshow in Endlosschleife. Gefangen in symmetrischen Systemen und deren zahlreichen kombinatorischen Möglichkeiten, wechseln abstrakte Wahrnehmung und Wahrnehmung von realen Motivsplittern je nach Distanz. (...)
(aus: "Mustergültige Rapporte" von Nicola Hirner, BILDER 194, Fotogalerie Wien 2004)
Vergleichbares gilt für die pattern-card Serie. Auch hier funktionieren die Motive vorerst wie hübsche Vexierbilder und dann - je nach Distanz und Konzentration der Betrachter - eröffnet sich der Inhalt im Detail. In Postkartenform verbreitet, werden die Daten aus Massenmedien wieder in eine visuelle Konsumwelt des Alltags zurückgeworfen.

FIONA RUKSCHCIO
Wer sucht wen oder was?
Das Ausgangsmaterial für die Collagen von Fiona Rukschcio bildet Found Footage aus Printmedien und Werbeprospekten, das sie häufig mit Malerei verbindet. In atmosphärischen Settings im Kreis von ProtagonistInnen aus Celebrity und Entertainment Gossip performt die Künstlerin vielfach selbst in unterschiedlichen Rollen und Posen: Fremde und eigene Identitätsentwürfe treffen unvermittelt aufeinander.
Transformierte Textfragmente mischen sich unter die Schnappschüsse und Appetizer des medialen Alltags; durch ihren assoziativen Einsatz produzieren sie Mehrdeutigkeiten, und die wörtlichen Einschübe gewinnen selbst dem Kalauer Qualitäten ab.
(Nicola Hirner)